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Härter-Prozess: Porsche-Optionen kaum entscheidend für Kredit

Im Kreditbetrugs-Prozess um den früheren Porsche-Finanzchef Holger Härter scheint ein zentraler Punkt der Anklage zu zerbröseln.
© Foto: Michael Latz/ddp

Nach der Aussage eines Bankers hätte der frühere Finanzchef Holger Härter das umstrittene Darlehen bei der VW-Übernahmeschlacht womöglich auch bekommen, wenn er weitere Risiken angegeben hätte.


Datum:
09.10.2012
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Im Kreditbetrugs-Prozess um den früheren Porsche-Finanzchef Holger Härter scheint ein zentraler Punkt der Anklage zu zerbröseln. Nach der Aussage eines Bankers hätte Härter den umstrittenen Kredit bei der VW-Übernahmeschlacht womöglich auch bekommen, wenn er weitere Risiken angegeben hätte. "Ob das unsere Kreditentscheidung nachhaltig beeinflusst hätte, kann ich nicht sagen", sagte ein Mitarbeiter der betroffenen Bank am Dienstag vor Gericht. Härter und zwei seiner ehemaligen Führungskräfte müssen sich wegen Kreditbetrugs vor dem Landgericht Stuttgart verantworten.

Laut Anklage sollen Härter und sein Team einer Bank damals unter anderem eine eventuelle Verbindlichkeit verschwiegen haben. Dabei geht es um eine Stückzahl von 45 Millionen Optionen, die Porsche je nach Kursentwicklung gut 100 Millionen Euro hätten kosten können. Dies ist allerdings nur ein Punkt in der Anklageschrift: Laut Staatsanwaltschaft sollen die Manager zudem ein wesentlich höheres Risiko von rund 1,4 Milliarden Euro nicht erwähnt haben.

"Natürlich: Wenn ich mehr zahlen muss, dann hat es eher einen negativen Einfluss", räumte der Banker ein. "Hätte ich die Information von zusätzlichen Optionen gehabt, hätte ich das mitauffangen müssen." Einen Unterschied bei der Kreditvergabe hätte das aber nicht notwendigerweise gemacht. Sein Team habe bei der Risikobewertung irgendwann gesagt: "Okay, das genügt uns." (dpa)

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