Die Feser-Graf Gruppe baut ihr Geschäft rund um die Elektromobilität aus. In Schwabach hat die große Autohandelsgruppe einen eigenen HPC-Schnellladepark eröffnet. An sechs Säulen mit jeweils zwei Ladepunkten können bis zu zwölf Elektroautos gleichzeitig laden. Die maximale Ladeleistung beträgt bis zu 400 kW, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.
Der neue "Feser-Graf Charging Hub" liegt in der Rother Straße 15 unweit der Autobahn A6 und richtet sich sowohl an Fahrer aus der Region als auch an Durchreisende. Betreiber ist die neu gegründete Feser-Graf Ladepark GmbH. Partner für Errichtung und Betrieb ist die HomE of Mobility GmbH aus Wertheim.
Die Anlage ist rund um die Uhr geöffnet. Acht der zwölf Ladeplätze sind überdacht. Auf dem Dach befindet sich eine Photovoltaikanlage, zusätzlich wird der Ladepark nach Unternehmensangaben mit Ökostrom versorgt. Zur Ausstattung gehören außerdem WLAN, Beleuchtung und eine Kameraüberwachung. In unmittelbarer Nähe befinden sich laut Feser-Graf Einkaufsmöglichkeiten und Toiletten.
"Wir freuen uns, dass wir mit dem zunehmenden Hochlauf der Elektromobilität neben unserem großen Angebot an elektrifizierten Fahrzeugen nun auch einen hochmodernen HPC-Schnellladepark anbieten können. Damit schaffen wir eine leistungsfähige und komfortable Lademöglichkeit", erklärte Till Heinrich, Geschäftsführer der neugegründeten Feser-Graf Ladepark GmbH.
Zweiter Ladepark bereits geplant
Schwabach soll nicht der einzige Standort bleiben. Bereits für Anfang kommenden Jahres kündigt Feser-Graf einen weiteren HPC-Schnellladepark an. Dieser soll in Lauf an der Pegnitz nahe der Autobahn A9 entstehen. Damit erweitert die Handelsgruppe ihre Aktivitäten über den klassischen Fahrzeugverkauf hinaus um eigene öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur.
Die Feser-Graf Gruppe beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 3.000 Mitarbeiter in über 70 Betrieben. Pro Jahr verkauft das Familienunternehmen rund 90.000 Fahrzeuge, der Umsatz lag zuletzt bei über 3,2 Milliarden Euro. Zum Portfolio gehören zahlreiche Fabrikate, darunter Volkswagen, Audi, Skoda, Seat, Cupra, Hyundai, Genesis, MG, BYD und Xpeng sowie mehrere Sportwagen- und Motorradmarken.