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Dekra "Safety Check": Junge Fahrer in alten Kisten

Die Fahrzeuge von jungen Autofahrern haben nach wie vor teilweise gravierende Sicherheitsmängel.
© Foto: DEKRA Automobil GmbH

Die Mängelquote nimmt über die letzten Jahre betrachtet leicht ab. Doch vor allem die Jüngeren sitzen oft in fehlerhaften Autos.

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Die Fahrzeuge von jungen Autofahrern haben nach wie vor teilweise gravierende Sicherheitsmängel. Laut der zehnten Auflage der Verkehrssicherheitsaktion "Safety Check", die die Dekra in Kooperation mit der Deutschen Verkehrswacht und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat veranstaltet, stellten die Prüfer bei fast drei Vierteln der Autos Mängel fest.

Rund 15.000 junge Fahrer hatten ihre Fahrzeuge bundesweit kostenlos untersuchen lassen. Sie waren vor allem aus Kostengründen oft mit alten Autos unterwegs. So lag der Altersdurchschnitt bei 12,3 Jahren, drei Jahre mehr als beim Pkw-Gesamtbestand in Deutschland. Laut Auswertung steigt die Mängelquote mit zunehmendem Fahrzeugalter stark an. Bei den weniger als drei Jahre alten Fahrzeugen liegt sie bei 28 Prozent. Im Alter von sieben bis neun Jahren steigt sie auf 66 Prozent, bei den 13- bis 15-jährigen auf 83 Prozent.

Auch bei den Baugruppen bleibt das Bild fast unverändert: 46 Prozent aller Fahrzeuge hatten Mängel an Fahrwerk, Rädern/Reifen und Karosserie, 40 Prozent an Beleuchtung, Elektrik und Elektronik, 33 Prozent an der Bremsanlage.

Insgesamt zeigt die Mängelquote über die letzten Jahre eine leicht abnehmende Tendenz. "Beim Einsatz für die Verkehrssicherheit sind Beharrlichkeit und Geduld gefragt. Nachhaltige Wirkungen zeigen sich langsam", sagte Gerd Neumann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Dekra Automobil GmbH. "Vor fünf Jahren lag die Mängelquote noch bei 81 Prozent, heute sind es noch 73 Prozent. Das macht einerseits Mut. Andererseits bedeuten diese Zahlen aber auch: Immer noch stellen unsere Sachverständigen fast bei drei von vier Fahrzeugen technische Mängel fest. Es bleibt also noch viel zu tun."

Sicherheitssystemen auf dem Vormarsch

Die Ausstattungsquote mit elektronischen Sicherheitssystemen steigt weiter auch bei den älteren Fahrzeugen. Neun von zehn Fahrzeugen beim Safety Check 2016 waren mit ABS (91,6 Prozent) und Airbag (92,9 Prozent) ausgestattet. Sechs von zehn Fahrzeugen (60,7 Prozent) hatten ESP/ASR an Bord. Keines der drei Systeme hatten nur noch 6,4 Prozent der untersuchten Fahrzeuge verbaut.

Wie wichtig es ist, diese Systeme auf ihre Funktionsfähigkeit zu prüfen, beweisen laut Dekra die Ergebnisse auch 2016: 6,0 Prozent der ESP/ASR-Systeme, 2,5 Prozent der Airbags und 2,1 Prozent der Antiblockiersysteme mussten bemängelt werden. (se)

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KOMMENTARE


Uwe Gebehenne

07.10.2016 - 07:34 Uhr

Leider ist das Geld nur beschränkt verfügbar, somit bleibt bei SF 0 (240%) nur wenig Luft für den fahrbaren Untersatz. Da aber die Fahrzeugwahl nur durch das Gesamtgewicht (3,5t) beschränkt wird, bleibt so auch Raum, um Begehrlichkeiten junger Fahrer zu erfüllen. So werden junge Leute, die auf modernsten Fahrzeugen gelernt haben, mit Ihrem Führerschein "in die Vergangenheit des Kfz" geschickt. Alte Fahrzeug sind eben günstiger zu haben. Beim Motorradführerschein wurden damals Beschränkungen (max. 25 kW, 0,16 kW/kg) eingeführt und die Unfallzahlen drastisch gesenkt. Ähnliches sollte beim PKW eingeführt werden. Ein Ansatz wäre es, wenn Versicherer Ihre Tarife für Fahranfänger nach ähnlichen Kriterien staffeln würden, was nun mal mit Verzicht verbunden wäre. Ebenso wäre es zu honorieren, wenn ein Fahranfänger ein Neuwagen oder jungen Gebrauchten fährt und fahrtechnisch in der Gegenwart bleiben darf.


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