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Experte: Coronavirus gefährdet deutsche Autoindustrie

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Coronavirus gefährdet deutsche Autoindustrie
Das Coronavirus könnte zu einem Rückgang des globalen Autoabsatzes führen - das würde deutsche Unternehmen stark treffen.
© Foto: picture alliance/MAXPPP

Nach Einschätzung von Ferdinand Dudenhöffer könnte die weltweite Pkw-Produktion in diesem Jahr um 2,7 Millionen Einheiten zurückgehen. Wegen des hohen China-Anteils sei die deutsche Autoindustrie davon stark betroffen.

Das Coronavirus gefährdet nicht nur die Lieferketten der internationalen Autoindustrie, sondern senkt auch insbesondere in China die Nachfrage nach neuen Fahrzeugen. Im laufenden Jahr werde daher die weltweite Pkw-Produktion auf 76,9 Millionen Exemplare zurückgehen, schreibt Branchen-Experte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität St. Gallen in einer am Montag veröffentlichten Analyse zum bevorstehenden Autosalon in Genf. Die deutsche Autoindustrie sei wegen des hohen China-Anteils von 35 Prozent am Gesamtumsatz besonders betroffen.

Dudenhöffer erwartet in seiner Prognose einen globalen Rückgang von 2,7 Millionen Fahrzeugen im Vergleich zum Vorjahr. Das wären 7,5 Millionen Autos weniger als im Rekordjahr 2017 noch vor den Handelskonflikten zwischen den USA und China.

Der chinesische Automarkt befinde sich seit 2017 im Abschwung, werde 2020 mit 19,3 Millionen Fahrzeugen einen Tiefpunkt erreichen und erst 2025 wieder zum Vorkrisen-Niveau aufschließen, meint Dudenhöffer. Diese Prognose unterstelle, dass die Corona-Epidemie in den nächsten Monaten unter Kontrolle gebracht werde und schnell Impfstoffe zur Verfügung stünden.

Wegen der Corona-Epidemie wurde bereits die wichtige Messe "Auto China" von Ende April auf unbestimmte Zeit geschlossen. Die deutschen Hersteller hatten in unterschiedlichen Werken zeitweise die Produktion ruhen lassen. Volkswagen hatte am Montag berichtet, man habe die meisten Werke wieder in Betrieb genommen. Nach Ausbruch des Virus waren zudem die Autoverkäufe im Februar drastisch eingebrochen, wie der Autoverband CPCA berichtet hatte. (dpa)

 


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