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Liquiditätsprobleme: Kroymans geht in die Insolvenz

Kroymans-Hauptsitz in Hilversum
© Foto: Kroymans Corporation

Der niederländische Handelskonzern hat am Freitag wegen Zahlungsschwierigkeiten Insolvenzantrag gestellt. Die deutsche Niederlassung in Meerbusch soll am Montag folgen, verlautete aus Unternehmenskreisen.


Datum:
20.03.2009
44 Kommentare

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Die niederländische Kroymans Corporation hat wegen Liquiditätsproblemen etlicher Tochterfirmen Insolvenzantrag gestellt. Das teilte die Autohandelsgruppe am Freitag in Hilversum mit. Betroffen von der Zahlungsfähigkeit seien das Handels- und Importgeschäft mit den Firmen Kroymans Import Europe, Kroymans Retail Group und Kroymans Car Import. Keine Finanzprobleme habe dagegen die Kroymans Financial Services, sie sei ein gesundes Unternehmen und der Geschäftsbetrieb laufe uneingeschränkt weiter, hieß es. Der Rückgang der Verkäufe auf dem internationalen Automobilmarkt sei "dramatisch". Die Zahl der Neuzulassungen sei allein in den Niederlanden im Februar um 31 Prozent zurückgegangen. Als Hauptgrund für den Insolvenzantrag wurde "ein gravierender Mangel an Liquidität" genannt. Wie aus Unternehmenskreisen verlautete, soll die deutsche Tochter mit Sitz in Meerbusch am Montag Insolvenzantrag stellen. Die Geschäftsführung von Kroymans Deutschland wollte dies gegenüber AUTOHAUS Online nicht kommentieren. Das Unternehmen habe sich mit seinen Banken trotz aller Bemühungen nicht auf die weitere Finanzierung verständigen können. "Es ist enttäuschend, dass uns nicht die Möglichkeit eingeräumt wurde, unseren Plan zur Wiederbelebung zu verwirklichen", erklärte Konzernchef Peter Cornelius. Daher sei keine andere Wahl als der Insolvenzantrag geblieben. Niederländischen Medienberichten zufolge waren zuletzt Verhandlungen zwischen Gesellschafter Fritz Kroymans und den Banken gescheitert. Die Institute hatten als Bedingung für zusätzliche Kredite ein stärkeres Engagement der Familie gefordert. Kroymans hatte Ende Januar dieses Jahres einen radikalen Kurswechsel angekündigt (wir berichteten). Angesichts der schwierigen Marktlage soll künftig der Fokus auf das Auto-Geschäft in den Niederlanden gelegt und die Retail-Unternehmen, die nicht mehr dem Kern von Kroymans zugerechnet werden, größtenteils "desinvestiert" werden. Durch die Liquiditätsprobleme sei die strategische Neuausrichtung der Unternehmensgruppe nun nicht mehr realisierbar, so Kroymans. Die Kroymans Corporation ist der nach eigenen Angaben zehntgrößte Autoimporteur und -verkäufer Europas. 2007 erwirtschaftete die Gruppe einen Umsatz von mehr als zwei Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr zählte das Imperium 120 Firmen. In Deutschland betreibt Kroymans 15 Autohäuser u.a. in Berlin, München und dem Ruhrgebiet. Dort werden 17 Marken – von Alfa Romeo bis Volvo – vertrieben. (rp/dpa)

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KOMMENTARE


JP

20.03.2009 - 16:30 Uhr

Größenwahn und reines Volumendenken rächen sich jetzt endlich vortrefflich und verdienterweise. Es werden noch einige Unternehmen folgen, deren Management es nie wahr haben wollte, dass Umsatz und Ertrag wohl doch zwei verschiedene Paar Schuhe sind. (...)


Hasenhügel

20.03.2009 - 16:49 Uhr

Man darf hoffen, daß bundesweit redliche Unternehmer wieder auf Rendite hoffen können. Diese Nachricht mag einige schocken, jedoch wird es für noch viel mehr Arbeitnehmer ein Segen sein. Arme Hersteller und Importeure,die an die Pläne geglaubt haben. Das war mal wieder eine sehr teure Erfahrung.


Caninenberg

20.03.2009 - 17:07 Uhr

Dürfen jetzt endlich wieder redlich arbeitende Handelsbetriebe auf Rendite hoffen ? Das war wieder einmal mehr eine teure Erfahrung für die Hersteller und Importeure, die an diese Pläne geglaubt und diese auch noch finanziell unterstützt haben ! Deutschlands Handelsbetriebe können wieder aufatmen. Es werden jetzt bundesweit mehr Arbeitnehmer über den Erhalt Ihrer Arbeitsplätze jubeln, als jetzt wahrscheinlich die betroffenen trauern. Diesen aber mein Mitgefühl!


