Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) hat im vergangenen Jahr mit einem Minus von 30,9 Milliarden Dollar den vierten Riesenverlust in Folge eingefahren. Auch in Europa mit der Hauptmarke Opel raste das Geschäft nochmals deutlich tiefer in die roten Zahlen. Der Verlust hat sich hier vor Steuern mit knapp 2,9 Milliarden Dollar mehr als verfünffacht. "Wir erwarten in 2009 weiter diese schwierigen Bedingungen", warnte GM-Chef Rick Wagoner am Donnerstag in Detroit. Der Verlust war nach 2007 der zweithöchste in der gut 100-jährigen Konzerngeschichte. Allein im vierten Quartal stand bei GM unter dem Strich ein Minus von 9,6 Milliarden Dollar nach 1,5 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Dies war weit mehr als von Experten ohnehin bereits befürchtet. Im Europageschäft mit der Hauptmarke Opel betrug das operative Minus auch bereinigt um Sondereffekte immer noch mehr als 1,6 Milliarden Dollar. Im Schlussquartal stieg der Verlust mitsamt Einmalbelastungen auf fast 1,9 Milliarden Dollar. Der Marktanteil stagnierte bei 9,3 Prozent. Umsatzeinbruch beschleunigt Der globale GM-Umsatz brach im Schlussquartal angesichts der Krise auf den Automärkten immer schneller um mehr als ein Drittel auf 30,8 Milliarden Dollar ein. Im Gesamtjahr fiel er um 17 Prozent auf 149 Milliarden Dollar. Der Europa-Umsatz stürzte im Schlussquartal sogar um 40 Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar ab, im gesamten Jahr um mehr als acht Prozent auf 34,4 Milliarden Dollar.
2008: GM weist erneut Horrorbilanz aus
Die amerikanische Opel-Mutter fuhr im vergangenen Jahr einen Verlust von rund 31 Milliarden Dollar ein. Die Erlöse sackten auf 149 Milliarden Dollar ab. Tiefrote Zahlen gab es auch in Europa.