Das Erlebnis Berufsverband brachte der ZKF auf der diesjährigen Automechanika an drei Ständen seinen interessierten Besuchern und Mitgliedern näher. Höhepunkte wurden v.a. am Hauptstand in der Halle 11.1 Stand D64 präsentiert, aber auch in der Festhalle 2.0 Stand A31 "Ambition" sowie auf dem Freigelände 11 am Stand F11 A41 im Themenzelt "Caravan-Competence". Dort erhielten Besucher und Werkstätten Antworten auf die wichtigsten Themen, die die Branche betreffen.
"Mit unseren verschiedenen Ständen zeigen wir dabei die vielfältigen Möglichkeiten und Potenziale des Karosserie- und Fahrzeugbauer-Handwerks auf", so ZKF-Präsident Arndt Hürter, der das starke Engagement seines Verbandes auf der internationalen Leitmesse für Werkstätten und Werkstattausrüster herausstellte.
Hauptgeschäftsführer Thomas Aukamm erklärte, "auf unserem Gemeinschaftsstand präsentierten wir einen Messeauftritt, in dem die Themen Karosserie und Lack erlebbar und eindrucksvoll für das Publikum im Vordergrund standen".
Im Mittelpunkt in der Festhalle stand die Nachwuchswerbung. Highlight dort ist die Herstellung von zwei "HOT ROD Karosserien" für die Mission "BUILD A HOT ROD". Gemeinsam mit dem ZDK/BIV und dem Bundesverband Fahrzeuglackierer (BFL) im Bundesverband Farbe Gestaltung, Bautenschutz wurde das Thema Ausbildung und Nachwuchswerbung rund um die Autoberufe mit dem ZKF präsentiert. Dort hatten Schüler und Junggebliebene Besucher die Möglichkeit, den Produktionsprozess eines KFZ selbst zu erleben.
Im Themenzelt "Caravan Competence" informierte der ZKF über die professionelle Reparatur von Reisemobilen und Caravans. Durch Praxisbeispiele und Live-Vorführungen konnten Besucher mehr über die Reparatur von Freizeitfahrzeugen erfahren und sich über die Zertifizierung zum "Caravan-Fachbetrieb" informieren, deren Netzwerk mittlerweile bundesweit über 155 Karosserie-Fachbetriebe angehören.
Veranstaltungen und Aktivitäten mit Teilnahme des ZKF
Bei Veranstaltungen innerhalb der Automechanika, wie der am Freitag stattgefundene Schadentalk mit Teilnahme des ZKF-Hauptgeschäftsführers Thomas Aukamm und weiterer Branchenakteure im Schaden-Business zeigte Auswirkungen und strategischen Entscheidungen für Unternehmen auf, verursacht durch veränderte wirtschaftliche und neue rechtliche Rahmenbe-dingungen, sinkendes Reparaturvolumen, aber auch den Problemen der Transformation und der Nachhaltigkeit in den Betrieben. Innerhalb einer der drei Talkrunden stand der Themenbe-reich Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Die Talkrunde ging den Fragen nach, ob neue Standards für mehr Nachhaltigkeit in der Unfallinstandsetzung nur mehr Bürokratie oder eine echte Chance bieten werden.
Lösungsansätze bietet nach Aussage des ZKF dabei der veröffentlichte „Zukunfts-Kompass Karosserie-, Lackier- & Fahrzeugtechnik“ als Gemeinschaftsprojekt des Zentralverbands Ka-rosserie- und Fahrzeugtechnik e.V. (ZKF), Bundesverband Fahrzeuglackierer (BFL), Zentral-verband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Bundesinnungsverband des Kraftfahrzeug-handwerks (BIV), und dem Bundesverbandes der Partnerwerkstätten e.V. (BVdP), der unter dem Dach der Interessengemeinschaft für Fahrzeugtechnik und Lackierung e. V. (IFL) realisiert wurde. Für die Verbände war es wichtig, eine unabhängige Lösung zu entwickeln, die zum ei-nen die Besonderheiten des Kfz-, Karosserie- und Fahrzeuglackierhandwerks abbildet und im Betriebsalltag den administrativen Aufwand in Grenzen hält.
