Der Absatz von Elektroautos hat im zweiten Quartal 2026 in 50 Ländern ein Rekordniveau erreicht. Weltweit wurden 35 Prozent mehr reine Stromer und Plug-in-Hybride verkauft als in den ersten drei Monaten des Jahres, wie aus einer Analyse der Internationalen Energieagentur (IEA) hervorgeht.
Besonders kräftig stieg die Nachfrage unter anderem in Australien, Brasilien, Indien, Südkorea und Vietnam. Dort haben sich die Verkäufe zwischen März und Juni im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum ungefähr verdoppelt. Insgesamt verzeichneten im ersten Halbjahr mehr als 90 Länder steigende E-Auto-Zulassungen.
Rückgang zu Jahresbeginn fast ausgeglichen
Die Erholung im zweiten Quartal glich den Rückgang zu Jahresbeginn nahezu aus. Im gesamten ersten Halbjahr lagen die weltweiten E-Auto-Verkäufe knapp unter dem Vorjahresniveau. Ihr Anteil am globalen Neuwagenmarkt stieg leicht auf 24 Prozent. Gleichzeitig schrumpfte der weltweite Pkw-Markt um rund fünf Prozent, vor allem aufgrund schwächerer Verkäufe in China und den USA.
Für das Gesamtjahr erwartet die IEA nun, dass Elektroautos 29 Prozent der weltweiten Pkw-Verkäufe ausmachen werden. Das wäre ein Prozentpunkt mehr als bislang prognostiziert. Als Gründe nennt die Organisation unter anderem neue Fördermaßnahmen in Europa, Lateinamerika und Südostasien sowie die zuletzt wieder gestiegenen und stärkeren Schwankungen bei den Kraftstoffpreisen.