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Dieselpartikelfilter: Niedersachsen sind Nachrüst-Muffel

15.04.2013 10:55 Uhr
Karl-Heinz Bley
Kfz-Landespräsident Bley: Andere Flächenländer greifen bei der DPF-Förderung zu, Niedersachsen hält sich zurück.
© Foto: ZDK/ProMotor

Aus dem Bundesland kamen im März nur 219 Förderanträge für den nachträglichen Rußfilter-Einbau – kein Vergleich zu anderen Flächenstaaten. Das Kfz-Gewerbe ist "enttäuscht" vom schwachen Interesse.

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Die Dieselfahrer in Niedersachsen und Bremen strafen die in Kürze auslaufende Dieselfilter-Förderung mit Desinteresse. Nach Angaben des Kfz-Gewerbes musste das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) im März lediglich 219 Anträge aus Niedersachsen bearbeiten. Aus Bremen und Bremerhaven kamen sogar nur zwölf Anträge.

Zum Vergleich: In Baden-Württemberg wollten im vergangenen Monat 3.202 Dieselfahrer Fördergeld für den nachträglichen Einbau eines Rußpartikel-Filter, in Hessen 878. Bundesweit waren es laut Verband fast 9.000 Anträge.

"Wir sind enttäuscht", sagte Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Verbandes Niedersachsen-Bremen, am Montag in Großburgwedel. Der Anteil Niedersachsens am gesamten mit 60 Millionen Euro gefüllten Filter-Fördertopf liege bei knapp fünf Prozent. Dies entspreche 2,7 Millionen Euro und insgesamt 8.286 von bundesweit 170.000 Förder-Anträgen.

Bley appellierte an die Dieselfahrer in dem Bundesland, den staatlichen Bonus von 260 Euro für die Nachrüstung in Anspruch zu nehmen, "denn die Verschärfung der Umweltzonen wird für den einen oder anderen zur 'No-Go-Zone'". Laut der Bafa-Fördermittelübersicht stehen noch Fördermittel in Höhe von ca. 2,4 Millionen Euro zur Verfügung (Stand 15. April 2013). Damit können noch etwa 9.400 Nachrüstungen bezuschusst werden. Aufgrund der schwachen Resonanz erwartet Bley, dass der Topf erst Ende Juni leer läuft. (rp)

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