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Dataforce-Auswertung: Flotte stärkstes Marktsegment zu Jahresbeginn

Der Flottenmarkt hat sich zu Jahresbeginn als Anker für die von Corona gebeutelte Autobranche erwiesen.
© Foto: XiXinXing/Getty Images/iStockphoto

Per Ende Februar hinken die Pkw-Neuzulassungen dem Vorjahreswert um ein Viertel hinterher. Während vor allem der Privatmarkt wegen des Lockdowns kräftig verliert, ist auf den Verkaufskanal Flotte einigermaßen Verlass.

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Der Verkaufskanal Flotte hat sich stabilisierend auf das schwierige Autogeschäft in den ersten beiden Monaten 2021 ausgewirkt. Der Rückgang bei den Firmenkunden belief sich kumuliert auf "nur" 13 Prozent, wie eine aktuelle Auswertung von Dataforce zeigt. Aufgrund der Lockdown-bedingten Schwäche des Privatmarkts (minus 32 Prozent) sei der Flottenmarkt sowohl im Januar als auch im Februar das volumenstärkste Pkw-Segment gewesen. "Das war seit Beginn unserer Analysen im Januar 2001 noch in keinem einzigen Monat zuvor der Fall", betont Dataforce-Analyste Michael Gergen.

Abkehr vom Verbrenner

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Entwicklung der verschiedenen Kraftstoffarten im Flottenmarkt. Gergen: "Hier gibt es klare Verlierer und Gewinner. Nach den ersten beiden Monaten des Jahres sanken die Neuzulassungen der klassischen Verbrenner deutlich: Benziner um 29, Diesel um 31 Prozent." Hybridfahrzeuge ohne Stecker hätten mit einem Rückgang um 26 Prozent nur geringfügig besser abgeschnitten.

Während Gasfahrzeuge mit 200 Einheiten der Untersuchung zufolge mittlerweile fast keine Rolle mehr spielen, schießen die Zulassungszahlen der reinen Elektromodelle (BEV) sowie Plug-in-Hybride (PHEV) durch die Decke. Mit Zuwachsraten von 191 bzw. 166 Prozent stellen diese beiden Antriebsarten derzeit zusammen mehr als ein Viertel aller neuen Firmenwagen.

© Foto: Dataforce

Beim Absatz an Unternehmenskunden ist Branchenprimus VW insgesamt die klare Nummer eins, doch bei den Plug-in-Hybriden rangiert die Kernmarke des Wolfsburger Konzerns derzeit nur auf Position vier. Mit Mercedes-Benz, BMW und Audi belegen drei Premiummarken das Siegertreppchen. Diese drei vereinen dabei 55 Prozent aller PHEV-Neuzulassungen auf sich, im Flottenmarkt insgesamt sind es 31 Prozent.

"Mit Volvo auf Rang fünf addieren sich weitere neun Prozentpunkte zum Premiumkuchen hinzu", erklärt Gergen. Hinter Skoda, Ford und Opel runden zwei Marken die Top-Ten ab, die Anfang 2020 noch überhaupt keine PHEV-Verkäufe aufwiesen: Seat mit den Modellen Leon und Tarraco sowie und Renault (Captur, Mégane).

© Foto: Dataforce

Plug-in-Hybride entwachsen der Nische

Vorbei sind ebenfalls die Zeiten, in denen sich die enormen prozentualen Zuwachsraten beim Blick auf das äußerst homöopathische Absatzvolumen relativierten. "Die PHEV sind mittlerweile der Nische entwachsen. Bei Volvo zum Beispiel sind in diesem Jahr bislang zwei von drei neu auf Firmenkunden zugelassene Pkw Plug-ins", sagt Gergen. Auf Position zwei in diesem Ranking folgt – dank des etablierten und beliebten Outlander – Mitsubishi. Auch Mercedes-Benz und Jeep weisen PHEV-Quoten von mehr als 30 Prozent aus, bei BMW sind es 28 Prozent. Über alle Marken hinweg beläuft sich der Anteil der Studie zufolge insgesamt auf 16,5 Prozent. Zum Vergleich: Im Januar und Februar 2020 betrug der Anteil lediglich 5,4 Prozent. 

Eher geringere PHEV-Quoten weisen folglich Hersteller bzw. Importeure auf, die ihren Schwerpunkt bei anderen alternativen Antrieben setzen. Dazu zählen nicht nur reine Elektromarken wie Polestar, Smart oder Tesla und Fabrikate mit einem hohen EV-Anteil (Hyundai, Kia, Renault), sondern auch Toyota und Lexus als Pioniere des Vollhybrids.

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