TT

20.03.2009 - 18:07 Uhr

Nach SAAB hat Herr Cürten nun auch noch seinen Teil zur Hinrichtung von Kroyman's beigetragen - herzlichen Glückwunsch! Aber er fällt bestimmt gesund - Manager legen ja vor Ihrem Fall auf den Boden noch diverse Matratzen dazwischen ... Im übrigen schließe ich mich meinem Vorschreiber an - eine Rabattschleuder auf dem deutschen Markt weniger - und die Chance für viele kleineren Händler(gruppen), wieder etwas mehr Geld zu verdienen. Daher schnell weg mit den eh nur von Herstellern und Importeuren bezahlten Palästen der Kroyman's Gruppe und viel Glück den Mitarbeitern. TT


CAB

20.03.2009 - 18:51 Uhr

Wen wundert’s. Die kaufmännische Grundtugenden suchte man bei Kroymans vergebens. Nach dem Motto, „Das Beste ist gerade gut genug“ und wir sind die Grössten, steht man jetzt vor dem Scherbenhaufen und zuckt nur mit den Schultern. Ein grosses Markenportfolio und CI-konforme Kundentoiletten sind leider kein Garant für erfolgreiches Business. CAB


Kurt Hoffmann

20.03.2009 - 19:11 Uhr

JEDER Verkäufer, JEDE Führungkraft in den Autohäusern und bei den Importeuren lesen täglich AUTOHAUS. WARUM? wenn man nicht aus den Nachrichten lernt. Wann verstehen die Verantwortlichen bei den Importeuren endlich das das Familien bzw. Inhabergeführte Autohaus Ihre tragende Säule aus Fleisch und Blut ist welches Sie auch genau so verteidigen und nicht die HEUSCHRECKEN im Handel. AUTOHANDEL kann heute nur mit größter Leidenschaft, sagen wir ehrlicherweise doch als HOBBY mit GEWINNOPTION betrieben werden, und nicht mit Marktanteilen die man mit MODELLEN die es noch gar nicht gibt zu Lasten Anderer erobern WILL . Kurt Hoffmann ( LAND ROVER, SUZUKI, CATERHAM Neuwied)


CAB

20.03.2009 - 19:39 Uhr

Wen wundert´s. Die kaufmännischen Grundtugenden suchte man bei Kroymans vergebens. Jetzt steht man vor dem Scherbenhaufen und zuckt mit den Schultern. Wer dachte mit einem breiten Markenportfolio und CI-Konformen Kundentoiletten den Markt zu erobern, wurde in diesem Falle eines Besseren belehrt. Achtung, die Landung nach solchen Höhenflügen sind oftmals ziemlich hart. Doch es war ja nicht alles schlecht. Die Eröffungsfeiern waren jedes mal echt super. CAB


TBS

20.03.2009 - 19:40 Uhr

Mir ist es immer ein Raetsel gewesen, ob jemand bei Kroymans ueberhaupt etwas vom Autohandel versteht. Die Stuttgarter Filiale hat aus einem Keller herausgearbeitet, den man noch nicht mal gut erreichen konnte. Ein Wahnsinn. Die Cadillac Website von Kroymans fuer Deutschland strotzt vor Rechtschreib- und Grammatikfehlern. Wer das Geschaeft so diletantisch betreibt muss sich nicht wundern.


Bernd Gilles

20.03.2009 - 21:03 Uhr

Wiedereinmal steht ein gut gesponsorter Handelsbetrieb, welcher als "toller Stückzahlmacher" gefeiert und mit guten Prämien bedacht wurde, vor dem Aus. Händlerkollegen litten unter nicht verständlichen Leasingvertragskonditionen, ferner unter einer Rabattpolitik, die schon als ruinös gelten konnte. Diejenigen Händler, die ihr Leasinggeschäft mit soliden und plausiblen Restwerten kalkuliert haben (und entsprechend teurer waren), werden sich nun mit enttäuschten Kroymans-Kunden beschäftigen dürfen. Man wird die Frage stellen müssen, wie die Importeure nun den kleineren Vertriebspartnern unter die Arme greifen wollen, um bewährte und eingeführte Standorte zu sichern. Schließlich haben diese lange genug unter der Benachteiligung gelitten. Darüber hinaus wurde geradezu leichtfertig ein Vertrauensverlust der Kunden in die Marken in Kauf genommen, nur um kurzfristig das vermeintlich "bessere Geschäft" zu machen. Ein Trauerspiel.


emkregio1

20.03.2009 - 23:21 Uhr

Wer hat einer Firma Kroymans in Deutschland eine Überlebenschance gegeben,die mit einem GF Cürten überlebt? Er hat doch schon bei Saab gezeigt was er kann. (...)


