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HB ohne Filter: Tesla Grünheide steht +++ THG-Quote nutzen! +++ Ganzjahresreifen +++ Ukraine-Aktion Autohaus Lensch

© Foto: Ralph M. Meunzel/AUTOHAUS

Unabhängig, scharfsinnig, auf den Punkt: der aktuelle Wochenkommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat!

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Datum:
11.03.2022
Lesezeit: 
10 min

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Tesla Grünheide steht! +++ Geld verdienen mit dem E-Auto - THG-Quote nutzen! +++ Das billigste E-Auto – Wuling Hongguang Mini EV +++ Ganzjahresreifen - Der Reifen der Zukunft? +++ Erste-Hilfe-Aktion im Autohaus Lensch

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Montag, 7. März 2022

Wie gelingt ein Wurf wie die Gigafactory von Tesla in Grünheide binnen zwei Jahre zu errichten? Für den benachbarten Berliner Flughafen brauchte es neun Jahre! Elon Musk führt vor, wie es ihm gefällt. Ein vorzeitiger Baubeginn ist nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (§8a) möglich, wenn nichts grundsätzlich gegen die Genehmigungsfähigkeit der Planung spricht und wie hier, Musk auf eigenes Risiko setzt und einfach baut! Seit 4. März 2022 liegt der offizielle Genehmigungsbescheid vor. Allerdings muss Tesla noch ein paar weitere Auflagen erfüllen. Und jetzt der deutsche Hammer: Der Bescheid zur Startgenehmigung umfasst 66 Aktenordner (!). Da muss Musk für die offizielle Zustellung des Bescheides noch separat einen Transporter auflegen. Klartext und das ist das Gute: Musk führt mit seiner neuen Gigafactory die hoffnungslose deutsche Überbürokratie vor!

Es gibt in Brandenburg einen Wirtschaftsminister, Chemieprofessor, ehemals Universitätsrektor namens Jörg Steinbach der es auch sprachlich verstanden hat, dem Autokraten-Genie Musk deutsche Verständnisebenen klar zu machen. Jetzt schon arbeiten 3.000 Menschen im neuen Werk. Das soll auf 12.000 Beschäftigte anwachsen. Und dann sollen da pro Jahr 500.000 Tesla-Einheiten vom Band rollen. Wohin? Dennoch, wie sieht es im neuen Werk mit der 35-Stunden-Woche aus? Die Beschäftigten haben zwar einen Betriebsrat gewählt. Von der Gewerkschaft will Elon Musk nichts wissen. Irgendwelche Schreiben von IG-Metall-Chef Jörg Hofmann bleiben unbeantwortet. Man schlage mal www.tesla.de oder www.tesla.com etc. auf. Das entspricht nie und nimmer dem Tesla-Image. Musk verzichtet auf Pressekommunikation. Er ist persönlich die PR. Man kann nicht einmal ein offizielles Foto vom neuen Werk in Grünheide abrufen. Wie peinlich. Will man wissen, wie viele Tesla-Verkaufsstellen es in Deutschland gibt, muss man das mühsam recherchieren. Anfragen über Fahrzeugauslieferung, Servicestandorte etc. werden nicht beantwortet. Ende Dezember 2021 musste Tesla 700.000 Fahrzeuge zurückrufen. Die Frage an die Zentrale, wie viele es davon in Deutschland betreffe, erhielt abermals null Antwort. Möchte man konkrete aktuelle Tesla-Marktdaten für Deutschland haben, gleicht das Geheimniskrämerei. Oder zum 1. Februar 2022 stellte der TÜV-Verband in einer Sonderauswertung fest, dass jedes zehnte Tesla Model S markante Mängel hat und bei der HU durchfällt! Gäbe es Dacia nicht, würde Tesla dort mit dem Model S die rote Laterne tragen. In dieser Woche steig der Dieselpreis um 39 Cent pro Liter und Benzin um 28 Cent auf durchschnittlich 2,20 Euro. Beim Tesla Supercharger-Standort ist ein Preisssprung pro Kilowattstunde von 45 auf 48 Cent auszumachen. Dennoch fallen aber immer wieder die unkritischen Halleluja-Arien pro Tesla in der Presse auf. Ja, Elon Musk hat ohne Frage großes bewegt und vorgeführt, was machbar ist!

