Mit ihrer Unternehmenszentrale an der Bornheimer Straße prägt die Autohandelsgruppe RKG Rau Mobility seit Jahrzehnten das Automobilgeschäft in Köln und Bonn. Nun unterzieht das Handelshaus seinen wichtigsten Standort einer grundlegenden Transformation. Der Umbau reicht von der Modernisierung der Gebäude über neue Kunden- und Verkehrswege bis hin zu einer umfassenden energetischen Erneuerung.
Die RKG nutzt die umfangreiche Baumaßnahme bewusst als Zukunftsinvestition. "Wir haben uns aktiv dafür entschieden, jetzt zu investieren. Wir glauben an den Standort und an unser Geschäft. Und wir wollen uns im Markt noch besser platzieren", sagt André Garrels, Konzerngeschäftsführer der RKG Rau Mobility, im Gespräch mit AUTOHAUS.
Der Standort an der Bornheimer Straße ist für die Gruppe von zentraler Bedeutung. Hier sind Verkauf, Service und die wichtigsten Verwaltungsfunktionen gebündelt. Neben IT, Marketing, Personal und Buchhaltung befindet sich auch die Geschäftsführung in Bonn. "Das ist unsere Hauptzentrale und der zentrale Standort für den Wirtschaftsraum Bonn – und damit auch unser Aushängeschild", so Garrels.
Modernisierungsschub
Die Ursprünge des Standorts reichen bis ins Jahr 1977 zurück, als die RKG von der Bonner Kölnstraße an die heutige Bornheimer Straße umzog. In den vergangenen Jahrzehnten wurde die Immobilie mehrfach erweitert. Eine grundlegende Modernisierung blieb jedoch aus. "In den vergangenen zweieinhalb Jahren hat hier eine Transformation vom Jahr 1977 ins Jahr 2026 stattgefunden", sagt Kai-Uwe Frank, Konzerngeschäftsführer der RKG Rau Mobility. "Viele Bereiche waren noch auf dem Stand der Siebziger- und Achtzigerjahre. Jetzt sind wir für die Zukunft bestens aufgestellt."
Der offizielle Baustart erfolgte im Mai 2024. Seitdem wurden sowohl die Gebäude als auch die gesamte Außeninfrastruktur grundlegend überarbeitet. Die Fertigstellung ist für Dezember 2026 vorgesehen – und damit rechtzeitig für das 100-jährige Firmenjubiläum im kommenden Jahr.
RKG modernisiert Hauptstandort in Bonn
Denn die RKG hat eine beeindruckende Erfolgsgeschichte hingelegt. Bereits kurz nach der Firmengründung 1927 begann am 1. Januar 1928 das Vertragsverhältnis mit der Daimler-Benz AG. Heute gehört die RKG zur in Köln ansässigen Rau Gruppe und verfügt über sechs Servicebetriebe und sechs Verkaufshäuser verteilt über den Wirtschaftsraum Bonn Rhein-Sieg und Köln mit insgesamt 700 Mitarbeitern. Mit der "RKG Markenwelt" wurde das Markenportfolio um Opel, Fiat, Fiat Professional, Jeep, Alfa Romeo und Abarth erweitert.
Mercedes-Benz im Mittelpunkt
Zwar ist die Integration der "RKG Markenwelt" am Bonner Standort ein Teil der Umstrukturierung, der Fokus liegt jedoch auf der Kernmarke. "Wir wollen Mercedes-Benz im Bonner Wirtschaftsraum noch zukunftsfähiger machen", betont Garrels. Dazu wurden die Gebäude optisch an die MAR20x-Standards angepasst. Neue Fassadenelemente, modernisierte Auslieferungsbereiche und überarbeitete Präsentationsflächen sorgen heute für einen deutlich zeitgemäßeren Auftritt. Als AMG Performance Center nimmt der Standort zudem eine besondere Rolle in der Region ein.
Ein Schwerpunkt lag auf der Neugestaltung der Customer Journey. Neue Wegeführungen, zusätzliche Stellplätze, übersichtlichere Verkehrsströme und modernisierte Kundenbereiche sollen den Aufenthalt deutlich angenehmer machen. "Die Sichtbarkeit wurde erhöht und die gesamte Kundenerfahrung deutlich verbessert", berichtet Frank. Auch hinter den Kulissen wurden Prozesse optimiert und Anlieferungswege, Entsorgungsflächen sowie interne Logistik neu strukturiert.
Effizienz beim Umbau und im Betrieb
Um den Umbau während des laufenden Geschäfts realisieren zu können wurden die Arbeiten laut Michael Hartmond, Leiter Facility Management, so organisiert, dass immer einzelne Bereiche weiterarbeiten konnten. Vor allem die Tiefbauarbeiten verlangten allen Beteiligten einiges ab. Neben neuen Parkflächen wurden Grünanlagen geschaffen und die komplette Entwässerungs- und Kanalinfrastruktur erneuert.
Neben der optischen und funktionalen Modernisierung spielte die Energieeffizienz eine zentrale Rolle. Neue Fenster mit verbesserten Dämmwerten und moderne LED-Beleuchtung senken den Energieverbrauch. Das Gebäude wird bereits heute über Fernwärme versorgt. Darüber hinaus sind die Voraussetzungen für eine spätere Photovoltaikanlage geschaffen worden. Ein neuer Transformator wurde bereits entsprechend ausgelegt. Mit umfangreicher Ladeinfrastruktur – darunter alleine zwölf Ladepunkte in Reihe entlang des Heinrich-Böll-Rings – gehört RKG zu den größeren Ladeparks im Raum Bonn.