Die ADAC Hauptversammlung in Speyer hat den Kurs von Europas größtem Verein bestätigt: Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Mitgliedschaften, der Erhalt der Leistungsfähigkeit und weiteres Mitgliederwachstum trafen auf die Zustimmung der rund 240 Delegierten aus ganz Deutschland.
Alle 9 Sekunden braucht jemand den ADAC
ADAC Präsident Christian Reinicke konnte auf der Versammlung auch auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurückblicken: Das Wachstum von rund 490.000 auf 22,7 Millionen Mitglieder im vergangenen Jahr unterstreiche die Relevanz des ADAC – gerade in unsicheren Zeiten. Denn trotz der zunehmend herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werde es "keine Abstriche an Leistungsfähigkeit und Qualität" geben, so Reinicke.
Seinen Worten zufolge wurde im Jahr 2025 wurde die Kernleistung des ADAC erneut stark nachgefragt: Durchschnittlich alle 9 Sekunden wurde in Deutschland die Hilfe des ADAC beansprucht, insgesamt über 3,7 Millionen Mal. Und auch für 2026 rechnet der Club mit einer hohen Nachfrage.
Dem Club laufen die Kosten davon
Vor dem Hintergrund der zuletzt stark gestiegenen Kosten insbesondere für Energie, Personal, Ersatzteile, Abschlepp- und Werkstattleistungen schloss der ADAC das Geschäftsjahr 2025 allerdings mit einem negativen Jahresergebnis von 17 Millionen Euro ab.
Um die Leistungen dennoch weiterhin im gewohnten Umfang und der von den Kunden erwarteten Zuverlässigkeit sowie Qualität erbringen zu können, beschlossen die Delegierten auf der ADAC Hauptversammlung, die Beiträge für die ADAC Mitgliedschaft nach mehr als sechs Jahren Beitragsstabilität anzupassen.
Prämienanpassung beschlossen
Die Preise für Einzelmitglieder steigen ab 1.1.2027. Abhängig von der gewählten Mitgliedschaft sollen die Beiträge um 10 bis 35 Euro im Jahr angehoben werden. Gleichzeitig werden "Leistungen angemessen erweitert sowie auch Leistungsgrenzen etwa für das Abschleppen erhöht".
Für die Weiterentwicklung der Mitgliedschaft setzt der ADAC auch auf neue Themen wie die Unterstützung bei der Vorsorge sowie Serviceleistungen in den Bereichen Gesundheit und Zuhause. Hier hat sich bereits der ADAC Schlüsselnotdienst etabliert.
Hillebrand-Nachfolger gefunden
Zum neuen ADAC Verkehrspräsidenten wählten die Delegierten den Professor für Fahrzeugtechnik an der Hochschule Trier, Prof. Dr. Peter König. Der 57-Jährige ist im ADAC Mittelrhein bereits ehrenamtlicher Vorstand für Verkehr und Technik und engagiert sich seit Jahren für Themen der Verkehrssicherheit sowie für sichere und effiziente Verkehrskonzepte. Er tritt für bezahlbare Mobilität und Technologieoffenheit ein. König folgt auf Gerhard Hillebrand, der Ende Januar dieses Jahres von seinem Amt zurückgetreten war (wir berichteten). Hillebrands Aufgaben hatte in den vergangenen Monaten kommissarisch ADAC-Technikpräsident Karsten Schulze mit übernommen.
"ADAC bleibt Sicherheitsanker"
Unter dem Applaus der Delegierten erklärte ADAC Präsident Reinicke auf der Hauptversammlungb in Speyer: "In einer Welt voller Umbrüche und Unsicherheiten bleibt der ADAC das, was seine Mitglieder von ihm erwarten: ein verlässlicher Partner, ein unabhängiger Ratgeber und ein Sicherheitsanker – für immer mehr Menschen und auch über den Bereich der Mobilität hinaus.“