Im Juli sind die Standzeiten von Gebrauchtwagen leicht gesunken, wie der Marktbeobachter in seiner Monatsauswertung veröffentlichte. Das wurde insbesondere im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich. Bereits im Sommer 2012 waren die Standtage auf ein hohes Niveau angestiegen, von dem sich die aktuellen Werte nun merklich absetzen konnten.
Die Standzeiten lagen im Juli zwar immer noch höher als vor einem Jahr, allerdings schrumpfte die Differenz wie bereits im Juni abermals. So dauerte es durchschnittlich 110 Tage, bis sich ein Gebrauchter verkaufen ließ, im Juni waren es noch 111 Tage.
Aufschwung bei Mittel- und Oberklasse
Der Nachfrage-Aufschwung kam allerdings nicht in jeder Klasse an. Kleinstwagen, Kompaktklasse, Vans und Geländewagen stehen unverändert lange. Schneller verkauften sich im Juli dagegen Mittel- und Oberklasse-Fahrzeuge, auch große SUV gingen schneller vom Händlerhof. Bei den Kompakt-SUV zeigte sich dagegen der einzige Negativ-Trend des Beobachtungsmonats, sie legten einen Tag an Standzeit zu – blieben aber mit durchschnittlich 94 Tagen weiterhin die Fahrzeugklasse, die sich am schnellsten wieder in Kundenhand befanden.
Bei der Oberklasse stieg die Nachfrage besonders deutlich an, hier lag die Differenz zum Vorjahresmonat noch bei 20 Tagen. Im Juni waren es noch 23 Tage. Untersucht wurden jeweils die Handelszeiten für Fahrzeuge mit einem Alter von bis zu sieben Jahren. (jko)
- Schwacke-Analyse: Standzeiten Juli 2013 (40.0 KB, IMAGE/JPEG)