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Stuttgart: Carsten Beuß spricht bei Fahrverbotsdemo

Carsten Beuß, Hauptgeschäftsführer des baden-württembergischen Kfz-Gewerbes
© Foto: Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg

Am Samstag treffen sich wieder Gegner des Stuttgarter Diesel-Fahrverbots zu einer Protestveranstaltung. Einen aktiven Part will dabei das Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg einnehmen.


Datum:
12.04.2019
1 Kommentare

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Das baden-württembergische Kfz-Gewerbe beteiligt sich an der nächsten Demonstration gegen Diesel-Fahrverbote in Stuttgart. Hauptgeschäftsführer Carsten Beuß wird an diesem Samstag (13. April 2019) einer der Redner sein. Aus der Politik werden unter anderem Wolfgang Kubicki (FDP), Norbert Lins und Stefan Kaufmann (beide CDU) erwartet. "Alle Verbands- und Innungsmitglieder sind herzlich zur Teilnahme aufgerufen und eingeladen", erklärte Beuß in einer Mitteilung. Die Veranstaltung finde um 14 Uhr auf dem Stuttgarter Schloßplatz statt.

Das Kfz-Gewerbe im Ländle kämpft seit langem gegen Fahrverbote für ältere Dieselautos in der Landeshauptstadt. Hoffnungen machen dem Verband aktuelle Aussagen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), der aufgrund eines neuen Gutachtens für Stuttgart flächendeckende Fahrverbote für Euro 5-Diesel nicht mehr für erforderlich hält (wir berichteten).

Beuß: "Dies ist ein Wendepunkt in der Landespolitik und ein großer politischer Erfolg, der Ausstrahlungswirkung auf die anderen Umweltzonen in Baden-Württemberg haben könnte. Inwieweit die Gerichte in etwaigen Verfahren diese politische Weichenstellung tolerieren werden, bleibt noch abzuwarten." Dennoch sei mit der jetzigen Ankündigung der Staatskanzlei ein wesentliches und positives Zwischenziel erreicht, so der Verbandsgeschäftsführer.

In dieser Woche hatten sich auch Wissenschaftler der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina gegen Fahrverbote ausgesprochen. Sie erachten diese Maßnahme als "kurzfristigen Aktionismus". Stattdessen sollte Deutschland zur Luftreinhaltung auf eine grundlegende Verkehrswende setzen. (rp)

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KOMMENTARE


Siegfried Marquardt

13.04.2019 - 13:53 Uhr

Generelle Verkehrswende - ja unbedingt und mit aller Konsequenz!Na wunderbar, da haben die hochkarätigen forschen Forscher der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina etwas ganz Besonderes eruiert und herauskristallisiert: Sie fordern eine konsequente und generelle Verkehrswende! Dazu hätte das Verkehrsministerium unter der Ägide von Andreas Scheuer die Studie zu den Umweltbelastungen durch NOx, CO2 und Fernstaub nicht anfertigten lassen. Diese Forderung ist trivial und evident und wird bereits seit langem von vielen Umweltaktivisten und von bereiten Teilen der Bevölkerung erhoben und konsequent vertreten! Natürlich ist es richtig, dass neben NO2 auch Feinstaub und CO2 die Umwelt und damit den Menschen gesundheitlich belasten. Aber NO2 ist beispielsweise vergleichsweise ca. um das 300-Fache toxischer als CO2, wenn man die Grenzwerte (sogenannte MAK-Werte) am Arbeitsplatz von 2000 einmal miteinander vergleicht. Daher ist von der Wichtung her NO2 die größere und primäre Aufmerksamkeit entgegenzubringen! Und das aus den Dreckschleudern neben den diversen Abgasen auch Feinstaub (sogenannte Verbrennungsrückstände) mit einem hohen gesundheitlichen Schädigungspotenzial emittiert wird, ist ebenfalls evident, ja trivial. Da üben die Partikel von einer Größe unter 2,5 µm eine besondere toxische Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System und das Zentralnervensystem aus! Und die Fahrverbote bei eklatanter Überschreitung der Grenzwerte von 40 µg/m³ (bzw. nunmehr 50 µg/m³) als kurzfristen Aktionismus zu verunglimpfen, schlägt dem Fass den Boden aus! Nach dieser Diktion sollen also die Menschen in den Städten an den etwaig präsenten extremen Abgasbelastungen zugrunde gehen – oder wie ist dies zu verstehen? Natürlich sollten und müssen langfristige Maßnahmen mit neuen revolutionären Technologien (z.B. Fahrzeuge mit E- und H2-Antrieben) und neuartigen Verkehrskonzepten (z.B. Umleitung des Verkehrs, Installation öffentlicher Verkehrsmittel,…) alsbald zum Einsatz gelangen bzw. umgesetzt werden. Natürlich muss man sich auf Stickstoffoxide konzentrieren und dies mit aller Konsequenz, weil sie eben so extrem toxisch sind! Und: „Der Straßenverkehr ist nur eine Quelle der Luftschadstoffe“, wie man weiter von den forschen Wissenschaftlern klug und weise formuliert, erfährt (….). Der „Hammer“ ist aber, dass man angeblich keine Grenzwerte im Sinne von Schwellenwerte für die diversen Abgase festlegen könne, wie man von den Wissenschaftlern erfährt. Wie ist es dann zu erklären, dass Grenzwerte bei den physikalischen und chemischen Umweltfaktoren am Arbeitsplatz fixiert wurden? Und die Verschärfung, beispielsweise von Grenzwerten für Feinstaub wird flugs wieder an die Politik delegiert. Da dreht sich alles im Kreis! Wozu fungierte die Anfertigung dieser Studie dann? Die hätte man sich auch sparen können, weil vieles bereits bekannt, evident, ja trivial ist und einige genannte Fakten sind sogar nicht ganz korrekt. Siegfried Marquardt, Königs Wusterhausen


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