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Internationaler Handel: Daimler-Chef erwartet weiteren Gegenwind

Internationaler Handel
Daimler-Chef erwartet weiteren Gegenwind
Ola Källenius zum Brexit: "Ich hoffe auf Vernunft in letzter Minute"
© Foto: picture alliance/FrankHoermann/SVEN SIMON
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Ola Källenius geht davon aus, dass die USA auch bei einer Abwahl von Präsident Trump ihre Handelsbilanzen stärken wollen. Im Streit um einen Brexit-Pakt hofft der Topmanager noch auf einen Kompromiss.

Der Chef des Autobauers Daimler, Ola Källenius, hat die exportorientierte deutsche Automobilbranche auf weiteren Gegenwind im internationalen Handel eingestimmt. Die Wetterlage in Handelsgesprächen sei in den vergangenen drei Jahren rauer geworden, sagte der Manager am Montagabend in Frankfurt vor Journalisten. Mit Blick auf die anstehende US-Präsidentschaftswahl sagte er: "Egal, ob die eine oder andere Seite gewinnt, müssen wir uns als Europa darauf einstellen, dass die sprechen wollen."

Der zur Wiederwahl stehende US-Präsident Donald Trump hatte in seiner Amtszeit immer wieder mit hohen Einfuhrzöllen auf Autos aus Europa gedroht, weil er das hohe Handelsdefizit der USA abbauen und damit nach eigenem Bekunden Jobs im Land schaffen will. Im Falle einer Wahl von Trumps Herausforderer Joe Biden zum neuen US-Präsidenten würde sich das laut Källenius wohl nicht fundamental ändern. "Wenn man zuhört, was die zwei Parteien sagen und was die zwei Kandidaten sagen, haben die schon ein großes Interesse, die Handelsbilanzen von USA zu stärken."

Im Streit um einen Brexit-Handelspakt setzt Källenius noch auf einen Kompromiss. "Ich hoffe auf Vernunft in letzter Minute und dass es ein Agreement gibt, was funktioniert für beide Seiten", sagte er. "Wenn es zu keinem Agreement kommt, klar, dann geht das Geschäft weiter, aber es schadet uns finanziell." Für Daimler stehe mit Zöllen nach reinen WTO-Regeln ein niedriger dreistelliger Millionenbetrag als Belastung ins Haus, wenn es nicht zu einem Abkommen kommen sollte. Die Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien über ein Handelsabkommen drohen zu scheitern. (dpa)


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