VW-Handel: Autohaus Gehlert übergibt an Graf Hardenberg-Gruppe

26.03.2026 15:00 Uhr | Lesezeit: 3 min
V.l.n.r.: Mark Häfner, Edith Grünwald, Franz-Xaver Grünwald, Volker Brecht, Alexandra Grünwald, Robert Graf von Hardenberg, Friedrich Behle, Philipp Ludwigs und Andy Kocijan
© Foto: Graf Hardenberg-Gruppe:

Mit dem Freiburger Traditionsbetrieb Gehlert gewinnt Graf Hardenberg einen etablierten Standort mit 130 Beschäftigten hinzu. Das Autohaus bleibt unter seinem bisherigen Namen bestehen und wird organisatorisch in die Region Ortenau eingebunden.

Die Graf Hardenberg-Gruppe setzt mit der Übernahme der Autohauses Gehlert GmbH (VW, Seat, Cupra, Audi Service) in Freiburg ihren strategischen Wachstumskurs fort. Der Start ist für den 1. Juli 2026 vorgesehen. Mit diesem Schritt stärkt die Unternehmensgruppe zugleich ihre südwestdeutsche Leistungspräsenz.

Für Kundinnen und Kunden wird die Übernahme ein fließender Übergang werden, wie Graf Hardenberg am Donnerstag mitteilte. Das Autohaus Gehlert werde unter seinem aktuellen Firmennamen weitergeführt. Geschäftsführer Matthias Wagner werde zusammen mit seinen 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Autohaus Gehlert die Geschäftstätigkeit in Freiburg und der Region fortsetzen.

Im Rahmen eingehender Vertragsverhandlungen fand auch eine Abstimmung der gemeinsamen Firmenwerte statt. Es wird in der Zielsetzung auch künftig die Zufriedenheit der zahlreichen Einzel- und Großkunden im Zentrum des unternehmerischen Wirkens stehen. Die organisatorische Eingliederung des neuen Standorts Freiburg in die Struktur der Graf Hardenberg Gruppe erfolgt in die Region Ortenau. Sie ist dort der Geschäftsführung von Andy Kocijan und Mark Häfner zugeordnet. Dies ermöglicht einen engen Verbund mit den bestehenden Betrieben der gesamten Hardenberg-Gruppe.


Autohaus Gehlert - Tradition trifft Zukunft

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"Schlüsselstandort mit großem Potenzial"

Volker Brecht, Vorstand und Holding-Geschäftsführer von Graf Hardenberg, führte zur neuen Freiburger Wachstumskonstellation aus: "Freiburg ist für uns ein Schlüsselstandort mit großem Potenzial. Deshalb freuen wir uns besonders, das Autohaus Gehlert in unsere Unternehmensgruppe aufzunehmen und die Mobilität der Menschen in der Region künftig noch umfassender zu begleiten."

Gehlert-Chef Franz-Xaver Grünwald ergänzte: "Mit der Graf Hardenberg-Gruppe haben wir im kooperativen Sinne unseren Wunschpartner für die Betriebsübergabe gefunden. Dahinter steht ein Fundament, das mein unternehmerisches Ansinnen und Wirken im Interesse aller betroffenen Wirtschaftparteien stets kundenorientiert fortführen wird. Ich nenne das gutes Glück!"

Damit ist ein wichtiges Anliegen der Betriebsnachfolge von Franz-Xaver Grünwald auch seitens des Herstellers wie für die Mitarbeiter und die Kunden positiv gelöst. Die Betriebsimmobilie bleibt im Eigentum der Gesellschaft, die einen langfristigen Mietvertrag mit der Hardenberg-Gruppe abgeschlossen hat. Mit der formellen Zustimmung des Kartellamts für die Übernahme ist zeitnah zu rechnen.

Graf Hardenberg mit Stiftungssitz in Ettlingen/Karlsruhe ist eine der erfolgreichsten Automobilhandelsgruppen in Deutschland. Das Unternehmen beschäftigt bislang über 1.900 Menschen in 37 Betrieben an 18 Standorten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Das Markenportfolio umfasst Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi, Skoda, Seat, Cupra, Porsche, Ford, Hyundai, Genesis, Vespa und Harley-Davidson.


Autohaus Gehlert – Firmengeschichte

Das Autohaus Gehlert entwickelte sich in knapp sieben Jahrzehnten von einem kleinen Zweigbetrieb zu einem der 100 größten markengebundenen Autohäuser Deutschlands. Ausgangspunkt war die Gründung der Wolfgang Gehlert KG am 15. Mai 1961 in der Karlsruher Straße, nachdem Franz‑Xaver Grünwald bereits 1957 seine Ausbildung zum Automobilkaufmann begonnen hatte und 1963 als jüngster Verkäufer in das Unternehmen eintrat. 

Nach einem Großbrand 1969 stieg Grünwald 1977 als Gesellschafter ein, ehe 1979 die Geschäftsanteile von Bernhard Kannenberg auf dessen Tochter Renate Szanto übergingen. Ein Meilenstein war der Neubau in der Tullastraße, der 1986 nach dem Verkauf der alten Anlage fertiggestellt wurde. Die späten 1990er-Jahre und 2000er brachten mit "AUDIMAX", dem Volkswagen Zentrum, der separaten Audi‑Werkstatt sowie Umbauten und Modernisierungen eine Phase intensiver Expansion

Später setzte das Unternehmen den Wachstumskurs fort: 2016 wurde Grünwald alleiniger Gesellschafter und feierte 2021 das 60‑jährige Firmenjubiläum. Nach der Beendigung des Audi‑Vertriebsvertrags zum 31. März 2024 orientierte sich Gehlert strategisch neu und startete noch im selben Jahr mit den Konzernmarken Cupra und Seat in den Vertrieb. Im April 2026 wird das Autohaus 65 Jahre alt. Zugleich endet für Grünwald ein bemerkenswertes Kapitel: Nach 70 Jahren im Berufsleben und mit 88 Jahren übergibt er das Autohaus zum 1. Juli 2026 an die Graf Hardenberg‑Gruppe und stellt damit die Unternehmensnachfolge auf eine langfristige Basis.




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