Spritpreise zeigen nach oben: Diesel vor Allzeithoch?

23.03.2026 10:22 Uhr | Lesezeit: 3 min
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Die Spritpreise ziehen seit Kriegsbeginn stark an. Ein Liter Diesel war am Wochenende um über 55 Cent teurer als am Tag vor Kriegsausbruch, ein Liter Benzin um über 30 Cent.
© Foto: dpa/Robert Michael

Die bereits hohen Spritpreise könnten auf die aktuelle Entwicklung im Iran-Krieg mit einem weiteren Anstieg reagieren. Am Wochenende zeigte sich bereits eine erste Tendenz.

Die Spritpreise haben sich nach einem weiteren Preisschritt zum Wochenausklang am Wochenende weitgehend stabil gezeigt. Allerdings beobachtete der ADAC zumindest beim Diesel eine leichte Tendenz nach oben. Sollte der Trend anhalten, könnte damit das Allzeithoch beim Dieselpreis in der ersten Hälfte der neuen Woche überschritten werden. Hintergrund sind Befürchtungen, der Iran-Krieg könnte weiter eskalieren.

US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran mit der Zerstörung seiner Energieanlagen, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig öffnen. Aus Teheran folgte prompt eine Gegenwarnung: Sollte die Kraftstoff- und Energieinfrastruktur des Irans angegriffen werden, werde man Energieanlagen in der gesamten Golfregion ins Visier nehmen.

Am Samstag lagen die bundesweiten Durchschnittspreise an den Tankstellen laut ADAC beim Diesel bei 2,301 Euro und bei Super E10 bei 2,083 Euro pro Liter. Regional sind Abweichungen vom Mittelwert und damit auch höhere Preise möglich. Vom Höchststand 2022 kurz nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs ist der Diesel noch 2 Cent entfernt, bei Super E10 sind es 12 Cent.

Der Dieselpreis hatte sich zuvor innerhalb von zwei Tagen um mehr als 12 Cent erhöht. Am Freitag kostete ein Liter des Kraftstoffs im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,291 Euro, wie die Daten des ADAC zeigen. Superbenzin der Sorte E10 kostete am Freitag 2,086 Euro je Liter.

Senkung der Energiesteuer gefordert

Beide Preise haben seit Kriegsbeginn stark angezogen. Ein Liter Diesel war am Wochenende um über 55 Cent teurer als am Tag vor Kriegsausbruch, ein Liter Benzin um über 30 Cent. Hintergrund sind die durch den Krieg stark angestiegenen Rohölpreise. Es gibt aber auch Kritik an der Mineralölindustrie, dass die Preise im Verhältnis zum Ölpreis zu stark gestiegen seien. Der ADAC fordert eine Senkung der Energiesteuer. Nur so ließen sich Verbraucher schnell und wirksam entlasten.

Die ersten Preise vom Sonntag deuteten in der Tendenz auf einen leichten weiteren Anstieg der Spritpreise hin. Am Morgen – gemeinhin die teuerste Tankzeit – kostete Diesel dem ADAC zufolge im Schnitt 2,338 Euro und Super E10 2,150 Euro je Liter.

Sollte sich der Dieselpreis im Tagesverlauf auf diesem Niveau einpendeln, steht ein neues Allzeithoch ins Haus. Die starken Schwankungen der letzten Zeit machen Prognosen aber extrem unsicher.


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