Großbritannien will die Rettungsbemühungen für die europäischen Unternehmensteile von General Motors (GM) finanziell unterstützten. "Die britische Regierung ist bereit, ihren Beitrag zu leisten" sagte der britische Wirtschaftsminister Peter Mandelson am Donnerstag nach einem Gespräch mit Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in Berlin. Es müsse dazu aber eine langfristige Perspektive für GM Europe als Ganzes geben. Magna hatte Anfang Juni eine Absichtserklärung zum Einstieg bei Opel unterschrieben und verhandelt mit der Opel-Mutter GM über die Ausgestaltung des Abkommens. Für die Zeit der Verhandlungen stellt Deutschland einen staatlichen Überbrückungskredit in Höhe von 1,5 Milliarden Euro bereit. Guttenberg bekräftigte, dass es mit Magna nur eine unverbindliche Absichtserklärung gebe - die Gespräche könnten auch scheitern. Mandelson sagte, bei der Gewährung von Staatshilfen dürfe es keine Alleingänge geben. Die Hilfen müssten im Einklang mit den anderen europäischen Ländern und den Vorgaben der EU-Kommission stehen. Ziel müsse sein, einen europaweiten Autohersteller zu formen, der auch im weltweiten Wettbewerb bestehen könne. Mandelson bedankte sich bei der deutschen Regierung für die staatlichen Überbrückungshilfen und die Einrichtung einer Treuhandgesellschaft für die europäischen Unternehmensteile von GM. Guttenberg betonte, es sei Deutschland nie nur um die deutschen GM-Fabriken gegangen. In die Gespräche seien immer auch die anderen europäischen GM-Standorte einbezogen worden. Bundesregierung hat weiterhin Kontakte zu mehreren Opel-Interessenten Die Bundesregierung spricht trotz des vereinbarten Opel-Rettungspakets noch mit weiteren möglichen Investoren. Die Verhandlungen zwischen dem Opel-Mutterkonzern GM und dem kanadisch-österreichischen Zulieferer Magna könnten noch scheitern, sagte Guttenberg in Berlin. Für diesen Fall halte man Kontakte zu weiteren Interessenten. Darunter seien auch solche, die bislang nicht öffentlich bekannt seien. Die Übernahmegespräche liefen aber momentan "exklusiv" zwischen GM und Magna, bekräftigte Guttenberg. Magna hatte vor rund zwei Wochen eine unverbindliche Absichtserklärung zum Einstieg bei Opel unterschrieben. Für die Zeit der Verhandlungen stellt Deutschland einen staatlichen Überbrückungskredit von 1,5 Milliarden Euro bereit. Auch der US-Finanzierer Ripplewood, der chinesische Autobauer BAIC und der italienische Fiat-Konzern interessierten sich zuletzt für Opel. (dpa)
Staatshilfen: Großbritannien unterstützt GM-Rettungsbemühungen
Die britische Regierung ist bereit, die Rettungsbemühungen für die europäischen Unternehmensteile von GM finanziell zu unterstützten. Es müsse dazu aber eine langfristige Perspektive für GM Europe als Ganzes geben, hieß es.