MR.T

21.03.2009 - 09:24 Uhr

Mitgefühl ??? Höchstens denen Mitarbeitern, die NICHT zum Verfall der Marken beigetragen haben. Schön, dass endlich diese Angebote aufhören in denen der nette Verkäufer zwar fast immer mindestens 20% gegeben hat aber nie wenigstens die Namen der Kunden der Kunden aufs Angebot geschrieben hat ;) Die haben meiner Meinung nach nur solch hohe Nachlässe geben können, weil sie an der Druckertinte gespart haben ;) ;) ;) Ellenbogen haben wir alle, aber manche machen Spikes dran! Und diese sollten meiner Meinung nach vom Spielfeld gemschmissen werden ! ABER UMSATZ UND STÜCKZAHLEN SIND DAS A&O !!!!!!!!!! Sch....ande auf Ertrag ;)


alea iacta est

21.03.2009 - 11:33 Uhr

Als ehemaliger Geschäftsführer eines Autohauses der Kroymans-Gruppe kann ich mich den Verlautbarungen meiner Vorredner nur anschließen. Zu gut kann ich mich an die Zeit erinnern, als wir zwecks Präsentation der Jahresplanung nach Meerbusch zitiert wurden. Mit Verweis auf die "schwarze Null", die man nun endlich nach Hilversum melden müsse, endete dieses Planungsgespräch in einem Eklat und unsere, m.E. sehr relistische, Forecast-Planung wurde von der Geschäftsführung in Meerbusch um einige 100.000 Euro Richtung "scharze Null" frisiert. "...ich wisse wohl nicht, wofür man mich eingestellt habe...", so Johannes Cürten und seine Schergen damals. Auch ich bekomme jede Zahl dahin, wo ich sie haben will; aber wie auch immer, es muß zumindest juristisch, steuerrechtlich und kaufmännisch legal und realistisch sein. Um mich als Vollkaufmann nicht der Gefahr einer betrügerischen Handlung auszusetzen, unterschrieb ich die mir vorgelegte und erzwungene Planung nicht. Herr Cürten liess es sich nicht nehmen, einige Tage später persönlich in das Flugzeug zu steigen, um es mir innerhalb 25 Minuten zu ermöglichen, mein Büro zu räumen. Meinen "Nachfolger", der ungehemmt diese Planung unterschrieb, brachte er gleich mit... Dies war übrigens kein Einzelfall; die Fluktuation im Hause Kroymans spricht wohl für sich. Über all diese Dinge wird Herr Cürten nun in seiner noblen Finca auf Mallorca nachdenken können. Nur am Rande; auch Eckard Panka, ehemaliger DaimlerChrysler Chef Deutschland, brach eine solche Finca schon einmal das Genick... Wie schön, dass es noch Gerechtigkeit gibt und Größenwahn bestraft wird!


Kojak-nbg

21.03.2009 - 19:29 Uhr

Tja, war doch klar. Wer mit dem Schöpfer die Suppe essen will, verschluckt sich leicht. Dieter Cürten (...) hat die Firma in einer Richtung gelenkt, die die Familie Kroyman`s nicht ahnte. Wer 7-8 Marken unter einem Dach mit 3 Verkäufern und 4 Mechanikern und einem Lageristen betreiben will irrt gewaltig. Ich habe 23 Jahre Jaguar Automobile verkauft und kenne den Markt, so weiss ich worüber ich spreche. Schade für die Marken wie Jaguar und Land Rover. Sie hatten treue Kunden, den jetzt vor den Kopf gestosen wurde. Ihr Kojak-Nbg


Markus

22.03.2009 - 10:00 Uhr

Ach ja, der Autohandel...Ich hoffe die aktuelle, weltweite Wirtschaftskrise führt zu einer kategorischen Ausdünnung der Händlernetzes. Das Problem bei vielen Händlern ist einfach das unfähige "Management", da Akademisierung leider weitesgehend ein Fremdwort ist in dieser Branche. S werden nach wie vor ZU viele Betriebe von 55jährigen, ehemaligen Mechanikern "geführt", die vom Verkäufer-Verkaufsleiter-Centerleiter final zum Geschäftführer berufen wurden und von strategischem Management so viel Ahnung haben wie Kroymans von einem rentablen Markenportfolio.


