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"New Opel": Magna konkretisiert Streichpläne

Magna-CEO Siegfried Wolf
CEO Siegfried Wolf: "Magna lügt nicht"
© Foto: Hannes Brachat

Die designierte neue Opel-Mutter wird in Deutschland 4.000 Stellen abbauen. CEO Siegfried Wolf wies Medienberichte zurück, wonach der Autozulieferer im Verhandlungspoker Unwahrheiten verbreitet habe.


Datum:
14.09.2009
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Magna will bei Opel in Deutschland mehr als 4.000 Stellen streichen. "Wir haben in unserem Konzept von der Stunde Null an immer von 10.500 Stellen in Europa gesprochen, davon sind stark 4.000 Stellen in Deutschland betroffen", sagte Magna-Chef Siegfried Wolf am Montag in Frankfurt. Diese Zahlen seien seit dem Einreichen des Konzepts für "NewOpel" Ende Mai bekannt. Im Zuge der Übernahme durch den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna und die russische Sberbank solle nur ein Werk geschlossen werden, nämlich der Standort im belgischen Antwerpen mit 2.580 Mitarbeitern. Dies rief heftige Proteste in Belgien hervor. Wolf betonte, die neue Opel-Gesellschaft wolle ihre Schulden bis 2015 zurückgezahlt haben. "Profitabel ist das Unternehmen schon früher." Der Magna-Geschäftsplan sieht bereits für 2011 "ein deutlich positives operatives Ergebnis" vor. Wolf rechnet in den kommenden ein bis zwei Wochen mit der Unterzeichnung des Vertrags. Der endgültige Abschluss des Geschäfts, der unter anderem noch die Zustimmung von EU-Gremien bedarf, könne bis Mitte oder Ende November erfolgen. "Wir alle wissen, dass noch schwere Zeiten auf uns zukommen werden", betonte Wolf. Vorwurf der Falschaussagen Der Magna-Chef warf dem Ländervertreter in der Opel-Treuhand Falschaussagen vor. Er wies Angaben des Treuhänders Dirk Pfeil zurück, wonach rund 600 Millionen Euro der deutschen Opel-Hilfen nach Russland fließen sollten: "Das ist unrichtig. Die 600 Millionen Euro Investitionsumfang werden vor allem aus dem operativen Cash-Flow aus Russland bezahlt." Allerdings müsse NewOpel eine Unterstützung von 170 Millionen Euro nach Russland überweisen. Dies habe aber schon lange festgestanden und sei mit der deutschen Politik abgesprochen. Das Geld ist nach den Worten Wolfs der letzte Teil einer Investition für das von der bisherigen Opel-Mutter General Motors (GM) in Sankt Petersburg gebaute Werk. "Bis dort Geld verdient wird, werden jetzt 170 Millionen verwendet, um die angefangenen Investitionen fertigzumachen. Und dann trägt sich das selber."

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