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Markenausblick Mitsubishi: Zukunft mit SUV und Plug-in

Der Engelberg Tourer könnte ein Ausblick auf den kommenden Pajero sein.
© Foto: Mitsubishi

Mitsubishi trimmt sein Modellangebot auf SUV und Crossover. Der Plug-in-Hybrid spielt dabei eine zentrale Rolle. Doch langsam rückt auch das Elektroauto in den Fokus.


Datum:
18.04.2019
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Von Michael Specht/SP-X

Weltmeister war Mitsubishi schon oft. Die japanische Marke, mittlerweile unter den Schirm von Nissan/Renault geschlüpft, hat diverse Male die berüchtigte Rallye Dakar gewonnen. Weltmeister ist Mitsubishi auch mit dem Outlander Plug-in-Hybrid. Kein SUV mit diesem Antriebsmix wurde bislang häufiger verkauft.200.000-Mal unterschrieben die Kunden einen Kaufvertrag.  Und zumindest gefühlt scheint Mitsubishi Weltmeister in der Präsentation von Studien zu sein. Seit nunmehr gut sechs Jahren feierten auf diversen internationalen Messen so viele Entwürfe ihre Premieren, dass auch Fachleute bereits den Überblick verloren. Leidglich eine Studie fand den Weg in die Serie: der Mitsubishi Eclipse Cross.

Auf dem Genfer Autosalon im März zog Mitsubishi erneut das Tuch von einer Studie, einem Fullsize-SUV mit dem merkwürdigen Namen Engelberg Tourer. Der recht massig anmutende Siebensitzer ist ein Plug-in-Hybrid mit 70 Kilometer elektrischer Reichweite und könnte ein Hinweis auf den nächsten Pajero geben. Bestätigen will man dies nicht. Die Produktion der Geländewagen-Ikone hatte Mitsubishi nach 36 Produktionsjahren 2018 eingestellt, weiß aber sehr wohl um den enormen Wert dieses Namens. Diesen möchte man ungern fallen lassen. Fraglich ist nur, ob der zukünftige Pajero sich technisch mit einer entsprechenden Nissan-Architektur vereinbaren lässt oder ob Nissan die jahrzehntelange Allraderfahrung von Mitsubishi in seine entsprechenden Modelle wird einfließen lassen.


Mitsubishi Engelberg Tourer

Mitsubishi Engelberg Tourer Bildergalerie

Einfacher dürfte die Sache beim Outlander laufen. Er steht in neuer Generation für Ende 2020 auf dem Plan und kann die Konzernplattform CMF-C nutzen. Der Outlander wird erneut Mitsubishis wichtigstes Plug-in-Hybrid-Modell. Europaweit ist ein Absatz von jährlich mehr als 50.000 Einheiten vorgesehen. Die Teilstromer-Technik ist eine Kernbotschaft der Marke und rangiert vor allen anderen Arten der Elektrifizierung. Als Grund wird die SUV-Ausrichtung von Mitsubishi angegeben. Im selben Jahr dürfte auch der jetzige Eclipse Cross sowie 2021 der neue ASX die Plug-in-Technik einverleibt bekommen. Letzterer erhält die CMF-B-Architektur, auf der dann auch der Nachfolger des heutigen Nissan Qashqai und Renault Kadjar stehen werden. Zu hören ist aber auch, den ASX nur noch als Mild-Hybrid-Benziner (48-Volt-Technik) und als rein elektrische Variante anzubieten.

Neues E-Modell ab 2021?

Bis auf den derzeit intern diskutierten Pajero will Mitsubishi sein Modell-Portfolio so schlank wie möglich halten. Zwar spricht man über eine eventuelle Rückkehr des Lancer, der Modellname wird aber kaum das Heck eines konventionellen Kompaktmodells zieren. In diesem Segment hatte schon der alte Lancer keine Chance. Vielleicht nutzt die Marketing-Abteilung den Namen ja in irgendeiner Weise für ein batterieelektrisches Modell. 2021 könnte es so weit sein, mehr als ein Jahrzehnt nach dem City-Flitzer iMiEV. Bedienen wird man sich logischerweise aus dem Nissan-Leaf/eNV200-Baukasten. Jüngst erhielt der Leaf ein Batterie-Update auf über 60 kWh und schafft damit eine Reichweite von 385 Kilometern.

Im Windschatten der SUV-Palette fährt klar der Space Star, Mitsubishis kleinstes, in Deutschland aber bestverkauftes Modell – und dies mit großem Abstand. Derzeit wird der Space Star in Thailand gebaut und gilt als Einstiegsauto für junge Leute mit begrenztem Budget. Zudem soll er Kunden an die Marke heranführen. Experten bezweifeln, ob dieses Preisniveau beim Nachfolger gehalten werden kann. Denn der Space Star wird sich die Plattform mit dem Renault Clio und Nissan Micra teilen und vermutlich mit einem von ihnen gemeinsam vom Band laufen. Eine Option wäre, den Space Star höher zu positionieren und ihm ebenfalls einen altvertrauten Namen ans Heck zu kleben: Colt.

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