AR-Berlin

22.03.2009 - 14:45 Uhr

Mein Mitgefühl gilt in erster Linie den Mitarbeitern der Kroymans-Autohäuser. Diese haben sich mit aller Kraft und unzähligen nicht bezahlten Überstunden für den Aufbau und die Festigung der Autohäuser aufgeopfert. Kein Mitgefühl habe ich für die Chefetage von Kroymans, welche in ihrem Größenwahn von einer Vormachtstellung auf dem Martkt träumte und auf dem Weg zum Ziel diverse kleine Autohäuser in die Pleite trieb oder andern mit Hilfe der Hersteller die Verträge abnahm. Am deutlichsten wird das in Berlin an den verbliebenen 3, jetzt ohne Kroymans nur noch 2 Nissan-Verkaufshäusern. Traurig für Berlin-West und Berlin-Süd, hier gibt es nun keinen Nissan-Verkaufsstandort mehr. Die Initiatoren und Mitgestalter haben noch rechtzeitig die Nissan-Zentrale verlassen und sich neue Aufgaben gesucht. Danke Dr. Reiner Landwehr für das neue Händlernetz. Die erhoffte Steigerung der Verkaufszahlen ist in einen Rückgang auf knapp 1Prozent Marktanteil umgeschlagen und wird nun in einen freien Fall übergehen. Im Endergebnis wird Nissan zu einer Marke schrumpfen, welche bestenfalls zur Auffüllung geeignet ist. Dieser unternehmerische Leichtsinn findet nun sein verdientes Ende. Hoffentlich lernen auch die Hersteller aus dieser Sittuation und unterstützen in schlechten Zeiten ihre über Jahrzehnte treuen Händler. Aber meist siegt die Gier nach Profit und Macht, ohne einen Gedanken an die Zukunft zu verschwenden. Ich meine das Kroymans nur der Anfang vom Ende der großen Autotempel ist. Hier in Berlin gibt es noch einige Anwärter auf ein ähnliches Schicksal. Dabei fällt mir spontan ein Vertreter der Marke Ford mit 17 Filialen ein. Bei Niedergang dieses Autohausimperiums ist Ford mit einem Schlag von der Berliner Landkarte getilgt. Hat denn je ein Hersteller danach gefragt was seine Kunden wollen? Der normale Kunde braucht keinen Glaspalast aus Edelstahl, Marmor, Leder und Edelholz. Er möchte nur ein Auto zu einem akzeptablen Preis. Hilfreich wäre dabei eine Preisliste die stimmt und nicht eine mit unrealistischen Phantasiepreisen. Rabatte von 20 bis 30 Prozent machen doch jeden seriösen Verkäufer und Hersteller unglaubwürdig. Kein anderer Wirtschaftszweig kann von so geringen Erlösen leben. Mittlerweile freut man sich schon wenn die Autos den Hof verlassen und man nichts zugegeben hat. Und nun kommen die Händerstandarts der Hersteller. Da fragt man sich, von was denn bitte? Die Rabattschlacht geht in die letzte Runde und hier überleben nicht die Großen. Das haben die Dinosaurier auch nicht geschafft. Hier ist Anpassungsfähigkeit und ein klarer Geist gefragt. Dieses Jahr wird uns noch viele Überraschungen bringen. Allen viel Erfolg und macht es besser. Denkt daran, die Hersteller wollen mit unserer Hilfe ihre Produkte verkaufen.


Robert Heck

22.03.2009 - 15:24 Uhr

Tja - so geht´s ... Grosser Luxus nach aussen - sonst nur heisse Luft Bin Ex- Mitarbeiter und von Kroymans schon zum zweiten Mal betroffen! Beim ersten Mal als Mitarbeiter eines an die Wand gedrängten GM Händlers in Köln und nun auch in Düsseldorf! Das diese "Pläne" so enden war den "Insidern" von Anfang an klar.Aber die Hoffnung ist, dass jetzt die Händler, welche Kroymans überlebt haben, nun wieder seriösen Handel UND Service ihren Kunden bieten können! Der Spuk Kroymans ist jetzt hoffentlich zu Ende !


BB

22.03.2009 - 20:04 Uhr

super hinbekommen ! DANKE !


PSN

23.03.2009 - 09:42 Uhr

Donnerwetter, wer hätte das gedacht. Bei aller (z.T. verständlicher) Häme, wenn Kroymans in die Knie geht, kann das jedem Autohändler passieren. Eines ist jedenfalls klar, wenn der niederländische Mutterkonzern Insolvenz anmeldet, sind die Hauptfehler auch dort zu suchen. Kroymans hat in Deutschland die besten Leute vom Markt gekauft, diese werden woanders unterkommen. Die Standorte, z.T. in Top-Lagen wird irgendein Anderer betreiben. Was wird denn anders? Das ein paar kleine Händler, die sich jetzt zu Worte melden, durchatmen,-schön- nochmal: ändern wird sich nichts.


