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Automarkt im März: Taktische Neuzulassungen brechen ein

© Foto: harbucks / stock.adobe.com

Der deutsche Automarkt folgte im März dem europaweiten Abwärtstrend. Am stärksten betroffen waren die Sondereinflüsse mit einem Rückgang um über 30 Prozent.


Datum:
11.04.2022
Autor:
rp
Lesezeit: 
3 min
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Die Entwicklung der Verkaufskanäle im März zeigt die Angebotsknappheit auf dem deutschen Automarkt – die Hersteller bedienen weiterhin zuerst die tatsächliche Marktnachfrage. Für taktische Zulassungen stehen damit immer weniger Fahrzeuge zur Verfügung, wie der Branchenbeobachter Dataforce in Frankfurt mitteilt.

Den Berechnungen zufolge schlugen sich der Relevante Flottenmarkt (minus 8,3 Prozent) und der Privatmarkt (minus zehn Prozent) besser als der Gesamtmarkt, der im vergangenen Monat um 17,5 Prozent nachgab (wir berichteten). Auf das Konto der Fuhrparkbetreiber gingen demnach im März 77.550 Neuwagen, die Zahl der privaten Anmeldungen lag bei 90.798.

Im Gegensatz dazu brachen die Eigenzulassungen von Autoherstellern (minus 30,8 Prozent / 15.832 Einheiten) und -händlern (minus 27,3 Prozent / 38.721 Einheiten) ein. Noch stärker traf es im Pkw-Bereich die Autovermieter mit einem Rückgang um fast 40 Prozent auf 18.429 Einheiten, sodass Mietwagen auch in den kommenden Monaten knapp bleiben werden. Insgesamt verloren die sogenannten Sondereinflüss e mit 72.982 Fahrzeugen 31,4 Prozent im Vergleich zum März 2021.

Der deutsche Automarkt hatte sich im März 2022 in den europaweiten Abwärtstrend eingereiht. Absolut registrierte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) 241.330 Pkw-Neuzulassungen. Das war das zweitschlechteste Ergebnis der letzten 20 Jahre für diesen Monat – nach dem März 2020, dem Monat des ersten Corona-Lockdowns in Deutschland.

Dataforce-Analyst Benjamien Kiebis analysiert: "Der Hauptgrund für das schwache Abschneiden ist der anhaltende Mangel an Vorprodukten, der durch die russische Invasion der Ukraine noch verschärft wurde. Je zulassungsstärker ein Monat normalerweise ist, desto stärker wirken sich die Engpässe aus. Somit war der März als üblicherweise stärkster Monat im Jahr ganz besonders betroffen."

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