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Geplanter Verbrenner-Ausstieg: VDA bremst Scheuer ein

VDA-Präsidentin Hildegard Müller
© Foto: VDA / Roland Horn

Für Verbandspräsidentin Hildegard Müller ist nicht der Benzin- oder Dieselmotor das "Problem", sondern der fossile Kraftstoff.

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In der Debatte um ein Auslaufen des fossilen Verbrenners hat sich die Präsidentin des Automobilverbandes VDA, Hildegard Müller, gegen ein Enddatum ausgesprochen. Beim Ausstieg aus der Verbrennertechnik könne man derzeit "keine Diskussion über Jahreszahlen führen", sagte Müller der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstag). Nach dem derzeitigem Stand der Elektrifizierung des Verkehrs wäre das zu früh.

Nach Vorstellung von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sollen Autos mit Verbrennungsmotoren ab 2035 nur noch auf die Straßen kommen, wenn sie mit synthetischen Kraftstoffen angetrieben werden. Der klassische Verbrenner, der mit fossilen Kraftstoffen wie Benzin und Diesel angetrieben wird, solle innerhalb der nächsten 15 Jahre auslaufen. "Der fossile Verbrenner, der mit Benzin oder Diesel angetrieben wird, muss ein Enddatum bekommen", forderte der Minister. "Unser Ziel muss das Auslaufen des fossilen Verbrenners bis 2035 sein". Der Verbrenner sei damit aber nicht völlig am Ende, sagte Scheuer mit Blick auf synthetische Kraftstoffe.

Der Verkehrsminister habe sehr bewusst vom Ende des fossilen Verbrenners gesprochen, sagte Müller. Der Einsatz synthetischer Kraftstoffe wäre weiter möglich. "Nicht der Motor ist das Problem, sondern der fossile Kraftstoff", so die VDA-Präsidentin. "Die Frage über ein Enddatum ist eher eine symbolische und kann erst beantwortet werden, wenn klar ist, wie der Markt für E-Autos sich entwickelt. Erst dann wird klar, ob es eine sinnvolle Jahreszahl gibt." Auf Anfrage hieß es beim VDA, neben dem Hochlauf der Elektromobilität sei auch Geschwindigkeit bei der Herstellung von synthetischen Kraftstoffen aus nachhaltigen, CO2-neutralen Quellen nötig.

Mit Blick auf Forderungen etwa der Grünen, dass Autos ab 2030 abgasfrei sein sollten, gab Müller zu bedenken, dass dann zu dem Zeitpunkt etwa 30 Millionen Benziner und Diesel verboten werden müssten. "Wer nicht hundertprozentigen Ökostrom laden kann, dürfte auch nicht fahren." Aus diesem Grund brauche es mehr Kraftstoffe aus nachhaltigen Quellen, so die VDA-Präsidentin.

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