"Die Konzerne interessieren sich überhaupt nicht für die Gebrauchtwagen – die interessieren nur die Zulassungen. Nicht mal im Endkundengeschäft , sondern nur die Zulassungen." Solche und ähnliche, anonymisierte Beschwerden von Händlern über ihre Hersteller und Importeure wurden im Rahmen des 16. Schwacke Marken-Monitors erstmals nichr mehr nur ausgewertet, sondern in diesem Jahr erstmals analysiert. Am Dienstagabend wurden die Untersuchungsergebnisse dann im Rahmen der Preisverleihung des Marken-Monitors in Frankfurt am Main neben weiteren Auswertungen präsentiert. Diese Auswertung soll zur Optimierung des Zufriedenheits-Managements der Hersteller beitragen.
Insgesamt wurden 2.248 Negativäußerungen registriert. Allein 184 davon bezogen sich auf die mangelhafte Unterstützung der Hersteller bei der GW-Vermarktung. 103 zeigten die Unzufriedenheit der Händler über die GW-Börsen der Hersteller. Dabei könnte alles so einfach sein: "Wenn Sie Ihre Händler glücklich machen wollen, sollten sie bei Gebrauchtwagen ansetzen", riet Konrad Weßner, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts Puls, den anwesenden Vertretern der Hersteller. Er stellte die Ergebnisse des Marken-Monitor Spezials dem Plenum vor.
Weßner betonte die enge Verzahnung von Händlerzufriedenheit und Herstellerunterstützung im Gebrauchtwagengeschäft. Zwar könne laut einer neuen Puls-Analyse die Basis für Zufriedenheit anders erreicht werden. Die Begeisterung von Händlern für ihre Marke – also die Kür – ließe sich aber nur durch die Unterstützung der Hersteller bei der GW-Vermarktung, der GW-Garantie und der herstellereigenen GW-Börse erzielen. Insgesamt sank die Zufriedenheit der Händler mit der Herstellerunterstützung im GW-Geschäft von der Schulnote 3,06 auf 3,16. (jko)