Was ist der Zukunfts-Kompass Karosserie-, Lackier- & Fahrzeugtechnik und wo ist eine Teilnahme möglich? Mit dem Zukunfts-Kompass erhielten Kfz-Betriebe kostenlos ein praxisgerechtes Tool, mit dem EU-Vorgaben zur Nachhaltigkeitsberichterstattung mit geringem bürokratischem Aufwand umgesetzt werden können. Der Zukunfts-Kompass bildet dabei die Besonderheiten des Kfz-, Karosserie- und Fahrzeuglackierhandwerks ab. Das Tool führt Schritt für Schritt durch einen Fragebogen. Im Anschluss wird ein Nachhaltigkeitsbericht, der mit dem europäischen freiwilligen Berichtsstandard (VS) konform ist, bereitgestellt. Generell besteht bei kleineren Handwerksbetrieben aufgrund der bestehenden Grenzwerte keine Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. In der Praxis fordern jedoch berichtspflichtige Unternehmen sowie Banken bei Kreditvergaben zunehmend Auskunft über die Nachhaltigkeit ihrer Geschäftspartner. Interessierte Betriebe können unter https://kfz.zukunfts-kompass-handwerk.de teilnehmen und sich registrieren. Weitere Fragen beantworten die Ansprechpartner in den Fachverbänden oder aber auch die Handwerkskammern vor Ort.
Wo war der ZKF auf der Automechanika vertreten und was wurde gezeigt?
Gemeinschaftsstand | Halle 11.1 Stand D64: Am ZKF-Gemeinschaftsstand in der Halle 11.1 D64 wurden z.B. aktuelle Techniken rund um die Instandsetzung mit folgenden Ausstellern gezeigt: Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik e. V. (ZKF), EUROGARANT AutoService AG, Interessengemeinschaft für Fahrzeugtechnik und Lackierung e. V. (IFL), Kraftfahrzeugtechnische Dienstleistungen GmbH (KTD), Fahrzeug + Karosserie (Vogel Communication Group GmbH & Co.KG), KTI Kraftfahrzeugtechnisches Insti-tut und Karosseriewerkstätte GmbH & Co. KG und Peter Kwasny GmbH.
Nachwuchswerbung am Ausbildungsstand | Festhalle 2.0 Stand A31 "Ambition": Am Berufsausbildungsstand stand das Kennenlernen zum Beruf des Karosserie- und Fahr-zeugbaumechaniker/-in interessierten Besuchern in der Lehrwerkstatt durch eigenes Mitmachen mit Blechumformung in Form eines Blechauto-Biegemodell und Schmuckschälchen im Mittelpunkt. Ein weiteres Highlight war die Herstellung von zwei "HOT ROD Karosserien" für die Mission "BUILD A HOT ROD", welches vom Influencer Duo "Schrauberblog" der Außendarstellung des Berufes dient.
Themenzelt Caravan-Competence | Freigelände Halle F 11 Stand A41: Auf dem Freigelände vor der Halle 11 am Stand F11 A41 drehte sich alles um die professionelle Instandsetzung von Caravan und Reisemobilen. Der Themenschwerpunkt "Caravan-Competence" wurde zusammen mit Axalta Coatings Systems Germany GmbH & Co. KG, Caravaning Gutachter Fachverband e. V. (CGF), Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) und Mirka GmbH mit technischen Lösungen und Informationen rund um die Unfallinstandsetzung von Reisemobilen und Wohnwagen vorgestellt.
Tägliche Live-Vorführungen und Branchentalks ergänzten das Angebot im Themenzelt. Fachbesucher konnten sich ebenfalls über die seit 2015 bestehende Auszeichnung des "Caravan-Fachbetrieb" informieren und erfuhren, unter welchen Voraussetzungen ein Betrieb das Zeichen führen darf und was die Besonderheiten dieses Geschäftsfeldes auszeichnet.
Ergänzend auf der Veranstaltungsfläche in der Academy (Halle 11.1) wurde an zwei Tagen jeweils ein Experten-Talk zur Unfallinstandsetzung von Caravan und Reisemobilen veranstaltet. Besuchern wurde dabei aufgezeigt, wie Unternehmen vom Caravan-/Reisemobil-Geschäft profitieren und worauf es bei der Unfallreparatur ankommt.