Udo F. Mayer

23.03.2009 - 09:57 Uhr

Hähme oder Schadenfreude sind in diesen Zeiten sicherlich nicht angebracht. Durch die restriktive Politik der Banken, speziell im Automobilhandel, kann solch ein Szenario schneller zur Realität werden als man denkt. Das wirklich schlimme ist aus meiner Sicht die Beschädigung der betroffenen Marken in den Kroymans Häusern. Der Image- und Vetrauensverlust wird an den Standorten, wahrscheinlich noch lange nachwirken. Es bleibt zu hoffen, dass die Hersteller und Importeure aus Ihren Fehlern lernen und künftig auf Händler setzen die zur Marke passen und diese mit Herzblut vertreten. Denen geht es nicht darum, kurzfristig und subevntioniert Volumen "zu knüppeln" sondern darum langfristige Kunden-/ Händlerbeziehungen zu schaffen. Und diese Plattform ist auch in turbulenten Zeiten tragfähig.


mf

23.03.2009 - 10:13 Uhr

Ich habe Herrn Cürten schon bei Rover erlebt, wie radikal er die kleinen Händler geschlossen hat und riesige Marketing Aktionen gestartet hat die Millionen verschlungen haben. Das Ende war genau wie hier abzusehen. Aber glauben Sie mir, Herr Cürten wird wieder auf die Füße fallen.


Stinksauer

23.03.2009 - 12:09 Uhr

Wir waren mal ein funktionierender Betrieb in Berlin. Wir waren einmal ! Nachdem uns holländische Heuschrecken aufgekauft und systematisch verschrotteten ist von unserem Stolz, unserer Zufriedenheit nichts mehr übrig ! WIR hatten einen guten Ruf zu verlieren, WIR haben ihn mit der Übernahme der großspurigen Holländer und ihrer Geschäftsführerschergen verloren ! Unzählige unbezahlte Überstunden brachten uns nicht weiter, machten die schönen Wohnungen und Villen unserer Bosse bestimmt aber noch schöner ! Ein Herr Cürten sprach auf der Eröffnungsfeier von :" Profit,Profit,Profit" Mehr wurde auch nicht erwartet als Profit, aber natürlich nur auf dem Rücken der unterbezahlten, kurz gehaltenen Mitarbeiter die stets alles gaben ! In der Hoffnung das die Mitarbeiter eine neue Chance bekommen und vor allem eine funktionierende Chefetage ! Danke nach Holland !


Angestellter

23.03.2009 - 12:53 Uhr

Wir lassen das Schiff nicht unter gehen! Wir werden um unseren Arbeitsplatz kämpfen!!! Ich hoffe das alle Mitarbeiter zusammen rücken und úm jeden einzelnen Arbeitsplatz kämpfen. Viele private Schicksale hängen an jeden einzelnen Arbeitsplatz, an den wir gemeinsam arbeiten müssen,das diese nicht zu tragen kommen. Viele Überstunden wurden geleistet um jeden einzelnen Standort am Leben zu erhalten. Soll das alles umsonst gewesen sein? Ich hoffe nicht und werde mit all meiner Kraft meinen Arbeitsplatz sicher. In der Hoffnung das die Geschäftsleitung auch so denkt, verbleibe ich mich einem eisernen Willen. MfG Ein noch Angestellter


