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Insolvenzbetrieb Straub: AVAG integriert zwei Standorte

Insolvenzbetrieb Straub
AVAG integriert zwei Standorte
AVAG-Zentrale in Augsburg: Ausbau des Opel-Geschäfts
© Foto: AVAG

Im Zuge der Insolvenz des Opel-Autohauses Straub Ende Dezember 2018 ist für die Betriebe in Pfaffenhofen und Mainburg eine Nachfolgelösung gefunden worden.

Die AVAG Holding stärkt ihr Geschäft mit der Kernmarke Opel in Bayern. Der Handelsriese holt zwei Betriebe des insolventen Autohauses Straub unter sein Dach. Wie das Unternehmen in Augsburg mitteilte, integriert das Automobilzentrum Ingolstadt den Standort Pfaffenhofen. Das Autohaus Sieber übernimmt Mainburg. Der bisherige Straub-Hauptsitz in Wolnzach wird dagegen nicht weitergeführt. Dies hatte Insolvenzverwalter Jochen Zaremba bereits im Vorfeld angekündigt (wir berichteten).

"Wir bedanken uns für die reibungslose und professionelle Zusammenarbeit mit Insolvenzverwalter Jochen Zaremba", erklärte AVAG-Vorstandsprecher Roman Still am Mittwoch. "Durch sein schnelles Handeln konnten wir in Mainburg und Pfaffenhofen 22 Arbeitsplätze erhalten."

Mit der Übernahme des Standorts Mainburg wechseln zwölf Mitarbeiter und vier Auszubildende von Straub zum Landshuter Autohaus Sieber, das nun über drei Standorte in der Region verfügt. "Wir freuen uns, den Standort Mainburg mit seinen über 600 Quadratmeter Ausstellungsfläche in unsere Area zu integrieren", sagte Geschäftsführer Tim Wagner, der mit seinem rund 50 Mitarbeiter starkem Team die Marken Opel, Peugeot und Subaru vertreibt.

Betriebe werden modernisiert

Wagner kündigte an, die neue Filiale in den kommenden Monaten zu modernisieren, "um den wachsenden Ansprüchen der Kunden nach attraktiven Dialogannahmeplätzen und effizienten Werkstattabläufen gerecht zu werden". Das gilt auch für den Standort Pfaffenhofen mit seinem rund 200 Quadratmeter großen Showroom, wie Zoran Dreznjak, Chef des AMZ Ingolstadt, betonte. Er begrüßt zehn Mitarbeiter und einen Auszubildenden neu in seiner Mannschaft und führt nun zwei Opel-Standorte in der Region.

Das Autohaus Straub hatte kurz vor Weihnachten 2018 einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Betroffen von der Pleite waren insgesamt 48 Mitarbeiter. Inhaber Karl Straub nannte die Dieselkrise sowie hohe Steuernachforderungen des Finanzamts als Hauptgründe für die finanzielle Schieflage. Der Kfz-Unternehmer sitzt für die CSU im bayerischen Landtag.

Die AVAG zählt zu den Megadealern auf Europas Automarkt. Die Holding ist zurzeit an 79 Autohäusern mit 181 Standorten in Deutschland, Österreich, Kroatien, Polen, Ungarn, Serbien und Slowenien beteiligt. Dort werden momentan über 5.300 Mitarbeiter beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2017/18 erwirtschafteten die Augsburger einen Umsatz von rund 2,3 Milliarden Euro. Der Fahrzeugabsatz belief sich auf etwa 130.000 Einheiten. (rp)

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