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Führungspersonalien: PSA stellt Weichen für Wachstum

Peugeot-Chef Maxime Picat übernimmt im September das Europa-Geschäft des PSA-Konzerns.
© Foto: Peugeot

Damit der französische Autokonzern nach seiner harten Sanierung auf Kurs bleibt, kommt es im Herbst zu einigen personellen Veränderungen im Top-Management.


Datum:
28.07.2016
5 Kommentare

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Die Groupe PSA hat am Donnerstag Wechsel im Exekutivkomitee und im Vorstand des französischen Autobauers bekannt gegeben. Laut Mitteilung wird Grégoire Olivier der neuen Direktion für Mobilitätsdienste vorstehen. Ihm folgt an der Spitze der Vertriebsregion China und Südostasien Denis Martin nach. Neuer Europa-Chef wird Maxime Picat, der bislang die Kernmarke Peugeot verantwortete. Diesen Posten übernimmt künftig der Retail-Verantwortliche Jean-Philippe Imparato. Alle Veränderungen werden zum 1. September 2016 wirksam.

Die übrigen Mitglieder des Exekutivkomitees behalten im Wesentlichen ihre derzeitigen Aufgabenbereiche. Im Zuge der Rochaden rückt Picat anstelle von Grégoire Olivier in den PSA-Vorstand auf. Jean-Baptiste de Chatillon und Jean-Christophe Quémard bleiben Mitglieder dieses Gremiums.

Mit der Neuorganisation will PSA laut Konzernchef Carlos Tavares seinen Strategieplan "Push to Pass" voranbringen und weitere Grundlagen für profitables Wachstum schaffen. Das Prinzip "Marken – Regionen – Funktionen" bleibt erhalten, zugleich soll die Entwicklung der Mobility Services und das China-Geschäft gestärkt werden. Auch die Einführung von weltweit 121 Modellen soll durch die neue Führungsstruktur besser koordiniert werden können. (rp)

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KOMMENTARE


Sigmund Häupl

28.07.2016 - 17:52 Uhr

Man kann nur staunen. Was bei PSA im Management laufend ausgewechselt wird, kann einem Konzern nicht guttun. Wenn die Konzernspitze schon so chaotisch reagiert, kann es weiter unten nicht besser werden. Und es ist nicht besser. Auch freuen sich Händler mit dem PSA Konzern bitte schon sehr, dass die Gewinnschwelle wieder endlich erreicht wurde. Nur, dies ist auch auf den Rücken der Händler ausgetragen worden. Da ist weit und breit bei vielen kein Gewinn in Aussicht, sondern herrscht massive Krise. Die Frequenz ist schlecht, es kommen keine neuen Kunden in die Schauräume. Warum auch, das Marketingbudget wurde derartig zusammengestrichen, dass die Marke Citroen und Peugeot praktisch nicht mehr präsent ist (Deutschland und Österreich) und mit einem miserablen Marktanteil kämpft. DS, das ist schon direkt grotesk, was da an nicht umgesetzten Plänen in den letzten Jahren verlautbart wurde. DS ist tot. Und die Werkimporteure schwimmen durch den massiven Mitarbeiterabbau im Chaos. Personen werden notgedrungen mit Aufgaben betraut, für die sie nicht geeignet sind. Und entscheiden dürfen die Importeure sowie so nichts mehr, für jede Kleinigkeit muss in Paris nachgefragt werden. Wenn nicht schnellstens wieder viel Geld in den Markt für Marketingausgaben gepumpt wird, war es dass auf lange Zeit. Frankophile Werbung kommt einfach im deutschsprachigen Raum nicht an, aber der absolut zentralistische denkende PSA Vorstand will das nicht wahrhaben. Die Zulassungen zeigen es aber ganz deutlich: der Gesamtmarkt in Deutschland und Österreich wächst, die PSA Konzernmarken bleiben weit hinten. Wie auch sollte gesteigert werden, wenn wie bei Citroen fast zwei Jahre lang kein neues Modell präsentiert werden kann und die geringe Werbung nicht wahrgenommen wird?Wenn nicht SOFORT gegengesteuert wird, ist das Händlersterben nicht mehr aufzuhalten und damit auch der Niedergang der Marke.


neutral ?

28.07.2016 - 22:42 Uhr

das ist schon ein bisschen zuviel strukturiert um nur ein neutrales Kommentar eines Beobachters zu sein ...


Beobachter 2.0

29.07.2016 - 00:06 Uhr

@Sigmund Häupl: Vielen Dank! Sie haben es auf den Punkt getroffen! Das Problem ist nur, dass die PSA-Oberen in ihrer eigenen Welt leben und die Realität nicht wahrhaben wollen. Außerdem sind sowieso die Händler und vor allem die Retail-Betriebe an allem schuld. Also wenn weiter gespart werden muss, dann wird dort der Rotstift weiter angesetzt. Und so dreht sich die Spirale fort...


Stefan Reindl

29.07.2016 - 08:25 Uhr

Man kann Herrn Häupl leider nur zustimmen. Als Peugeot/Citroen/DS Händler liest man seit längerer Zeit, wie toll es mit dem Konzern aufwärts geht. Bei den Händlern herrscht indes Endzeitstimmung. Fast keine Werbung, und die, die noch gemacht wird ist so langweilig, dass sie gar nicht mehr wirkt - das Ergebnis sind leere Schauräume. Im täglichen Geschäft (dem wenigen, das es noch gibt) herrscht das blanke Chaos. Wir Händler haben alle Hände voll zu tun dieses Chaos im Konzern vor unseren Kunden zu verstecken. Bei den Mitarbeitern ist das nicht mehr möglich - hinter den Marken steht kaum noch jemand - kein Wunder bei dem Chaos, mit dem sie täglich zurechtkommen müssen. Es ist absolut letzklassig, was den Händlern derzeit geboten wird - aber in den Zentralen scheinen sich die Herren Vorstände nur gegenseitig auf die Schulter zu klopfen.


MK

29.07.2016 - 10:19 Uhr

So könnte man dann zu der Erkenntnis kommen, dass der deutsche Markt für PSA ziemlich uninteressant scheint!Alle vorherigen Kommentare haben recht, aber dieses wird in Paris nicht zur Kenntnis genommen; hier nur ein Austausch von Personalien, ein gegenseitiges „Hochbefördern“ und der Versuch eine hoffnungslos unattraktive Marke, hier DS, mit aller Gewalt zu installieren. Eigene Showrooms, eigene Flagshipstores, eigenes Händlernetz… und auf der anderen Seite, keinerlei Wahrnehmung der Marke DS durch die Kunden.Das Händler-, wie auch Retailsterben wird also munter weitergehen. Und die Mitarbeiter in der Konzernzentrale, im Aussendienst und in den Niederlassungen ziehen sich bereits jetzt schon warm an, denn sichere Arbeitsplätze haben die schon lange nicht mehr. Und den Händlern vor Ort mag man nur wünschen, sich anderen und damit zukunftssicheren Marken zuzuwenden und rechtzeitig das sinkende PSA-Schiff zu verlassen.Traurig wie hier mit den ehemals innovativen Marken (Peugeot/Citroen) umgegangen wird, traurig aber vor allem, wie hier mit den Menschen, die jahrelang diese beiden Marken gelebt haben, umgegangen wird!


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