JP

23.03.2009 - 12:59 Uhr

Lieber Markus, es ist sicher begrüßenswert, wenn sich das Händlernetz dem veränderen Markt anpasst. Leider hat es in der Vergangenheit oftmals die verkehrten Händler erwischt, die über zuviel Fach- und Sachkenntnis verfügten, um ihren Lieferanten auf Zupfiff wie ein Hund zu folgen. Diese Kenntnisse waren in der Regel nicht Folge einer "Akademisierung", sondern das Resultat einer überaus kompetenten Mischung aus gesundem Menschenverstand und Menschlichkeit, kaufmännischem Geschick und kaufmännischer Ehre sowie persönlichem Einsatz in Vorbildfunktion und viel, viel Herzblut und automobilem Interesse. Im Gegenteil - es werden VIEL ZU WENIGE Betriebe von 55-jährigen Geschäftsführern geführt, die sich praxisorientiert und berufsbegleitend konsequent weiter entwickelt haben. Viele Betriebe werden heute von emotionslosen, überstudierten Jungneurotikern oder Berufssöhnen ohne jegliche Erziehung und Bildung mehr bedroht als geleitet. Das sind dann die, die in ihren Stellenanzeigen nach ausführlicher Eigenbeweihräucherung ihres Unternehmens "hoch motivierte und leistungsbereite Teamplayer mit ausgeprägter Sozialkompetenz" suchen, wobei sie selbst dann den Bewerbern nicht einmal eine Eingangsbestätigung für deren Unterlagen zukommen lassen und somit schon an den absoluten Basics scheitern. Glauben Sie mir - das passiert den meisten "Hochgedienten" nicht. Keinesfalls bedarf es daher zwingend einer akademischen Ausbildung, um ein Automobilhandelsunternehmen erfolgreich zu führen. Etwas mehr gesunder Menschenverstand und deutlich bessere Kommunikationsfähigkeiten mit Kunden und Mitarbeitern würden den meisten Unternehmen weitaus mehr helfen, als es ein mit Dünkeln behafteter "Akademisierter" jemals könnte.


ichhabsgewusst!

23.03.2009 - 15:30 Uhr

Ich hoffe wir werden, wenn es noch ein nächstes Mal gibt nicht wieder von so einer " Hallodrigruppe " verschlungen die ausser einer Menge leerer Versprechungen und einer Insolvenz für nichts gesorgt hat !


ich

23.03.2009 - 15:38 Uhr

Für den Angestellten ! Wenn Du dich mal genau umgesehen hättest, wäre Dir aufgefallen das das Schiff bereits länger ohne kompetenten Steuermann unterwegs ist. Das einzige was die Planken überhaupt noch zusammen hält ist die Mannschaft die seit Anfang an rudert weil die Segel schon lange eingeholt wurden ! Die Zeit für eine Meuterei haben wir leider ungenutzt verstreichen lassen ! Ahoi Du Seemansgrab !


CB

23.03.2009 - 15:46 Uhr

Mors certa, hora incerta. - Der Tod ist sicher, die Stunde unsicher.


Angestellter

23.03.2009 - 17:55 Uhr

An ich, klar habe ich es gesehen, aber immer gehofft das eine vernüftige Lösung gefunden wird. Auto Weller hat auch so ein Glaspallast fast das Genick gebrochen. Wer braucht so ein riesen Teil? Kleine Filialen sollen so ein riesen Ding auffangen, wie soll das gehen? Aber solange ich eine Planke habe, die auf dem Wasser schwimmt zum festhalten, werde ich mein bestes geben. Ahoi Seemann


AK

23.03.2009 - 18:12 Uhr

Unbezahlte Überstunden wurden leider immer als selbstverständlich angesehen , Dank allerdings gab es dafür nie . Frage mich echt wofür ,wir sehen ja wo wir jetzt stehen . Komme aus nem Autohaus das es über 35 Jahre gab bevor der fliegende Holländer kam . Dadurch sind wir damals kaputt gegangen . Auch tun mir neu gewonnene Kunden bzw langjährigen Kunden leid die man damals schon einmal zurückgelassen hat , und die sich nun wieder die Frage stellen müssen wie lange sie noch bedient werden können . Wünsche allen Kollegen das Glück das sie ihren Job behalten bzw schnellst möglich etwas anderes finden . MfG Noch ein Angestellter


NIX GEWUSST

23.03.2009 - 19:22 Uhr

Mann/ Frau kann AK nur beipflichten. Da gibt es doch tatsächlich welche die wieder mal behaupten "von allem" nix gewusst zu haben. Wie naiv muss man eigentlich sein? Aber solche Mitläufer gabs schon immer. Gut das dem betribswirtschaftlichen Schwachsinn ein Ende gesetzt wurde. Schade um den Menschen als sich, sei er Angestellt oder Kunde.


HSP

23.03.2009 - 22:31 Uhr

Die armen treuen Jaguar und Land Rover Kunden. Leider müssen diese Marken treue Kunden alle 4 Jahre nach einem neuen Händler Ausschau halten. Wie lange machen sie noch mit und wechseln nicht zu den deutschen Herstellern. Sie haben sich damit abgefunden, dass die schönen Jaguar Limousinen zwischen den Fiat und GM und Volvo und so vielen anderen Marken im Laden standen. Sie hofften, dass dadurch Ihr Partner noch lange für sie da ist. Und jetzt das !!!! - Insolvenz.


slamfm

24.03.2009 - 10:34 Uhr

Die Frage ist doch auch - wen hat Kroymans noch mit in den Strudel gezogen?


