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GTÜ: Kosmetik für Lack, Blech und mehr

01.04.2011 09:30 Uhr
Waschanlage
Für den perfekten Start in den Auto-Frühling gehört auch eine gründliche Wagenwäsche.
© Foto: GTÜ

Der Winter hat sich verabschiedet und dem warmen Lenz Platz gemacht. Nach Eis und Schnee sollte man nicht nur seinen Frühlingsgefühlen nachhängen, sondern auch sein Auto wieder auf Vordermann bringen.

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Schnee und Eis waren eine harte Belastungsprobe für viele Fahrzeuge. In den ersten warmen Frühlingstagen hat das Auto eine gründliche Pflege verdient. Jetzt sei eine große Wagenwäsche in der Waschstraße angesagt, raten die Experten der GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung. Dabei sollten der Unterboden und die Radläufe nicht vergessen werden. Denn dort halte sich das aggressive Salz des Winters am längsten. Automatische Waschanlagen bieten auch genau dafür entsprechend umfangreiche Wasch- und Pflegeprogramme. Eine zusätzliche Handwäsche an Falzen, Kanten und Ritzen ist laut der Überwachungsorganisation sinnvoll, denn Autowaschanlagen würden diese all zu häufig nur unzureichend säubern. Legt man selbst Hand an seinen Pkw an, sollte zur Reinigung ein weicher Schwamm, Waschhandschuhe oder geeignete Waschbürsten benutzen werden. Der "Nageldreck" des Autos sollte in kurzen Abständen gründlich ausgespült werden, damit Schmutzreste keine Kratzer im Lack hinterlassen. Vorsicht bei Hochdruckreinigern Hochdruckreiniger in der Hand von Laien können mehr Schaden als Nutzen stiften, warnt die GTÜ. Deshalb sollte man die Bedienungshinweise für Druck und Spritzabstand genauestens befolgen. Gefahr bestehe auch für die Reifen, die durch einen falschen Umgang mit dem Hochdruckreiniger – auch unsichtbar – beschädigt werden können. Die Motorwäsche sollte man besser dem Fachmann überlassen, damit nicht elektronische Bauteile durch unsachgemäße Handhabung Schaden leiden. Die Experten aus Stuttgart empfehlen eine anschließende Konservierung des Motorraums mit speziellem Schutzwachs. Gummi, Lack und Glas kontrollieren Nach der Außenreinigung sei eine Kontrolle von Gummidichtungen, Lack, Windschutzscheibe und Scheibenwischer angesagt. Gummidichtungen sollten mit Pflegemitteln wie etwa Silikonspray behandelt werden. Kleinere Einschlagstellen im Lack lassen sich auspolieren oder mit einem Lackstift behandeln. Eine abschließende Hartwachsversiegelung sollte man spätestens dann vornehmen, wenn auf dem sauberen Lack das Wasser nicht mehr deutlich abperlt. Bei der Kontrolle die Heckscheibenwischer nicht vergessen. Wenn die Wischerblätter leicht schmieren, könne man sie zuerst einmal mit Scheibenreiniger behandeln. Hilft auch das nicht, sollten sie ausgetauscht werden. Reparaturen kleinerer Steinschlagschäden der Windschutzscheibe werden von Fachwerkstätten durchgeführt und sind für Teilkaskoversicherte meist kostenlos. Innenraum gründlich reinigen Eine gründliche Fahrzeuginnenreinigung sei längst nicht nur eine Frage des persönlichen Sauberkeitsbedürfnisses. Feuchte und schmutzige Polster und Teppiche seien ideale Nährböden für Pilze und Bakterien. Chemische Geruchsvernichter helfen da nicht, sondern nur eine Grundreinigung: saugen und Fußmatten (eventuell mit einem Hochdruckreiniger) abwaschen. Für die Fußmatten sei keinesfalls ein Cockpitspray zu verwenden, sonst drohe Rutschgefahr. Selbst scheinbar saubere Scheiben seien häufig beschlagen, nicht zuletzt bedingt durch die Ausdünstungen der Kunststoffteile im Fahrzeuginnenraum, was besonders nachts die Blendung durch den Gegenverkehr verstärke. Mikrofasertücher und Glasreiniger sorgen hier wieder für echten Durchblick. Vorsicht ist angesagt bei der Reinigung des Dachhimmels. Zu starkes Reiben könne die Struktur zerstören oder zu hellen Stellen führen. Für die Sitze sollten geeignete Polster- oder Lederreiniger verwendet werden. Wenn es nach einer sorgfältigen Innenreinigung im Fahrzeug noch immer unangenehm riecht, könne auch die Klimaanlage schuld sein. In diesen Fällen sollte man in der Kfz-Fachwerkstatt Rat suchen. Frühlingscheck in der Fachwerkstatt Nach einem harten Winter sei laut der Überwachungsorganisation auch ein Sicherheitscheck in der Fachwerkstatt ratsam. Dort werden mit fachmännischem Blick die wichtigsten Funktionen des Autos überprüft. Dazu zählen die Sichtprüfung der Karosserie und Windschutzscheibe, der Check der Wischblätter und Scheibenwaschanlage, die Überprüfung von Bremsflüssigkeit, Kühlmittel und Motoröl sowie ein Batteriebelastungstest. Zudem werden Reifendruck und Profiltiefe gecheckt, die Bremsbelege und Bremsscheiben einer Sichtprüfung unterzogen sowie die Auspuffanlage, Bremsleitungen und der Fahrzeugunterboden kontrolliert. Räder wechseln nicht vergessen Sollen die Reifen vom letzten Sommer noch einmal montiert werden? Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 mm. Die GTÜ-Experten empfehlen jedoch zur Sicherheit für die zu montierenden Sommerreifen ein Restprofil von mindestens 3 mm und 4 mm bei Winterreifen. Beim Neukauf von Sommerreifen empfiehlt sich ein Blick auf die Vergleichstests unabhängiger Organisationen wie der GTÜ, denn selbst bei Markenreifen gibt es bemerkenswerte Unterschiede. Selbstmontage – aber richtig! Autobesitzern, die ihre Räder selbst wechseln, rät das Stuttgarter Unternehmen aus Gründen der Sicherheit unbedingt auf folgende Punkte zu achten: Man sollte sich genau seine gebrauchten Sommerpneus anschauen. Unregelmäßig abradierte Reifen deuten auf defekte Stoßdämpfer oder eine falsche (meist nachjustierbare) Fahrwerksgeometrie hin. Bei der Montage laufrichtungsgebundender Reifen sei darauf zu achten, dass der Pfeil auf der Reifenflanke an jeder Fahrzeugseite immer in Laufrichtung nach vorne zeige. Es sei empfehlenswert die Räder beim Wechseln nur von vorne nach hinten zu tauschen. Die Räder seien immer nur mit den dafür vorgesehenen Radschrauben zu montieren. Bei der Rädermontage sei auf das vom Hersteller vorgeschriebene Drehmoment (steht in der Betriebsanleitung) zu achten. Dazu benötige man neben dem normalen Radkreuz einen Drehmomentschlüssel. Zu wenig sei allerdings genauso schädlich wie zu viel. Bei zu stark angezogenen Radschrauben werden die selbstsichernden Materialeigenschaften aus der Verbindung Felge/Radschraube in Mitleidenschaft gezogen. Unmittelbar nach der Montage sei für den richtigen Reifenfülldruck (steht in der Betriebsanleitung, im Tankdeckel oder im Einstieg der Fahrertür) zu sorgen. Dabei sei auch das Reserverad (sofern vorhanden) nicht zu vergessen! (ses)

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