Im besonderen Fokus der diesjährigen Automechanika standen die Key-Themen der Transformation, so zum Beispiel die digitale Transformation, künstliche Intelligenz (KI), die Verarbeitung von Fahrzeugdaten und Softwarelösungen für Werkstätten. Neben diesen "Zukunftstechnologien" war zugleich eine starke Technologieoffenheit erkennbar: Neben der überall gegenwärtigen Elektromobilität wurden vielfach auch innovative Antriebskonzepte gezeigt. Kurzum: Alternative Antriebe prägten viele Präsentationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit
Wichtig in diesem Zusammenhang war auch der Themenschwerpunkt Remanufacturing & Kreislaufwirtschaft: In diesem Bereich gewannen nachhaltige Wiederaufbereitungsprozesse – gerade auch von Herstellern und Zulieferern – stark an Relevanz. Passend zur inzwischen in Kraft getretenen, neuen Altautoverordnung präsentierte sich in Frankfurt der "Verein Nachhaltige Kfz-Reparatur e.V.", der das speziell für Karosserie- und Lackierbetriebe entwickelte Nachhaltigkeitszertifikat "zyrcle" offiziell vorstellte (siehe auch gesonderte Meldung zum Thema von heute).
Klassik, Nachwuchs und Wissen
Ein weiteres Highlight war das Classic-Car-Areal in Halle 11.1: Das Veranstaltungskonzepzt – u. a. mit der FIVA, Bosch und Opel Classic – bündelte die Expertise für Old- und Youngtimer. Neben Live-Restaurierungen und Fachvorträgen wurde hier auch der "Goldene Klassiker" von Auto Bild Klassik verliehen.
Automechanika 2026 - Impressionen
In der Festhalle ging das Nachwuchs- und Entertainment-Format "Ambition" vergrößert in die zweite Runde. Über 4.600 Schüler, Auszubildende und Studierende nutzten die Plattform zur Berufsorientierung im Kfz-Handwerk. Und in puncto Wissensvermittlung boten die Academy & Workshops ein dichtes Programm zu neuen Werkstattlösungen und zur Zukunftsmobilität.
Roboter gegen den Fachkräftemangel
Für freie Karosserie- und Lackierfachbetriebe, aber auch Autohäuser mit eigener Lackiererei sehr interessant war der Robotik-Schwerpunkt, den insbesondere die Firmen SATA und SEHON in der praktischen Anwendung zeigten. Klar ist dabei, dass Roboterlackierung künftig eine entscheidende Bertriebseinrichtung sein kann, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken und auch, um Arbeitsspitzen abbauen bzw. beherrschbar machen zu können.
Spezial-Dienstleister
Wie immer stark mit mehreren Messeständen bzw. auch bei den Zentralverbänden des Deutschen Kfz-Gewerbes sowie der Karosserie- und Fahrzeugbauer (ZDK und ZKF) vertreten war Außenhaut-Instandsetzungsspezialist Carbon aus Eigeltingen am Bodensee. Erfrischend auch die Präsenz vor allem von DEKRA, den großen TÜV sowie der GTÜ und weiteren Spezialgutachtern beispielsweise vom Caravaning Gutachter Fachverband (CGF). Den Schadenmarkt deckten desweiteren alle renommierten Branchen-Dienstleister in Frankfurt mit ab. Am Freitagnachmittag schließlich lud Christian Simmert wieder zu seinem traditionellen Schadentalk, wo er neben diversen Schadensteuerern, Versicherungen und Lackmarken auch weitere Teilnehmer aus anderen Bereichen zu entsprechenden Diskussionsrunden geladen hatte.
Ausblick auf 2028
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Veranstaltung steht der Termin für die nächste Automechanika in Frankfurt bereits fest. Sie soll vom 5. bis 9. September 2028 stattfinden.
In unserer heutigen Ausgabe des AUTOHAUS-Schadenmanager erfahren Sie u.a. mehr über die diesjährigen Sieger der Automechanika Innovation-Awards. Unsere Bildergalerie vermittelt zudem nochmals einige Eindrücke von den Messeständen in der vergangenen Woche.