Volvo for life

24.03.2009 - 16:45 Uhr

@ HSP dir ist aber schon bewusst zu welcher Autogruppe deine schönen Jaguar Limousinen gehören? Die Zeiten sind längst vorbei wo man als Jaguar Besitzer sagen konnte ich fahre ein Fahrzeug der gehobenen Klasse, heut zu tage ist überall vom jedem etwas verbaut. Aston Martin besteht zu 45% aus Volvo teilen kaufst du dir ein Volvo wirst du Ford teile verbaut vinden usw. Also denke ich das sich die jenigen Leute die mit ihrer Werkstatt zufrieden waren auch nicht nach einer neuen umschauen müssen! Das einzige was sich ändert Ihr Händler heißt nicht mehr Kroymans sondern Auto Mayer oder was weiss ich den...


Glaspalast

24.03.2009 - 16:46 Uhr

Ich persönlich würde mich freuen, wenn WIR von einem verantwortungsvollen Investor übernommen werden, der gleich damit beginnt sich um die Führungsriege zu kümmern und diese ausnahmslos über den Jordan schickt ! Ein gut funktionierendes Autohaus benötigt sinnlose, geldverschlingende Werbeaktionen für tausende von Euro ebenso wenig wie Führungspersonal das seine Mitarbeiter wie Dreck behandelt.Der ein oder andere Euro hätte auf dem Lohnstreifen der Angestellten und Arbeiter mehr Erfolge vollbringen können. Durchhalteparolen sind eine Geschichte, Kollegen die unter Druck gesetzt werden eine andere ! Bleibt zu hoffen das sich was ändert !!


Bärliner

24.03.2009 - 17:38 Uhr

Es wir Zeit solchen " Managern " zu zeigen wo sie sich ihre Spinnereien hinstecken können !


einervoneuch

24.03.2009 - 17:42 Uhr

Wo fängt ein Fisch zu erst an zu stinken ? Bravo !


schreiesraus

24.03.2009 - 17:52 Uhr

Alea iacta est Der Würfel ist geworfen.


AK

24.03.2009 - 20:52 Uhr

Ich hoffe auch das sich was ändert . Kein hohles um den heißen Brei reden , sondern Klartext . Kann keine Vorträge mehr über ständig wechselnde Geschäftsführer höhren , nur weil der letzte die Taschen voll hat und der nächste noch Kleingeld für sein Häuschen brauch . Ordentliche Arbeitsverträge mit ner anständigen Bezahlung . Eine klare Regelung was Überstunden angeht . Immer hört man : aber der Kunde brauch sein Auto Heute noch . Bin der letzte der da nicht mal ne stunde länger macht um den Kunden zufrieden zu stellen . Der Kunde hat so eine Behandlung verdient wenn er sein hart erarbeitetes Geld bei uns lässt . Allerdings sollte das für die Chefs nicht selbstverständlich werden . Von einem DANKE konnte man sich noch nie was kaufen , aber nicht einmal das bekommt man . ES KANN NUR BESSER WERDEN @ Glaspalast sehe das mit den unnötigen Werbeaktionen genauso wie du . Es gibt keine Bessere Werbung für eine Firma als wenn Neu-Kunden auf Empfehlung von zufriedenen zuvorkommend behandelten Kunden das Haus aufsuchen und sich Qualität von Kunden zu Kunden rumspricht und nicht bei völlig uberzogenen Neueröffnungen ala Spandau in Berlin wo ein Haufen Geld in völlig abgewrackte Deutschland sucht den Superstar Gewinner gesteckt wurde


