Robert Rademacher, Präsident des Deutschen Kfz-Gewerbes (ZDK), hat den Autohändlern geraten, den wegen der Umweltdiskussion verunsicherten Kunden bei seiner Kaufentscheidung an die Hand zu nehmen. "Man kann dem Kunden sagen, kaufe ein neues und damit verbrauchsgünstiges Automobil, und Du weißt, dass Du bei einer Neuregelung der Kfz-Steuer begünstigt werden wirst", sagte Rademacher am Freitag in Mannheim. Zwar seien noch nicht alle Eckpunkte der Kfz-Steuer-Reform sicher, dass der CO2-Ausstoß eine entscheidende Rolle spielen wird, stehe aber bereits fest. Nach den Worten von Rademacher bedeutet dies für Privatkunden, die sich meistens für Fahrzeuge bis zur Mittelklasse entscheiden, eine Verringerung der Kfz-Steuer beim Kauf eines moderneren, verbrauchsgünstigeren Fahrzeugs. Für Käufer von Oberklasse-Fahrzeugen, die bei einer Neuregelung möglicherweise mehr bezahlen müssen, sei nach den derzeitigen Erfahrungen der Schadstoffausstoß ohnehin nicht entscheidend. Auch mache der Privatmarkt nur noch 37 Prozent der Verkäufe aus. Rademacher machte der Branche auch Mut: Zwar müsse man sich darauf einstellen, dass 3,2 Mio. Zulassungen pro Jahr zukünftig der "Normalmarkt" seien, zehn Mio. Besitzumschreibungen böten aber immer noch ein großes Betätigungsfeld. "Verkäufe von neuen Gebrauchtwagen bedeuten für den Händler vielleicht mehr Geschäftschancen als der Verkauf von neuen Neuwagen", so der ZDK-Präsident wörtlich. (dp)
Rademacher: NW-Käufern Sicherheit geben
ZDK-Präsident wittert im GW-Markt mehr Geschäftschancen