Die Restwerte hält Ulrich Fromme für eines der größten Probleme in der Branche. Deshalb forderte der Vorsitzende der Fachgruppe Fabrikatsvereinigungen im ZDK am Mittwoch in Niederkassel bei Bonn die Erhebungsbasis der DAT zu verbreitern, indem mehr Händler gefragt werden. Die Rabattentwicklung soll zudem schneller abgebildet werden, um zuverlässige Restwerte angeben zu können. Außerdem müsse mit Herstellern und Importeuren über eine angemessene Risikoverteilung verhandelt werden. Es könne nicht angehen, dass die Händler die Last alleine zu tragen hätten. Außerdem will sich die Fabrikatsvertretung weiterhin darum bemühen, dass es Vereinbarungen mit Herstellern und Importeuren darüber gibt, wie von ihnen eigens geforderte Investitionen vom Handel amortisiert werden können. Zwar sei das Wort "Investitionsschutz" verpönt, vom dahinter stehenden Ziel wolle man sich aber nicht verabschieden. Außerdem begrüßte die Fachgruppe die zunehmende Verbreitung von Service- und Dienstleistungspaketen als taugliches Mittel, um die Rabattschlacht einzudämmen, die Kunden zu binden und die Restwerte zu stabilisieren. Zu fairen Konditionen sei dieses Marketinginstrument durchaus sinnvoll. Zu den laufenden Margengesprächen betonte die Fachgruppe, dass das Recht einiger Hersteller und Importeure einseitig die Händlerentlohnung zu verändern, abgelehnt werde. Grundsätzlich sollten die Margen verbindlich und einvernehmlich geregelt werden. (dp)
Kfz-Gewerbe fordert breitere Erhebungsbasis für Restwerte
DAT soll mehr Händler befragen und schneller zuverlässigere Restwerte berechnen