Jetzt steigt Musk in das (Kfz-)Versicherungsgeschäft ein. Im März 2021 hat er über die Bafin die Zulassung für eine europäische Versicherungs-Hauptniederlassung mit Sitz in Malta (Niedrigsteuerrepublik) erhalten. Damit ist auch ein Sitz in Deutschland verbunden, in der Tesla Straße 1 in Grünheide. Musk will wenig riskantes Fahren mit günstigen Prämien belohnen. Es wird also aus dem tatsächlichen Fahrverhalten mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz die Prämie kalkuliert. Nix mit Alter, Geschlecht, Schadenverlauf, Fahrtenbuch, Beamtenstatus, Garagenfahrzeug etc. Die sichersten Fahrer erhalten eine Spar-Prämie, die zwischen 30 und 60 Prozent günstiger liegt. Musk ist gar der Auffassung, dass künftig gut 30 Prozent des Gesamtwertes aus dem Autogeschäft aus dem Versicherungsgeschäft stammen wird.

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Dienstag, 8. März 2022

Geld verdienen mit dem E-Auto - THG-Quote nutzen!

Seit Anfang Januar 2022 können Halter von Elektroautos das von ihnen eingesparte CO2 "weiterverkaufen". Dafür gibt es jährlich mindestens 275 Euro THG-Prämie (Treibhausgasemssion). Zuzüglich einer einmaligen Fahrzeugprämie von 50 Euro. Steuerfrei ist die Prämie, wenn sie 255 Euro im Jahr nicht übersteigt. Übersteigt die Prämie die Freigrenze um nur einen Euro, ist der komplette Betrag steuerpflichtig und unterliegt damit dem persönlichen Steuersatz. Plug-in-Hybride sind ausgeschlossen, weil sie auch mit fossilen Kraftstoffen betankt werden können.

geld-für-eAuto
© Foto: Prof. Hannes Brachat

Das einzelne Autohaus kann davon profitieren, nämlich mit eigen zugelassenen Elektrofahrzeugen. Der ZDK kooperiert mit ZusammenStromen GmbH ("geld-für-eAuto"). Dort wird für das einzelne Autohaus ein Sammelkonto angelegt und man kommt so unkompliziert an die Prämie. Die Prämie von 50 Euro kann das einzelne Autohaus auch für Bestands- und Neukunden sichern, so über einen Link zu "geld-für-eAuto" die Registrierung erfolgt. Der ZDK ist dabei einen Prozess aufzusetzen, dass das einzelne Autohaus die THG-Minderungsquotenvergütung für die Kundenautos komplett in eigener Regie abwickeln kann. Weitere Details dazu über www.geld-fuer-eAuto.de sowie über den "Bund der Steuerzahler", das PDF ist hier abrufbar!

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Mittwoch, 9. März 2022

Das billigste E-Auto – Wuling Hongguang Mini EV

Chinesische Seiteneinsteiger kommen und trommeln mit ihren E-Modellen. Zur IAA 2021 haben wir die beiden Marken Wey und Ora von Great Wall vorgestellt. Dann die Marke Aiways, die den Vertrieb über die Elektronikkette Euronics und den Service über ATU abwickelt. Neulich an dieser Stelle die Marke MG, die den Vertrieb und Service über Händler in der Agentur macht. NIO will den Markterfolg herbeiführen, indem an speziellen Stationen die Batterien gewechselt werden. Vinfast, der vietnamesische Anbieter, bei dem für sehr kurze Zeit der frühere Opel-Chef Michael Lohscheller tätig war, er will den Vertrieb über online sowie den Service in eigener Regie organisieren.

Heute sei der billigste E-Kleinwagen aus China aufgerufen, der Wuling Hongguang Mini EV. In China steht er im Verkaufserfolg vor Tesla bzw. ist dort das meistverkaufte Elektroauto. Reichweite zwischen 120 und 170 km, Kosten 3.600 Euro, Höchstgeschwindigkeit 100 km/h. Dieses Modell gibt es inzwischen auch als Cabriovariante. Der Winzling wird unter dem Markennamen Wuling verkauft.

Der Wuling Mini EV
© Foto: Prof. Hannes Brachat

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Donnerstag, 10. März 2022

Ganzjahresreifen - Der Reifen der Zukunft?