Ein Betroffener

25.03.2009 - 20:00 Uhr

Es ist schon bewundernswert, wie hier Leute mit mehr oder weniger Hintergrundwissen die Lage analysieren und die Ursache kennen. Ehemalige Mitarbeiter von Kroymans ziehen hier über die Geschäftsführung her ( selber besser machen !!! ) Mitbewerber die jetzt die Sektkorken knallen lassen.... Leute, wacht auf! Wir leben in einer Zeit, wo es jeden treffen kann. Mit Sicherheit ist die Lage von Kroymans auch dem Managment hinreichend bekannt gewesen um rechtzeitig einzulenken. Doch der Grund liegt doch auch ganz woanders. Liebe Verkäufer aller Marken...was ist denn übrig von eurer Marge am Fahrzeug? Wovon sollen denn die Geschäfte eurer Chefs bezahlt werden? Seid doch alle mal ehrlich, die Preise für Autos bestimmen doch nicht die Verkäufer. Die Preise bestimmen doch die Kunden. Geschührt von Medienberichten saugen sie den letzten Cent aus dem Verkäufer. Und weil das vom Hersteller aufgesetzte Quartalsziel noch lange nicht erreicht ist, gehen schonmal Autos zu Ek an den Endkunden. Dann hofft man am Quartalsende das Ziel zu erreichen um Prämien vom Hersteller zu bekommen, daß man überhaupt etwas verdient im Autohandel. Wenn nicht werden schnell noch paar Autos auf das Autohaus als Tz zugelassen.... Der ganze Autohandel ist doch eine große Matheaufgabe und Schönrechnerei. Seht doch alle das Kroymansschicksal als ganz große Warnung. Es kann jeden treffen, ob großen Glaspallast in Berlin oder kleiner 10 Mann Betrieb in Mühlheim. Es ist Zeit, daß der Fahrzeughandel endlich mal zusammenrückt. Beim Bäcker wird nicht gehandelt, an der Tankstelle sowieso nicht, aber ins Autohaus...nah da haben sie ein Bericht im Fernseh gebracht...Da bekomme ich jetzt mindestens 20%.... Das ist doch be..... Wenn der Kunde zum Service kommt, handelt er doch auch nicht über die Werkstattrechnung. Werdet euch alle einig über Rabatte, nur dann kann hier in absehbarer zeit auch wieder Geld mit dem handel von Fahrzeugen verdient werden und eure Chefs brauchen nicht mehr schön zu rechnen. Solch ein Supergauh wie bei Kroymans wird immer unwahrscheinlicher. Und liebe Mitarbeiter von Kroymans und alle betroffenen Lieferanten und Subunternehmen....es geht mit Sicherheit weiter für euch. Ich wünsche es euch und mir, denn ich bin ja mit meinem Unternehmen auch betroffen. Mit Sicherheit ist das nicht die Analyse für die Insolvenz, da kommen einige Faktoren zusammen. Dennoch ist es das Grundübel... Der Kunde bezahlt nicht den Preis, den wir brauchen....


Meine Meinung

25.03.2009 - 20:01 Uhr

Diese gekaufte Dauerbeschallung für Gebrauchtwa...de ist so penetrant unangenehm, dass das doch niemand mehr ernst nimmt, oder?


Peter München

26.03.2009 - 18:23 Uhr

Erste Mal Fiat ,,,Mal aus Kundensicht ,bin jemand ,der alle 10 Jahre das Modell wechselt ,,nun sollte es ein Fiat sein,Kroymans sagte e mir gar nichts ,bin rein ,der Preis passte ,ich habe gekauft ,und seit dem 28.01 warte ich nun auf das Auto ,,nun steht er da und ich komme nicht ran !!! Der sehr freundliche Verkäufer bedauert ,und meinte das ab heute wohl erstmal alles was Briefe und Auslieferungen Betrifft gestoppt ist ,Klasse ,,Wagen da ,aber kann ihn nicht holen, die Presse- mitteilungen klangen so : alles geht normal weiter ,,,,Denkste nix geht weiter Bin gespannt Peter aus München


icke

27.03.2009 - 11:20 Uhr

Eure Rechtschreibfehler (...) mich an !!!!!!!


alle

27.03.2009 - 11:25 Uhr

Ihr habt alle .......


Hans

30.03.2009 - 17:05 Uhr

kein Wunder..... dass dieser Laden Pleite ist! Die (...) Geschäftsleitung hat ohne Sachverstand viel Geld vernichtet.... Kundenorientierung durch Arroganz ersetzt... und die Mitarbeiter wie (...) behandelt! Glückwunsch Herr (...) ... und auf ins nächste Autohaus zum Ruinieren....


Achsel Nässe

10.04.2009 - 10:44 Uhr

@ Betroffener Wer hat den mit der Rabattschleuderei angefangen? Es waren doch die Kroymans, die Pendragons und die Autowelt Berlin dieser Welt. Nehmen wir doch mal Jaguar als Beispiel. Es gab vor 23 Jahren 65 Händler, die verkauften zwar wenig Fahrzeuge, aber mit einer guten Marge und hatten damit ein gutes Auskommen. Dann kam Ford und die und grossen Ford Händler, es musste Stückzahlen gemacht werden, die gewährten Rabatte stiegen und die Margen sanken. Es wurde nur noch mit dem "JAHRESBONUS" gearbeitet. Es kam wie es kommen musste, die Rendite fiel in den Keller. Heute bezahlt man dafür den Preis und jammert sich einen ab, dass man vom Kunden ausgepresst werde. Den Kunden kann man da keinen Vorwurf machen, der nutzt nur seine Möglichkeiten. Nur Schade, dass am Ende immer die Mitarbeiter die Zeche zahlen müssen.


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