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Evum aCar: Rückenwind für Serienanlauf

Evum aCar
Rückenwind für Serienanlauf
Gegenüber den ersten Versionen ist das aCar sichtlich gereift: Hier eine Variante für den kommunalen Einsatz
© Foto: Evum Motors
Zum Themenspecial Elektromobilität

Eigentlich war das Evum aCar als Lowtech-Gefährt für Entwicklungsländer konzipiert. Doch nun soll der E-Kleinlaster zunächst in deutschen Gemeinden durchstarten. Immer mehr Investoren sind von dem Projekt überzeugt.

Das Kleinlaster-Projekt aCar nimmt weiter Fahrt auf. Wie die Evum Motors GmbH in München mitteilte, konnten seit Anfang März weitere Investoren für das elektrische Transportkonzept gewonnen werden. Im Rahmen der Series-A-Finanzierungsrunde seien zwölf Millionen Euro eingesammelt worden. Man werde das Geld dazu nutzen, den Serienanlauf, Markteinstieg und Aufbau des Händler- und Servicenetzes in Deutschland voranzutreiben, hieß es.

Seit September ist auch der Freistaat Bayern an dem Projekt beteiligt. Der Venture-Capital-Investor Bayern Kapital werde einen großen Teil zur Erfolgsgeschichte beitragen, sagte Dr. Martin Soltes, einer der beiden Gründer und Geschäftsführer von Evum. Das Engagement erfolge zu gleichen Teilen aus dem Innovationsfonds EFRE sowie dem Wachstumsfonds Bayern.

Bereits seit März an Bord ist ein mittelständisches Familienunternehmen aus Baden-Württemberg, das Antriebskomponenten für Fahrzeuge herstellt. Es war Lead-Investor der Series-A-Runde. Weitere Investoren wie Otto Spanner (Automobilzulieferer), die Glatthaar-Gruppe (Marktführer für Bodenplatten und Keller) sowie die Franz-Schabmüller-Firmengruppe (Autozulieferer) sind schon länger an Evum beteiligt.

aCar TU München
Ursprünglich hatte die TU München das Gefährt als günstiges Transportfahrzeug für Entwicklungsländer konzipiert.
© Foto: TU München

Forschungsprojekt der TU München

Die Technische Universität München hatte auf der Automesse IAA 2017 den für Entwicklungsländer konzipierten Transporter erstmals vorgestellt. Das Lowtech-Gefährt soll nun zunächst in Deutschland auf den Markt kommen, zu einem späteren Zeitpunkt auch in Ländern Afrikas. Als Produktionsstart im Werk im süddeutschen Bayerbach visiert das Unternehmen das vierte Quartal 2020 an, die Auslieferung soll ab Anfang 2021 erfolgen.

Die frühen Versionen des aCar zeichneten sich noch durch Bastelbuden-Charme aus, was allerdings auch dem Grundprinzip einer möglichst einfachen und günstigen Bauweise geschuldet war. Die vor einem Jahr vorgestellte Serienversion überraschte mit einer vergleichsweise gefälligen Optik, wie man sie von einem Kleinlaster für kommunale Einsatzzwecke erwarten würde.

Auch technisch wurde nachgerüstet, weshalb das aCar in eine andere Fahrzeugklasse aufsteigt. Statt als Elektroleichtfahrzeug L6e klassifiziert es sich als Nutzfahrzeug bis 3,5 Tonnen (Klasse N1). Beim elektrischen Allradantrieb kommt einfache 48-Volt-Technik zum Einsatz, diese erlaubt eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h und bis zu 200 Kilometer Reichweite. Die Nutzlast beträgt eine Tonne. Der Basispreis liegt bei 28.900 Euro. (rp/SP-X)


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