Die Reifen-Saison 2022 ist eröffnet. ATU als Deutschlands größter Reifenhändler hat schon markig die Werbetrommel für die Sommersaison aufgelegt und sieht sich als Marktmacher in Sachen Ganzjahresreifen.

Aktuelle ATU-Reifenwerbung
© Foto: Prof. Hannes Brachat

Nicht nur ATU, sondern auch die Reifenhersteller, die hohe Summen in die Entwicklung des Ganzjahresreifen investierten, blicken auf ihren ROI (Return on Investment). Man pusht ihn! Der Ganzjahresreifen ist ein technischer Kompromiss und steht dabei dem Winterreifen näher als der Sommerausführung. Der Ganzjahresreifen ist bequemer, man kann sich den Saisonwechsel sparen. Er bietet aber weniger Sicherheit und ist in Sachen Nachhaltigkeit nicht primäres Produkt, sondern weist einen Mehrverbrauch aus. Um den Komfort und die Sicherheit zu gewährleisten, muss der Ganzjahresreifen von der Vorder- auf die Hinterachse gewechselt und ein regelmäßiges Auswuchten vorgenommen werden.

Klar, wer in Regionen beheimatet ist, in denen es kein winterliches Flair gibt bzw. man bei entsprechender Witterung locker auf öffentliche Verkehrsträger umsteigen kann, kann der Ganzjahresreifen gerade bei niedriger Fahrleistung pro Jahr die richtige Wahl sein. Dennoch sollte man dann einen hochwertigen Markenreifen empfehlen. Auch der Ganzjahresreifen bedarf mindestens einmal im Jahr der Überprüfung. Warum dafür nicht einen kostenlosen Check anbieten? Oder gar einen Gutschein aushändigen? Man merke sich den Termin des jeweiligen Kunden vor und lade den Kunden dazu gezielt ein.

Bei den E-Autos spielt der Reifen wie die Bremsen eine besondere Rolle. Schließlich muss der Reifen beim E-Auto gut 30 Prozent  Mehrgewicht Spazierenfahren. Es muss also der Reifen einen höheren Tragfähigkeitsindex haben. Außerdem ist ein geringer Rollwiderstand wichtig, um eine hohe Reichweite zu erzielen. Man sehe ferner das hohe Beschleunigungsverhalten beim E-Auto. Die Hersteller fordern beim E-Auto geräuschärmere Bremsbeläge ein. Wir halten ebenso fest, dass ein Mechatroniker am E-Auto nicht einmal die Reifen wechseln darf, wenn er die Ausbildung zum Hochvolttechniker nicht vorlegen kann. Der Ganzjahresreifen wird also beim E-Fahrzeug neu zu "gewichten" sein.

Auf eine erfolgreiche Reifen-Saison. Möge jeweils eine besondere Aufenthaltsqualität für die Kunden gelingen. In origineller Arbeitskleidung!

Aufschrift: Mit ihrem Profil würde ich mich nicht auf die Straße trauen! Auf den Humor!
© Foto: Prof. Hannes Brachat

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Freitag, 11. März 2022

Erste-Hilfe-Aktion im Autohaus Lensch

Die Opel-Institution Autohaus Lensch mit Standorten in Neumünster, Hamburg, Oldenburg, Preetz aktiviert seine Kunden und Freunde zum "Erste-Hilfe-Kasten-Tausch" für die Menschen in der Ukraine. Gerade ältere Menschen, die nicht mehr fliehen können bzw. die Kraft dazu haben, sind darauf angewiesen. Ein Anliegen des gesamten Teams vom Autohaus Lensch. Ein hilfreicher Beitrag!

Gemeinsam für die Ukraine! Autohaus Lensch
© Foto: Prof. Hannes Brachat

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Sprüche der Woche:

"Wer das Licht der Information aussperren muss, der braucht offenbar Finsternis für das, was er tut." (Bundespräsident Frank-Walter Steinmaier)

Auf besonnene Wege - solange wir hoffen, ist alles noch offen!

Ihr

Prof. Hannes Brachat
Herausgeber AUTOHAUS
www.brachat.de


Der nächste HB ohne Filter erscheint am 18. März 2022!

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