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Methan aus Müll: Seat testet Bio-Erdgas

Methan aus Müll
Seat testet Bio-Erdgas
Erdgas Seat
Seat testet Methan aus organischen Abfällen.
© Foto: Seat

Erdgas als Kraftstoff verbrennt CO2-arm, ist aber wie Erdöl ein endlicher Rohstoff. Biomethan aus Müll könnte die Klima- und Nachhaltigkeitsbilanz verbessern – hofft Seat.

Erdgas gilt als relativ umweltschonender Kraftstoff – vor allem, wenn es aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird. Der spanische Autohersteller setzt nun testweise Biomethan aus organischen Abfällen ein. Hergestellt wird das Designer-Erdgas im Ecoparc 2 in Barcelona, wo aus dem Biomüll aus braunen Tonnen und den geeigneten Stoffen aus dem Hausmüll Biogas hergestellt wird, das anschließend zu Kraftstoff raffiniert wird. Aktuell werden vier Seat-Erdgasautos mit dem synthetischen Methan betrieben, nach einer Fahrleistung von jeweils 30.000 Kilometern sollen die Auswirkungen auf die Motoren untersucht werden.

Der lange Jahre stiefmütterlich behandelte Kraftstoff Erdgas hat in den Jahren seit der Aufdeckung des Diesel-Skandals eine kleine Renaissance gefeiert. Vor allem der VW-Konzern versucht, die Technik mit dem geringen CO2-Ausstoß zu fördern. Neben Seat, Skoda und VW selbst hat auch Premium-Schwester Audi Erdgasautos im Programm. Die Ingolstädter engagieren sich zudem bei Bio-Erdgas der nächsten Generation, das nicht aus organischen Abfällen, sondern mit Hilfe von regenerativem Strom und CO2 hergestellt wird. (SP-X)

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