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Kreislaufwirtschaft: Stellantis steigt bei Aufbereitungsspezialisten ein

20.01.2022 14:45 Uhr | Lesezeit: 4 min
Kreislaufwirtschaft: Stellantis steigt bei Aufbereitungsspezialisten ein
© Foto: Mongkolchon / stock.adobe.com / Stimcar / Stellantis

Über seine Handelssparte sichert sich der Stellantis-Konzern die Mehrheit am französischen Anbieter Stimcar. Beide Unternehmen sehen hohes Entwicklungspotenzial für die Serienaufbereitung von Gebrauchtwagen in Europa.

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Stellantis investiert in die Wiederaufbereitung von Gebrauchtfahrzeugen. Über seine Einzelhandelssparte "Stellantis &You, Sales and Services" übernimmt der Autokonzern nach Angaben vom Donnerstag die Mehrheit am französischen Unternehmen Stimcar. Der GW-Spezialist bereitet schon jetzt die Gebrauchtwagen von Stellantis &You, Sales and Services im westfranzösischen Nantes auf.

"Die Weiterentwicklung des Gebrauchtwagengeschäfts ist eine langfristige strategische Priorität für Stellantis und für die Vertriebs- und Service-Tochtergesellschaft (…). Wir haben Stimcar als den besten unabhängigen Akteur im Bereich der Aufbereitung von Gebrauchtwagen identifiziert", sagte Marc Lechantre, Senior Vice President Pre-Owned Vehicles Business Unit bei dem Autobauer, in Poissy.

Stimcar soll eigenständig agieren

Die Vereinbarung sieht vor, dass die beiden Stimcar-Gründer Jean-François und Yann Brazeau sowie die gesamte Belegschaft unter dem Konzerndach weiterbeschäftigt werden. Perspektivisch soll die Zahl der Mitarbeiter steigen. Gleichzeitig garantiert Stellantis Stimcar volle Autonomie im Management und bei der Weiterentwicklung. Man werde als wichtiger Geschäftspartner fungieren, allerdings ohne jegliche Exklusivität, hieß es. Lechantre: "Stimcar wird sowohl seinen derzeitigen Kunden weiterhin seine Dienste anbieten als auch sein Kundenportfolio weiter ausbauen und diversifizieren."

Gemeinsam planen die Partner auch den Aufbau mehrerer Aufbereitungszentren in Europa, zusätzlich zu den bereits bestehenden Standorte in Bordeaux, Nantes und Toulouse. Ab 2023 sollen auch Zentren auf internationaler Ebene entstehen. "Diese Vereinbarung ist ein Zeichen starker Anerkennung für Stimcar, auf die wir sehr stolz sind", erklärten Jean-François und Yann Brazeau. Man verfüge nun über die Mittel, um die Entwicklung des Unternehmens in Frankreich und Europa zu beschleunigen.

Stellantis will über sein eigenes Händlernetzwerk künftig rund 100.000 Gebrauchtfahrzeuge pro Jahr vermarkten. Diese Fahrzeuge werden dem standardisierten Aufbereitungssystem von Stimcar unterzogen, um die Anforderungen des konzerneigenen GW-Labels "Spoticar" zu erfüllen.

Die Kreislaufwirtschaft wird für Automobilhersteller immer wichtiger. Konkurrent Renault setzt mit dem "Re:Factory"-Konzept bereits auf die industrielle Aufbereitung von Gebrauchtfahrzeugen. Ein Partner ist dabei der deutsche Digitalisierungsspezialist Twinner.

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KOMMENTARE


Jan

20.01.2022 - 20:33 Uhr

Da wird also manch alteingesessener, externer Aufbereiter der schon jahrelang dabei ist dann die Segel streichen müssen.. Oder wird zu einem Hungerlohn in Zukunft für Stimcar arbeiten dürfen. Wichtig auch, dass man für die Fahrzeugaufbereitung Digitalisierungsspezialisten beauftragt, die managen das dann ja.


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