Careoss: Industrielle K&L-Prozesse

19.10.2026 05:34 Uhr | Lesezeit: 5 min
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Am 12. Juni dieses Jahres wurde mit der offiziellen Banddurchtrennung die Eröffnung des modernen Karosserie- und Lackzentrums gefeiert (v. l.): Wirtschaftsförderer Alexander Groll, Projektleiter Matthias Frey, Careoss-Geschäftsführer Nathanael Alain, Oberbürgermeister Richard Arnold, Betriebsleiter Matthias Bogel, Dieter Popp, Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd, und Careoss-Geschäftsführer Arthur Vogel.
©Foto: PDR-Team

Im Technikpark West, direkt an der B29 bei Schwäbisch Gmünd, ist ein beeindruckendes K&L-Zentrum entstanden. Mit Careoss Süd wollen die Bertreiber nicht nur in Sachen Hagel, sondern auch bei klassischen Unfallinstandsetzungen neue Maßstäbe setzen, was Qualität und Prozessgeschwindigkeit angeht.

Bis 24 Fahrzeuge pro Tag will man bei Careoss auf höchstem Niveau reparieren. Eine Verdopplung dieser Kapazität ist ebenso möglich wie ein weiterer Ausbau des gesamten Standorts.

Neue K&L Kompetenz in Rekordzeit

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Zwischen der Grundsteinlegung mit Spatenstich im Oktober 2025 und der Eröffnung von Careoss Süd Mitte Juni 2026 lagen nur rund acht Monate.
©Foto: Walter K. Pfauntsch

Nur rund acht Monate hat es gedauert, bis eines der modernsten Karosserie- und Lackzentren bundesweit eröffnet werden konnte – eine Leistung, auf die man wirklich stolz sein kann. So betonte Richard Arnold, Oberbürgermeister der Stadt Schwäbisch Gmünd, dass man gemeinsam vorhabe, Geschichte zu schreiben: "Wir freuen uns, ein junges, zukunftsorientiertes Unternehmen bei uns begrüßen zu dürfen. Das Konzept von Careoss hat uns vom Start weg begeistert, weswegen wir alles getan haben, um das Team um die Geschäftsführer Nathanael und Michael Alain sowie Arthur Vogel bestmöglich zu unterstützen."

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"Die Unterstützung der Stadt Schwäbisch Gmünd für unser Vorhaben war von Anfang an zu spüren. Nur so war es möglich, den Bau in Rekordzeit und ohne Probleme gemeinsam zu realisieren", konstatierte Matthias Frey, Projektleiter Careoss Süd.
©Foto: Walter K. Pfauntsch

Dazu gehörte unter anderem auch, auf dem Gelände Container mit temporären Wohnmöglichkeiten und einem großen Aufenthaltsraum für bis zu 36 saisonale Mitarbeiter zu ermöglichen, um die Stammkräfte tatkräftig zu unterstützen: "Wo ein Wille ist, ist selbst in einem von Bürokratie geprägten Land wie unserem immer ein Weg zu finden", kommentierte Arnold.

Ausbau problemlos machbar

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Da bei Hagelschäden oft vor allem das Dach betroffen ist, können die Fahrzeuge mit speziellen Kipphebebühnen im Boden versenkt werden. Dies ermöglicht ein ergonomisches Instandsetzen.
©Foto: Walter K. Pfauntsch

Das Gelände an der Alexander-von-Humboldt-Straße ist nach modernsten Reparaturprozessen geplant: von der Anlieferung der Unfallfahrzeuge aus einem Umkreis von bis zu 300 Kilometern bis zu deren Abtransport. Alle Pkw durchlaufen zunächst einen Eingangsscan mit dem hauseigenen Colibri-Scanner, um alle Schäden exakt zu bestimmen. Auf vier Vorbereitungs- und drei Maskierungsplätzen werden sie dann so präpariert, dass sie per Querverschubsystem in Richtung Lackierkabine, Zwei-Platz-Trockner und Finishbereich verbracht werden können.

Nach der manuellen Qualitätskontrolle schließt sich ein weiterer Scan an – bei Careoss wird nichts dem Zufall überlassen. Dies gilt auch für die Auftrags- und Werkstattplanung: Mit der hauseigenen Software WAP behält Betriebsleiter Matthias Bogel stets den Überblick. 24 Fahrzeuge pro Tag, 500 pro Monat und 6.000 pro Jahr sollen instandgesetzt werden – eine deutliche Steigerung der Kapazitäten über eine zweite Reparaturstraße ist bereits eingeplant.

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Auch Lackierroboter dürfen in einem K&L-Zentrum des Formats von Careoss Süd natürlich nicht fehlen.
©Foto: Walter K. Pfauntsch

Erweiterung möglich

Sollte der Standort so gut laufen wie von den Verantwortlichen erhofft, ist auch eine deutliche Erweiterung nicht ausgeschlossen: Von Anfang an wurde mit der Stadt Schwäbisch Gmünd die Option auf eine Zusatzfläche von weiteren 8.000 Quadratmetern ins Gesamtpaket mit einbezogen.

Die technischen Voraussetzungen sind jedenfalls gegeben: Von modernster Lackiertechnik, Hightech-Werkstattausstattung inklusive Robotern, Querverschubsystemen und Kipphebebühnen bis hin zu Wärmerückgewinnung oder Photovoltaik für ein möglichst energieautarkes Arbeiten ist bereits heute alles vorhanden.

Modernste Werkstatt-Ausstattung

1 Lackierkabine
1 Trockenkabine für zwei Fahrzeuge
(jeweils eine weitere Kabine ist bereits in Vorbereitung)
4 Vorbereitungsplätze
3 Maskierplätze
3 Finishplätze
Hebebühne
Querverschubsystem
Automatisierter Lackmischraum

Alle Lüftungsaggregate funktionieren mit Gas- und Warmwasserbeheizung und sind mit einer Ganzjahres-Wärmerückgewinnung ausgestattet. Die Waschanlage wird mit Regenwasser betrieben, eine Photovoltaikanlage soll das Gebäude möglichst energieautark machen helfen.

Über Careoss Süd

  • Investitionsvolumen 15 Mio. Euro
  • Grundstücksfläche 12.000 qm
  • Optionale Fläche
    für weiteren Ausbau 8.000 qm
  • Werkstattfläche 4.500 qm
  • Technikebene 800 qm
  • Bürofläche 600 qm
  • Maximale Mitarbeiterzahl 100
  • 30 Mitarbeiterwohnungen
    vor Ort für bis zu
    36 Mitarbeiter

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