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Der Elektro-Highway kommt: Die Autobahn steht unter Strom

Das norwegische Unternehmen ENRX will in der Nähe der Stadt Orlando/Florida ein Teil der State Route 516 mit induktiver Schnellladetechnik ausstatten.
© Foto: ENRX

Dank Schnellladetechnik sind E-Autos mittlerweile auch langstreckentauglich. Künftig soll es Technik geben, die den Halt für schnelles Laden überflüssig macht.


Datum:
16.05.2023
Autor:
Mario Hommen/SP-X
Lesezeit:
2 min
1 Kommentare

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Auf einer 1,6 Kilometer langen, vierspurigen Teilstrecke der State Route 516 bei Orlando im US-Staat Florida werden elektrische Spulen in die Fahrbahn integriert, die es mit Empfängerpads ausgestatteten E-Autos künftig erlauben soll, mit bis zu 200 kW Ladeleistung ihre Akkus während der Fahrt zu laden.

Das Projekt zielt darauf ab, Elektrofahrzeuge künftig mit der Kraft drahtloser Energieübertragung ohne Zwischenstopp an Ladestationen mit Strom zu versorgen. Die Autobahnbehörde von Zentral-Florida (CFX) hat einen entsprechenden Auftrag im Wert von umgerechnet rund 12 Millionen Euro an das norwegische Unternehmen ENRX erteilt.

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ENRX bezeichnet sich selbst als globalen Technologieführer und als das einzige Unternehmen mit Erfahrung im dynamischen Laden mit mehr als 100 kW Leistung. Die „Next Generation Electric Roadway System“ genannte Lösung der Norweger erlaubt ein nahtloses Zusammenspiel verschiedener Techniken wie auch Leistungsstufen für verschiedene Fahrzeug- und Batterietypen. Die auf eine Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten ausgelegte, wartungsfreie Ladetechnik soll auch für alle zukünftigen Systeme nutzbar sein.

In Deutschland wurde ein ähnliches Projekt Anfang des Jahres angekündigt. Hier wollen die israelische Firma Electreon, die Universität Erlangen-Nürnberg, die Autobahn GmbH und Risomat einen Kilometer langen Autobahnabschnitt in Nordbayern mit induktiver Ladetechnik ausstatten. Die Inbetriebnahme ist für 2025 geplant. Die Ladeleistung soll bis zu 125 kW betragen.

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KOMMENTARE


Rüdiger

16.05.2023 - 09:28 Uhr

Hat sich schon mal jemand Gedanken darüber gemacht, was die mit der induktiven Ladetechnik verbundene elektromagnetische Strahlung mit den Menschen in den Fahrzeugen macht? Bereits die Strahlung, die ein Induktionsherd im ausgeschalteten (!) Zustand emittiert (ich habe das an unserem Herd gemessen) übersteigt alle aktuellen Grenzwerte für angebliche gesundheitliche Unbedenklichkeit deutlich. Wie soll das erst bei einer über 100fach stärkeren Induktionsleistung werden? Fahren wir dann durch eine "open-air Mikrowelle"? Und was ist mit den Leistungsverlusten? Schon beim induktiven Laden von Handys führt geringfügig ungenaue Positionierung des Mobiltelefons auf der Ladestation zu Verlusten von ca. 20%. Wie sieht das bei über solche Ladestationen fahrenden Autos aus?


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