Aus GW-trends 5/2010
Von Dr. Martin Endlein
Der Flottenmarkt 2010 ist mit dem des Vorjahres nicht zu vergleichen. Die Zahlen von Januar bis August 2010 nach Sparten zeigen Wachstum auf ganzer Linie:
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Flottenmarkt +9,2 Prozent
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Kfz-Handel +24,4 Prozent
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Hersteller +7,4 Prozent
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Autovermieter +10,9 Prozent
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Einzig der Privatmarkt hat abwrackprämienbedingt ein Minus von 51,9 Prozent zu verzeichnen.
Das bedeutet, die bekannte Welle an Rückläufern kommt bald auf den Gebrauchtwagenhandel zu. Die aktuell wichtigste Veränderung im Flottenmarkt ist die Nutzungszeit der Fahrzeuge. Die Analyse von Dataforce im aktuellen FleetReport 2010 zeigt: Fahrzeuge von Mercedes-Benz liegen mit 60 Monaten an der Spitze, gefolgt von VW (59), Opel (57), Renault, Volvo, Peugeot (allesamt 54 Monate). Rückläufer der Marken Ford (51), Audi (49), BMW (48) und Škoda (36) komplettieren diese Liste.
Hoher Anteil Händlergeschäft
Gehandelt werden diese Fahrzeuge nach Dataforce-Angaben zu einem hohen Prozentsatz über den Handel: 66,4 Prozent der gewerblich angebotenen Gebrauchtfahrzeuge finden einen gewerblichen Neubesitzer. Es findet demnach ein hoher Anteil an B2B-Geschäft statt, das Direktgeschäft Leasinggesellschaft-Endkunde spielt demnach (noch) eine geringe Rolle. „Grundsätzlich ist für den gewerblichen Käufer die Ausweisbarkeit der Umsatzsteuer von großer Bedeutung“, betont Peter Lorenzen, Vice President Dealer Sales Germany AutoScout24 GmbH, in seinem Gastbeitrag im FleetReport. Er führt aus, dass die explizite Suche nach Gebrauchtwagen mit ausgewiesener Mehrwertsteuer über die Plattform AutoScout24.de gerade für den Handel hier ein wichtiges Feature für den Zukauf ist.