Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) würde nach der Bundestagswahl im September gern im Amt bleiben. "Ich habe eine Reihe von Dingen angestoßen, die weit über die jetzige Wahlperiode hinausreichen", sagte der CSU-Politiker der "Mittelbayerischen Zeitung". "Allein daraus folgt, dass ich gerne bereit bin, das Amt des Verkehrsministers weiter auszuüben."
Dann würde er auch gern eine Maut für Autofahrer einführen. "Ich denke, dass in der nächsten Koalitionsvereinbarung entweder eine neue Art der Nutzerfinanzierung, Stichwort Maut, stehen muss. Oder aber die nächste Koalition verpflichtet sich, jedes Jahr mehr Milliarden in Infrastrukturprojekte zu investieren als zurzeit."
Dem Radiosender hr-info sagte Ramsauer: "Wenn sich die Koalitionspartner auf eine Vignette einigen sollten, dann dauert die Umsetzung, bis die erste Vignette auf der Windschutzscheibe klebt, zwei bis drei Jahre." Eine Vignette wie in der Schweiz sei das aus seiner Sicht sinnvollste Model. "Die Kasse klingelt am schnellsten", betonte er. Ziel sei es, auch ausländische Autofahrer an den Kosten der Verkehrsinfrastruktur zu beteiligen. (dpa)
Michael Kühn
faircar
Albert Vetterl