Der Betrieb in der insolventen Melkus Sportwagen GmbH läuft bis auf weiteres uneingeschränkt weiter. Das berichtete Rechtsanwalt Harald Bußhardt von der Kanzlei Schultze & Braun am Dienstagabend nach einem ersten Besuch des Unternehmens. Bußhardt vertritt die Rechtsanwältin Grit Rademacher, die am Montag vom Amtsgericht Dresden zur vorläufigen Insolvenzverwalterin bestellt worden war.
"Wir werden alles daran setzen, das Unternehmen zu erhalten", äußerte sich Bußhardt verhalten optimistisch. Sobald das Fortführungskonzept erarbeitet sei, werde die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes für die derzeit zehn Beschäftigten bei der Arbeitsagentur beantragt. Für den morgigen Donnerstag sei eine Betriebsversammlung anberaumt. Parallel hätten bereits Gespräche mit möglichen Vertriebspartnern begonnen. Informationen für Investoren würden erarbeitet, hieß es in der Mitteilung der Kanzlei.
"Unser Ziel ist deshalb die Übernahme durch einen Investor, der dem Unternehmen einen ausreichend langen Atem verschafft, um sich am Markt zu etablieren", erläuterte Bußhardt die Strategie der Insolvenzverwaltung. Da auch nach Bekanntwerden der Insolvenz das Kundeninteresse groß sei, zeigte der Jurist sich bezüglich der Sanierungschancen zuversichtlich.
Die ostdeutsche Rennwagenschmiede hatte am Montag Insolvenzantrag eingereicht (wir berichteten). Als Grund für die Zahlungsunfähigkeit wurden fehlende Umsätze genannt, um sich am Markt behaupten zu können. (ng)