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Autohandel: Kleiner Stimmungsaufschwung

Autohandel
Kleiner Stimmungsaufschwung
Der Autohandel ist nur langsam auf Erholungskurs.
© Foto: picture alliance/dpa/Sebastian Gollnow
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Getragen wird die leicht positive Entwicklung vor allem durch die Gebrauchtwagen. Weiterer Lichtblick ist das Aftersales-Geschäft.

Von AUTOHAUS-Chefredakteur Ralph M. Meunzel

Mit einem Wert von 25 bewegt sich der Optimismusindex des deutschen Autohandels zwar weiterhin auf einem historischen Tief, dennoch hat sich seit dem Ende des Lockdowns am 20. April die Stimmung spürbar verbessert. Ende Mai wurde im AUTOHAUS Panel eine Verbesserung um 15 Punkte registriert. Das ist zwar noch sehr weit von der Normalität entfernt, zeigt aber, dass es wieder aufwärts geht.

Getragen wird die positive Entwicklung vor allem durch das Gebrauchtwagengeschäft. 23 Prozent der befragten Händler sind mit dem Verkauf von Secondhandware (sehr) zufrieden. Bei Neuwagen hingegen tut sich deutlich weniger. Nur 13 Prozent der Panel-Teilnehmer sind (sehr) zufrieden mit diesem Teil des Verkaufsgeschäfts. Aber auch hier gibt es eine leichte Tendenz nach oben. Gleichzeitig sind die Rabatte deutlich gestiegen.

Bärendienst für die Branche

Diese enttäuschende Entwicklung lässt sich nicht allein mit der gesunkenen Affinität der Käufer zum Neuwagen zurückführen, sondern ist auch hausgemacht. Die Autobauer haben sich bekanntlich mit der Politik zusammengesetzt und über mögliche Kaufanreize für Neuwagenkäufer debattiert. Letztlich mit einem desolaten Ergebnis. Man hat sich vertagt und gleichzeitig die Hoffnung geweckt, dass es frühestens ab Juni für Autokäufer eine Prämie oder etwas Ähnliches geben wird. Damit hat man den seit dem Lockdown absterbenden Automarkt im Mai die Chance genommen, sich wenigstens ein wenig zu erholen. Die prekäre Lage des Neuwagenhandels hat sich damit definitiv weiter verschlechtert. Jetzt kommt eine Steuersenkung um drei Prozent ab 1. Juli. Auch das ist nicht nur wegen der niedrigen Höhe ein Bärendienst. Die Kunden warten jetzt, bis es diesen Nachlass gibt, und der Juni ist damit auch verloren.

Ein Lichtblick ist nur das Aftersales-Geschäft. Hier hat man mit einem Wert von 77 das Vorjahresergebnis um nur fünf Punkte verfehlt.

Die Kommunikation mit dem Kunden hat durch die Erfahrungen im Lockdown einen neuen Drive bekommen. Wenn der persönliche Kontakt nicht mehr möglich ist, braucht man Alternativen. Das hat die Branche sehr wohl erkannt und entsprechende Maßnahmen ergriffen, wie etwa den verstärkten Einsatz von Videotechnik. Damit sind wir bei der Frage: Was nutzt der Autohandel derzeit an Kontaktpunkten? Das Spezialthema des aktuellen AUTOHAUS Panel behandelt die digitalen Touchpoints im Service.


Der AUTOHAUS pulsSchlag ist Teil der Wissensplattform AUTOHAUS next. Mehr zum Top-Thema des Monats und zum aktuellen Neuwagen-, Gebrauchtwagen- und Aftersalesgeschäft der Branche finden Sie in der Ausgabe 6/2020. Das Stimmungsbarometer des deutschen Autohandels erscheint monatlich in Kooperation mit puls Marktforschung und Santander. Mehr zu den Bezugsmöglichkeiten erfahren Sie unter www.autohaus.de/pulsschlag

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