Die Neuwagenpreise in Deutschland steigen – und zwar schneller als die Lebenshaltungskosten. Die Autofahrer sind im Gegenzug aber dennoch bereit, in ihr Fahrvergnügen einen immer höheren Betrag zu investieren, so das Fazit der aktuellen Untersuchung "Der Markt der Mobilität" des Focus Magazin Verlags. Demnach wolle von den errechneten 2,1 Mio. potenziellen Neuwagenkäufern nahezu die Hälfte (44 Prozent) in den kommenden zwei Jahren mindestens 20.000 Euro für ein neues Auto ausgeben. Weitere 22,7 Prozent würden zwischen 15.000 und 20.000 Euro aufwenden. Dagegen steht dem Kleinwagensegment um VW Fox, Ford Ka oder Dacia Logan laut Studie doch nicht der erwartete Boom bevor. Lediglich 6,4 Prozent der Befragten planen, in den nächsten zwei Jahren für ein Neufahrzeug weniger als 10.000 Euro auszugeben. Möglicher Grund: Die meisten fabrikneuen Pkw werden laut Studie von Männern im mittleren Alter gekauft. Sie sind im Schnitt 43 Jahre alt und verfügen über ein durchschnittliches Haushaltsnettoeinkommen von 2.900 Euro. VW ist die "emotionalste" Marke Den Umfrageergebnissen zufolge lassen sich die Deutschen beim Autokauf mehr durch Markenpräferenzen und Emotionen leiten als durch Testberichte. Die Marke mit dem geschärftesten Imageprofil sei demnach VW. Für die Produkte aus Wolfsburg würden sich in den kommenden zwei Jahren 20,2 Prozent entscheiden. Mit deutlichem Abstand folgen auf den weiteren Plätzen Opel (9,4 Prozent), BMW (8,4 Prozent) und Audi (7,8 Prozent). Die wenigsten Nennungen im Pkw-Anschaffungsplan erhielten Honda, Mitsubishi und Skoda. (rp) Weitere Details können rechts in der Downloadbox abgerufen werden.
Kaufinteressenten zeigen Billigautos die kalte Schulter
Studie: Fast jeder zweite Kunde plant, in den kommenden zwei Jahren mindestens 20.000 Euro in ein neues Auto zu investieren