Mit Elektro-Dienstwagen "an Grenzen gestoßen": NRW-Minister fährt wieder Diesel

16.02.2026 11:36 Uhr | Lesezeit: 2 min
NRW-Finanzminister Marcus Optendrenk
NRW-Finanzminister Marcus Optendrenk dieselt wieder.
© Foto: dpa

E-Auto abgeschafft, Diesel zurück: Was steckt hinter dem Wechsel? Und wie entscheiden sich die anderen Kabinettsmitglieder bei ihren Dienstwagen?

Nordrhein-Westfalens Finanzminister Marcus Optendrenk hat seinen elektrischen Dienstwagen wieder gegen einen Verbrenner eingetauscht. Seit wenigen Tagen ist der CDU-Minister in einem Audi A8 L 50 TDI Quattro unterwegs. Damit setzen nun noch sieben Kabinettsmitglieder auf reine E-Autos oder Hybridmodelle.

Optendrenk hatte einen rein elektrisch angetriebenen BMW i7, mit dem er aber nicht zurechtkam. "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein Elektrofahrzeug im Alltagsbetrieb im politischen Düsseldorf gut funktioniert, aber bei einem engen Terminkalender und langen Fahrten durch ein Flächenland wie Nordrhein-Westfalen stoßen sie an Grenzen", sagte Optendrenk bereits im vergangenen Jahr. Sein Leasing-Vertrag für das E-Auto lief aber jetzt erst aus, so dass er auf den Diesel warten musste.

Auch andere Kabinettsmitglieder fahren wieder Verbrenner

Vor dem Finanzminister war unter anderem Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) aus ähnlichen Gründen auf einen Diesel-Dienstwagen gewechselt. Elektro- oder Hybrid-Dienstwagen haben nach Angaben der Landesregierung inzwischen noch Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) Flüchtlingsministerin Verena Schäffer (Grüne), Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU), Schulministerin Dorothe Feller (CDU), Justizminister Benjamin Limbach (Grüne), Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) und Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU).

Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und Innenminister Herbert Reul (CDU) sind in gepanzerten Limousinen unterwegs, die es nur als Verbrenner gibt. Auf Diesel-Autos setzen neben Optendrenk und Scharrenbach außerdem Wissenschaftsministerin Ina Brandes (CDU) und Europaminister Nathanael Liminski (CDU). 

In den kommenden Monaten laufen einige Leasing-Verträge aus, die betroffenen Kabinettsmitglieder haben aber wieder jeweils E-Autos (Neubaur, Schäffer, Limbach und Gorißen) oder erneut einen Diesel (Scharrenbach) bestellt.

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