Nachrichten
Nachrichten

Digitale Defizite in Werkstätten

Studie
Digitale Defizite in Werkstätten
Reparaturen digital sichtbar zu machen, wird immer wichtiger.
© Foto: vectorfusionart/Fotolia

Im Internet Preise vergleichen, über die App einen Tisch im Restaurant buchen – mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. Doch im Kfz-Service sind solche Online-Dienste kaum verbreitet. Eine Studie zeigt, warum das so ist.

Autokäufer denken und handeln zunehmend digital – Werkstätten nicht. Mit Ausnahme der Terminvereinbarung seien Online-Services in Kfz-Betrieben bislang Mangelware, heißt es in eine aktuellen Studie von Dekra und dem Marktforschungsinstitut Ipsos. Die Branche werden sich aber immer mehr dem Trend der Zeit anpassen und Reparaturen digital sichtbar machen müssen.

Die Umfrage unter 1.000 Neu- und Gebrauchtwagenkäufern macht deutlich: Noch ist der Veränderungsdruck auf die Betriebe zu gering. So wenden sich knapp 50 Prozent der Befragten bei Wartungs- und Reparaturarbeiten in der Regel an eine Vertragswerkstatt. Mehr als zwei Drittel bevorzugen dabei den persönlichen oder telefonischen Kontakt. Und: Drei von vier Autofahrern haben noch nie eine Werkstatt per E-Mail oder über das Internet angeschrieben.

Gleichwohl sind 38 Prozent der Autobesitzer an einer speziellen Werkstatt-App zur Kontaktaufnahme interessiert. Eine solche Anwendung sollte dann auf jeden Fall über die Verfügbarkeit von Serviceterminen und Rabattaktionen informieren. Rund 50 Prozent der Befragten würden gerne über die Homepage des Kfz-Betriebs Einsicht in Wartungsintervalle und -termine, den Status eines Auftrags oder Werkstattrechnungen nehmen können. 36 Prozent bekunden zudem Interesse daran, die Reparatur digital abzubilden – darunter wünscht sich der größte Anteil Fotos der Arbeiten.

Serviceportale und Teilekauf im Internet

Aus der Studie geht ebenfalls hervor, dass Werkstattportale in ihrer Bedeutung nicht überschätzt werden dürfen. So kennen zwar 25 Prozent der Befragten die Online-Servicevermittler, und 20 Prozent haben auch schon einmal ein solchen Service in Anspruch genommen. Doch für die größte Gruppe – 46 Prozent –  kommt das nicht in Frage.

Außerdem befassten sich die Studienautoren mit dem Teilekauf im Internet. Laut Dekra wissen 84 Prozent der Befragten, dass dies grundsätzlich möglich ist. Ein Drittel davon erwirbt Teile im Netz. Dabei wünscht sich mehr als die Hälfte, dass Werkstätten auch mitgebrachte Teile einbauen. (AH)

Artikel jetzt ...

© Copyright 2018 AUTOHAUS online

Kommentar
Ihr Kommentar zum Artikel
Ihr Kommentar zum Artikel

AUTOHAUS ist ein Fachmedium für die Automobilwirtschaft. Die qualifizierte Meinung unserer Online-Nutzer zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen.
Vielen Dank!

Artikel jetzt ...

mit anderen teilen per

© Copyright 2018 AUTOHAUS online

Newsletter
Newsletter
Schon gelesen?
Die Top-Nachrichten