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Goodyear Aero: Zum Fahren und Fliegen

Goodyear Aero
Zum Fahren und Fliegen
Statt einer klassischen Felge gibt es Streben, die im Flugbetrieb als Rotorblätter dienen sollen.
© Foto: Goodyear

Nur Fliegen ist schöner, dachten sich wohl die Ingenieure bei Goodyear und entwickelten einen Reifen, der sowohl fahren als auch fliegen kann. Der Haken: Es ist nur ein Konzept.

Den Genfer Salon nutzt Reifenhersteller Goodyear traditionell auch zur Vorstellung von Zukunftsideen. In diesem Jahr steht die Frage nach Mobilitätslösungen für Metropolen im Fokus. Dabei haben sich die Goodyear-Kreativen von fliegenden Autos inspirieren lassen und den Konzeptreifen Aero entwickelt.

Der Aero ist als ein Fahr-Flugreifen konzipiert und käme bei zukünftigen Fahrzeugen, die sowohl fahren als auch fliegen können, zum Einsatz. Der luftlose Pneu verzichtet auf eine klassische Felge. Stattdessen gibt es Streben, die im Flugbetrieb als Rotorblätter dienen sollen. Trotz seiner nicht-pneumatischen Struktur soll der Reifen flexibel genug sein, Stöße beim Fahren über Straßen abfedern zu können. Soll es in die Luft gehen, werden die Reifen umgeklappt und in eine waagerechte Position gebracht. Die sich drehenden Streben sorgen dann für Schub nach oben. Um dafür die nötige hohe Rotationsgeschwindigkeit zu erreichen, nutzt der Aero magnetische Antriebskräfte.

Natürlich ist der Pneu mit verschiedenen Sensoren ausgestattet. Lichtbasierte, faseroptische Sensoren im Reifen ermöglichen zum Beispiel die Überwachung der Fahrbahnoberfläche oder des Reifenabriebs. Sensoren, die bereits mit Künstlicher Intelligenz vernetzt sind, ermitteln Daten aus der Kommunikation der Fahrzeuge untereinander oder mit ihrer Umgebung und schlagen selbstständig Routen auf Fahrbahnen oder im Flugbetrieb vor.

Wie auch bei den Konzepten aus den Vorjahren wie die Oxygene- oder Eagle-360-Reifen ist auch der Aeroe eher ein Denkanstoß als eine Machbarkeitsstudie. Angesichts der verstärkten Anstrengung von Tüftlern und Unternehmen, Flugautos auf den Markt zu bringen, um dem Verkehrskollaps in Metropolen besser entgehen zu können, dürften aber die Goodyear-Ingenieure sicherlich nach ihrer Expertise gefragt werden.

Leuchtende Reifen schon in den 1950er-Jahren

Und manche Ideen-Realisierung benötigt einfach Zeit. So stattete der Reifenhersteller bereits in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts das Konzeptauto Golden Sahara II, dessen automatisches Bremssystem bereits mithilfe von Sensoren potenzielle Objekte auf dem Weg des Autos erkannte, mit einem besonderen Reifen aus. Diese bestanden aus Neothane, einem lichtdurchlässigen, synthetischen Kautschuk und waren von innen beleuchtet. So sollte die Sichtbarkeit des Fahrzeugs bei schlechtem Wetter verbessert werden. Außerdem konnte der Pneu aufleuchten, wenn der Fahrer auf die Bremse trat. Lichtsignale als Kommunikationsmöglichkeiten mit anderen Verkehrsteilnehmern sind bei aktuellen autonom fahrenden Fahrzeugstudien mittlerweile Standard. (SP-X)

Konzeptauto Golden Sahara II mit beleuchteten Reifen.
© Foto: Goodyear

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