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Coronakrise: GM und Ford prüfen Produktion medizinischer Geräte

Die US-Autobauer GM und Ford prüfen, ob eine Produktion von medizinischen Geräten möglich ist.
© Foto: Tanakorn/stock.adobe.com

Beatmungsgeräte statt Fahrzeuge: Die beide Konzerne signalisieren Unterstützung bei der Bewältigung der Corona-Krise in den USA. Wird in den Autofabriken bald medizinische Ausrüstung produziert?


Datum:
19.03.2020
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Die beiden größten US-Autobauer General Motors (GM) und Ford prüfen im Kampf gegen die Coronavirus-Krise die Herstellung von medizinischen Geräten. Vorstandschefin Mary Barra habe der US-Regierung am Mittwoch signalisiert, dass GM nach Lösungen zur Unterstützung bei der Bewältigung der Krise suche, teilte das Unternehmen mit. Dabei werde etwa untersucht, ob medizinische Ausrüstung wie zum Beispiel Beatmungsgeräte produziert werden könne.

Auch der zweitgrößte US-Autohersteller Ford will prüfen, ob er auf diese Weise helfen kann und hat dazu laut eines Statements in US-Medien bereits Gespräche mit der Regierung in den Vereinigten Staaten und auch in Großbritannien geführt.

Produktionsstopp

Die beiden Autobauer haben sich mit der Branchengewerkschaft UAW auf einen vorübergehenden Produktionsstopp in Nordamerika aufgrund der Coronavirus-Krise geeinigt. Die Sicherheit der Mitarbeiter gehe vor, betonte GM-Chefin Mary Barra am Mittwoch in Detroit. Fords Nordamerika-Chef Kumar Galhotra sprach von "beispiellosen Zeiten". Die Bänder sollen in den USA, Kanada und Mexiko zunächst bis zum 30. März stillstehen. Laut US-Medienberichten setzt auch der dritte große US-Autobauer Fiat Chrysler die Produktion vorübergehend aus.

UAW-Präsident Rory Gamble begrüßte den Schritt der Konzerne als "kluge" Entscheidung. "Durch die Betriebspause schützen wir Gewerkschaftsmitglieder, ihre Familien und die Gemeinden", verkündete er in einer Stellungnahme. Die UAW hatte die Hersteller in den letzten Tagen immer stärker unter Druck gesetzt, die Produktion zur Sicherheit der Beschäftigten anzuhalten.

Auch der japanische Autobauer Honda gab am Mittwoch bekannt, die Fertigung in seinen Werken in den USA, Kanada und Mexiko vom 23. März an zunächst bis Monatsende einzustellen. Rund 27.600 Mitarbeiter seien betroffen. (dpa)

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