China drückt die Zahlen: Mercedes-Absatz schrumpft um zehn Prozent

12.01.2026 14:25 Uhr | Lesezeit: 3 min
Mercedes-Benz CLA Shooting Brake (2026)
In China, wohin Mercedes mit 551.900 Pkw noch immer fast ein Drittel aller Autos lieferte, fiel der Rückgang mit 19 Prozent besonders deutlich aus.
© Foto: Mercedes-Benz

China schwächelt, in den USA drücken Zölle den Absatz. Mercedes kämpft mit Absatzrückgängen. Zwei neue Modelle machen dem Autobauer hingegen Hoffnung für dieses Jahr.

Das zähe China-Geschäft hat die Absatzzahlen von Mercedes-Benz im vergangenen Jahr gedrückt. Der Autobauer verkaufte 2025 mit rund 2.160.000 Pkw und Vans zehn Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahr, wie die Stuttgarter mitteilten. Pkw verkaufte Mercedes insgesamt etwas mehr als 1,8 Millionen, was einem Rückgang von neun Prozent im Vergleich zu 2024 entspreche. Die Vans verzeichneten einen Rückgang von elf Prozent auf 359.100 Fahrzeuge. 

Rein elektrisch war bei den Pkw knapp jeder zehnte Wagen. In China, wohin Mercedes mit 551.900 Pkw noch immer fast ein Drittel aller Autos lieferte, fiel der Rückgang mit 19 Prozent besonders deutlich aus. Dort sitzt das Geld gerade nicht so locker wie früher. Hinzu kommt, dass der Wettbewerb durch neue einheimische Unternehmen stark zugenommen hat. In Deutschland blieben die Schwaben mit 213.200 Fahrzeugen auf Vorjahresniveau.

Zölle wirken sich auf US-Absatz aus

In den USA hätten sich unter anderem die Zölle auf den Konzernabsatz ausgewirkt, teilte der Dax-Konzern mit. Mercedes verkaufte dort im vergangenen Jahr rund 285.000 Fahrzeuge, was einem Rückgang von zwölf Prozent entspreche. Mercedes misst beim Absatz den Verkauf von Fahrzeugen des Konzerns an die Händler. Bei den Kundenauslieferungen habe Mercedes hingegen um ein Prozent im US-Markt zugelegt, hieß es laut Mitteilung.

Im Einstiegs- und Kernsegment des Autobauers ging der Absatz um jeweils zehn Prozent zurück. Im Top-End-Segment, zu dem unter anderem die Luxuslimousinen der S-Klasse, die G-Klasse, Mercedes-AMG und Mercedes-Maybach zählen, lag das Minus bei fünf Prozent. Mehr als die Hälfte der Verkäufe (1.049.600) entfiel auf das Kernsegment, wozu etwa die C-Klasse und E-Klasse gehören.

"2025 markierte den Startschuss der größten Produkt- und Technologieoffensive bei Mercedes-Benz mit neuesten elektrischen Antriebssystemen und intelligenter Software", sagte Mercedes-Chef Ola Källenius laut Mitteilung. 2026 setze Mercedes die Modelloffensive fort. 

Die Kundenaufträge für den neuen elektrischen CLA und GLC lägen deutlich über den Erwartungen, hieß es laut Mitteilungen. In diesem Jahr soll dann unter anderem eine neue Version der S-Klasse vorgestellt werden.

Gewinneinbruch und Umsatzrückgang

Der Autobauer hatte 2025 gehörig zu kämpfen. Der Gewinn brach in den ersten neun Monaten um die Hälfte auf rund 3,88 Milliarden Euro ein. Beim Umsatz verzeichneten die Schwaben in diesem Zeitraum einen Rückgang von acht Prozent auf 98,5 Milliarden Euro. Zahlen für das gesamte vergangene Geschäftsjahr will der Dax-Konzern am 12. Februar vorlegen.

Bereits 2024 hatte Mercedes einen deutlichen Rückgang beim Gewinn sowie einen Umsatzrückgang verzeichnet. Der Vorstand rief deshalb vor gut einem Jahr ein Sparprogramm aus, um die Profitabilität in den nächsten Jahren wieder zu steigern. Helfen soll unter anderem auch ein Abfindungsprogramm für Beschäftigte in indirekten Bereichen, also nicht in der Produktion.

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