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Opel-Betriebsrat: Bochum kritisiert GM-Investitionen in Russland

Der Betriebsrat des von der Schließung bedrohten Bochumer Opel-Werkes hat die Investitionen von GM in Russland kritisiert.
© Foto: Sascha Schürmann/dapd

Der Bochumer Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel befürchtet, dass mindestens zwei bis drei der heutigen Opel-Werke durch die Werkserweiterung in Russland gefährdet sein könnten.


Datum:
25.06.2012
2 Kommentare

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Der Betriebsrat des von der Schließung bedrohten Bochumer Opel-Werkes hat die hohen Investitionen des Mutterkonzerns GM in Russland kritisiert. "Obwohl die bestehenden Opel-Werke nicht voll ausgelastet sind, werden weitere Überkapazitäten geschaffen", sagte der Bochumer Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Montag).

Mindestens zwei bis drei der heutigen Opel-Werke könnten durch die Werkserweiterung in Russland gefährdet sein, sagte Einenkel. Das gelte auch für das Stammwerk Rüsselsheim. "Stammwerk zu sein, heißt noch lange nicht, die Garantie zu haben, ständig eine hohe Auslastung zu haben." Weitere Standorte von Opel in Deutschland neben Bochum und Rüsselsheim befinden sich in Eisenach und Kaiserslautern.

Die Konzernmutter General Motors hatte am vergangenen Freitag mit der Erweiterung des Werks in St. Petersburg begonnen (wir berichteten). Statt heute 98.000 Autos sollen nach der Fertigstellung im Jahr 2015 bis zu 230.000 Wagen vom Band rollen. Russland sei einer der am schnellsten wachsenden Automärkte der Welt, hatte GM-Konzernchef Dan Akerson beim Spatenstich das Investment begründet. Binnen fünf Jahren will der US-Konzern insgesamt eine Milliarde Dollar (800 Millionen Euro) in Russland ausgeben.

Einenkel warnte vor der Signalwirkung einer möglichen Schließung des Bochumer Werks. "Nach der Schließung von Bochum wären weitere Schließungen einfacher zu machen. Kein Werk kann dann noch sicher sein", sagte er. Das Bochumer Werk mit gut 3.000 Opelanern ist bis 2016 gesichert. Danach könnten aber die Lichter ausgehen, wenn die Produktion des Vans Zafira ausläuft. Opel hat in Westeuropa massive Überkapazitäten. (dpa)

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KOMMENTARE


Hans Pfeifer

25.06.2012 - 12:31 Uhr

Opel Betriebsrat = Opel Schädling! Der Großteil aller negativer Presse über Opel und damit sinkender Marktanteile wird durch öffentlich geführte Diskussionen der sogenannten Arbeitsplatzretter (Betriebsräte)geführt. Wieso kann Herr Einenkel diese Dinge nicht Intern klären, er braucht immer die Presse um seine hohen Einkünfte vor den normalen Arbeitern zu rechtfertigen.


Seven Meyer

25.06.2012 - 22:32 Uhr

Philipp Holzmann-SiemensBenQ-Nokia-Opel!Wer das noch nicht Begriffen hat ist,dem ist nicht mehr zu helfen! Viele Grüße aus dem Ruhrgebiet!


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