Im Rahmen einer Umfrage von AutoScout24 Research wurden im April/Mai 2006 insgesamt 1.360 Personen zum Thema Navigationsgeräte befragt. Bisher verfügt nur etwa ein Viertel (28,2 %) der befragten AutoScout24-Nutzer über ein Navigationsgerät im Fahrzeug. Von den Befragten, die noch kein Navigationssystem besitzen, würden sich aber fast zwei Drittel (62,3 %) gern eines zulegen. Dieses große Marktpotenzial – vor allem für portable Navigationsgeräte – unterstreicht auch eine aktuelle Studie der GfK: Demnach wurden 2005 in Deutschland mehr als 400.000 tragbare Geräte verkauft. Das sind sieben Mal mehr als im Jahr zuvor. Portabel oder Festeinbau? Die portablen Geräte stehen bei den AutoScout24-Nutzern hoch im Kurs: Knapp 40 % würden sich für ein solches System entscheiden. Rund 25 % setzen hingegen auf ab Werk eingebaute Geräte, knapp 35 % wollen sich vor dem Kauf eines Navigationsgerätes erst noch informieren. Dabei scheint der Preis allerdings nicht das einzige Kaufargument zu sein. Denn jeder Zweite (53,1 %) greift nicht zum Einsteigergerät, sondern ist bereit, zum Teil deutlich mehr als 300,- EUR auszugeben. Wer spricht? Die Anweisungen der meisten Navigationsgeräte kommen von einer Frauenstimme. Jedoch ließen sich 42 % der befragten Frauen viel lieber von einer markanten Männerstimme den rechten Weg weisen. Eine Alternative sind für die Befragten offenbar Navi-Ansagen mit Dialekt: 46 % können sich vorstellen, ihren Autofahrer-Alltag mit solchen Späßen aufzupeppen. Die mit Abstand beliebtesten Mundarten sind Norddeutsch (9,6 %), gefolgt von Bairisch (9,4 %) und Hessisch (4,2 %). Praxistipp: Um das enorme Potenzial für das eigene Geschäft zu nutzen, wäre eine Zusammenarbeit mit örtlichen Anbietern portabler Navigationssysteme möglich. Sie als GW-Händler könnten dann Ihre Fahrzeuge mit Navi und Einbau zu einem Paketpreis anbieten. (red)
Navigationssysteme werden immer wichtiger
Händler sollten sich darauf einstellen, zunehmend Fahrzeuge mit Navi anzubieten.