Manfred Paul GmbH: Ökologische Verantwortung im Werkstattalltag

08.04.2026 14:49 Uhr | Lesezeit: 5 min
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Von der LED-Lampe über energieschonende Lacke bis zur Photovoltaikanlage auf dem Dach: Die Manfred Paul GmbH aus Reutlingen investiert bereits seit Jahren in nachhaltige Prozesse.
© Foto: Axalta / Identica

Photovoltaik, LED-Technik, Wärmepumpen, energieeffiziente Lackiersysteme und papierlose Prozesse: Die Manfred Paul GmbH aus Reutlingen zeigt, wie sich Nachhaltigkeit Schritt für Schritt im Werkstattalltag verankern lässt.

Der IDENTICA Partnerbetrieb verbindet ökologische Verantwortung mit wirtschaftlicher Effizienz – und macht deutlich, welches Potenzial auch in der Kfz-Reparaturbranche noch steckt.

Nachhaltigkeit ist seit Jahren ein zentrales Thema in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Auch in der Kfz-Reparaturbranche wird intensiv darüber diskutiert, wie sich Prozesse ressourcenschonender und klimafreundlicher gestalten lassen. Gleichzeitig zeigt die Praxis: Gerade im Werkstattalltag gibt es noch erhebliches Potenzial. Dabei sind es oft bereits kleine Stellschrauben, die eine spürbare Wirkung entfalten können.

Wie konsequent sich nachhaltige Maßnahmen umsetzen lassen, zeigt die Manfred Paul GmbH aus Reutlingen. Der IDENTICA Partnerbetrieb hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Prozesse hinterfragt und Schritt für Schritt angepasst, um seinen ökologischen Fußabdruck systematisch zu reduzieren. Der Impuls dazu kam bereits vor der Corona-Pandemie. "Ich habe mich damals gefragt: Was können wir hier im Betrieb konkret verändern, statt nur darüber zu sprechen?", erinnert sich Inhaber Manfred Paul. "Nachhaltigkeit darf kein Schlagwort bleiben. Sie muss im Alltag stattfinden."

Energieeffizienz als Grundlage

Ein wichtiger Schritt war die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Hallendach. Ergänzend wurden sämtliche Leuchtmittel auf LED-Technik umgestellt. Die Büros werden heute über Wärmepumpen beheizt, zusätzlich wird die Heizungsanlage über eine Zeituhr gesteuert, um Energie gezielt einzusparen. „Gerade bei Energie und Beleuchtung gibt es schnell messbare Erfolge“, so Paul. Und auch im Fuhrpark wurde frühzeitig umgestellt: Bereits vor vier Jahren integrierte der Betrieb erste E-Fahrzeuge

Lackiertechnik mit reduziertem Energieeinsatz

Im Reparaturprozess setzt die Manfred Paul GmbH seit einiger Zeit auf energieschonende, lufttrocknende Lacke von Standox. Der Standocryl VOC-Xtreme-Plus-Klarlack K9600 ermöglicht eine schnelle Trocknung bei niedrigen Temperaturen – bereits bei 20 °C in 20 bis 40 Minuten. Ergänzt wird das System durch den Standox VOC-Xtreme-Füller U7670 und den Standoflash UV-A-Füller U7120, die ebenfalls außergewöhnlich schnell trocknen und unmittelbar weiterbearbeitet werden können. "Die Umstellung auf das VOC-Xtreme-System hat unsere Prozesse deutlich effizienter gemacht", erklärt Paul. "Und das Wichtigste: Unsere Mitarbeitenden sind begeistert von den Produkten. Sie sehen selbst, dass die Verarbeitung schneller geht und die Ergebnisse stimmen."

Zusätzlich wurde das vollautomatische Mischsystem Axalta Iris Mix angeschafft, das zu 50 Prozent aus recyceltem Kunststoff besteht. Während der Lack gemischt wird, können Mitarbeitende andere Aufgaben übernehmen. Auch das sorgt für effizientere Abläufe. Zumal die Anlage sehr präzise arbeitet und schon nach wenigen Minuten den perfekten Farbton fertiggemacht hat. Für den Unternehmer ist klar: "Nachhaltigkeit und Effizienz schließen sich nicht aus. Im Gegenteil: Wenn Prozesse sauber laufen und weniger Energie verbrauchen, profitieren Umwelt und Betrieb gleichermaßen."

Organisatorische Schritte und langfristige Ziele

Neben technischen Investitionen setzt der Betrieb auf organisatorische Veränderungen. Das Büro wird derzeit vollständig auf papierlose Prozesse umgestellt. Ende 2025 startete die Manfred Paul GmbH zudem eine Baumpflanzaktion mit Plant-my-Tree: Für jeden Auftrag ab 1.000 Euro wird ein Baum in Schleswig-Holstein gepflanzt.

Ein langfristiges Ziel ist die vollständige CO₂-Neutralität. Die Klimaneutralitätsstufe Scope 2 wurde bereits erreicht. "Natürlich sind größere Projekte auch mit Investitionen verbunden“, sagt Paul. „Aber langfristig zahlt sich das aus. Und am Ende geht es auch darum, Verantwortung zu übernehmen. Wir wollen, dass auch die nächste Generation noch gute Bedingungen vorfindet."

Nachhaltigkeit im Netzwerk verankert

IDENTICA legt großen Wert auf nachhaltige und umweltschonende Lackierverfahren. Durch den Einsatz ressourcenschonender Technologien und innovativer Lackprodukte unterstützt das Werkstattsystem seine Partnerbetriebe dabei, Emissionen zu reduzieren und Prozesse effizienter zu gestalten. Margarita Debos, Axalta Netzwerke Managerin: "Nachhaltigkeit beginnt nicht bei großen Ankündigungen, sondern bei konkreten Maßnahmen im Betrieb. IDENTICA schafft den Rahmen – durch nachhaltige Lacktechnologien, Beratung und Erfahrungsaustausch im Netzwerk. Betriebe wie die Manfred Paul GmbH zeigen, wie sich dieser Rahmen mit Leben füllen lässt."

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