HUK-E-Barometer: Neue Förderung führt nicht zu Abwarten

10.02.2026 10:25 Uhr | Lesezeit: 4 min
Skoda Enyaq Coupé (2025), Vorderansicht schräg
Nach Einschätzung der HUK‑Coburg hat die Ankündigung einer neuen staatlichen Förderung 2025 nicht zu einem zurückhaltenden Verhalten im Privatmarkt geführt.
© Foto: Skoda

Immer mehr Privatpersonen wechseln vom Verbrenner zum Elektroauto. Laut HUK‑E‑Barometer erreichte die Umstiegsquote 2025 einen neuen Höchststand. Zugleich zeigt die Analyse deutliche Unterschiede zwischen Stadt und Land – und eine starke Bindung an Marken und Ladeinfrastruktur.

In Deutschland sind 2025 so viele Privatpersonen auf ein reines Elektroauto umgestiegen wie noch nie seit Einführung des HUK‑E‑Barometers. Im vierten Quartal erreichte die Quote 6,3 Prozent, im Gesamtjahr 5,5 Prozent. Die Werte stiegen damit in jedem Quartal an, so der Versicherer. Für die kommenden zwei Jahre planen 15 Prozent der Haushalte, beim nächsten Fahrzeugwechsel einen Wechsel zum Elektroantrieb zu prüfen.

Neue Förderung führt nicht zu Abwarten

Nach Einschätzung der HUK‑Coburg hat die Ankündigung einer neuen staatlichen Förderung 2025 nicht zu einem zurückhaltenden Verhalten im Privatmarkt geführt. "Die Attraktivität der E‑Mobilität scheint inzwischen auf einem stabileren Fundament zu stehen", sagt Vorstand Jörg Rheinländer. Der Versicherer stützt seine Analyse auf Daten aus dem eigenen Bestand und eine repräsentative Befragung.

Große Städte liegen beim Umstieg zurück. In den 15 größten Städten Deutschlands entschieden sich 4,6 Prozent der Wechselnden für ein Elektroauto – deutlich weniger als im Bundesschnitt. Düsseldorf lag unter den Großstädten vorn, bleibt jedoch weit hinter Spitzenregionen wie Starnberg zurück. Dort lag die Quote 2025 bei zehn Prozent.

HUK E-Barometer 2026 Grafik
In 2025 stiegen so viele Privatleute von Verbrennungsmotoren auf E-Autos um wie noch nie - In Großstädten sind Umstiege allerdings deutlich seltener 
© Foto: HUK-Coburg

Wohneigentum und Ladezugang als Schlüsselfaktoren

Zentraler Einflussfaktor ist die Ladeinfrastruktur im direkten Wohnumfeld. Laut HUK‑E‑Barometer haben Eigentümer von selbst genutzten Immobilien dreimal so häufig ein privates Elektroauto wie Personen ohne Wohneigentum. 81 Prozent aller privaten Elektroautos sind im Besitz von Immobilienbesitzern. Wer Garage oder Carport nutzt, fährt deutlich öfter elektrisch als Personen ohne festen Stellplatz.

Markentreue ausgeprägt: VW, Skoda, BMW vorn

Ein Viertel der Befragten möchte ein Elektroauto nur von der eigenen bevorzugten Marke kaufen. Bei Vielfahrern, Familien und Menschen mit höherem Einkommen fällt die Markentreue noch stärker aus. Zehn Prozent der Führerscheininhaber geben an, sie würden nur wechseln, wenn ihre Lieblingsmarke ein passendes Elektroauto anbietet. Am häufigsten wechselten privat Versicherte 2025 zu Modellen von Volkswagen, Skoda und BMW.

Unter den Städten lag Düsseldorf mit 5,5 Prozent Umstiegsquote vorn, gefolgt von Dortmund, Nürnberg und Hamburg. Am Ende der Liste rangierten Leipzig und Dresden. In den Landkreisen dominieren Regionen in Bayern: Drei Viertel der 15 Spitzenreiter stammen von dort. Neben Starnberg lagen auch Erlangen‑Höchstadt, Ebersberg und Pfaffenhofen weit über dem Bundesdurchschnitt.


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