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Personalie: Alan Mulally weiter Ford-Chef

Nach sechs Jahren an der Spitze von Ford hat Alan Mulally noch nicht genug.
© Foto: Imago

Auf Wunsch des Verwaltungsrats bleibt der 67-Jährige bis mindestens 2014 im Amt. Der jetzige Amerika-Chef Mark Fields entlastet ihn allerdings als neuer Chief Operating Officer vom Tagesgeschäft.


Datum:
01.11.2012
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Ford bereitet sich auf einen Wechsel an der Konzernspitze vor. Zwar wird der erfolgreiche Firmenchef Alan Mulally (67) noch mindestens bis 2014 im Amt bleiben. Doch das aufreibende Tagesgeschäft wird ihm ab dem 1. Dezember der jetzige Amerika-Chef Mark Fields abnehmen. Der 51-Jährige wird bereits seit einiger Zeit als kommender Ford-Lenker gehandelt.

Fields neue Rolle gilt als Zwischenschritt. "Ich würde befürworten, wenn der nächste Konzernchef aus dem eigenen Haus kommt", sagte Verwaltungsratschef Bill Ford am Donnerstag. Es gebe viele Talente im Unternehmen, fuhr der Urenkel des legendären Firmengründers Henry Ford fort. Er wollte sich in einer Telefonkonferenz allerdings noch nicht auf Fields festlegen.

Das Klima zwischen allen Beteiligten scheint schon einmal zu stimmen: "Alan hat Mark unter seine Fittiche genommen", sagte Bill Ford. Mehrfach fiel das Wort "Mentor". Mulally selbst sprach von einer "engen Zusammenarbeit mit Mark", er sagte aber auch: "Bill und der Verwaltungsrat wollten, dass ich bleibe." Ein Analyst meinte: "Das ist eine elegante Lösung für einen Übergang an der Konzernspitze."

Die beiden Manager arbeiten seit 2006 zusammen, als Mulally den Posten des Konzernchefs übernahm. Mulally war vom Flugzeugbauer Boeing gekommen und damit branchenfremd. Fields dagegen ist ein Eigengewächs, das zahlreiche Führungspositionen bei Ford innehatte. Die beiden sanierten das problematische US-Geschäft und bewahrten den Traditionshersteller damit vor dem Schicksal der Konkurrenten General Motors und Chrysler, die 2009 während der Wirtschaftskrise vom US-Steuerzahler gerettet werden mussten.

Europa ist "großartiges Geschäft"

Nun liegt vor dem Duo die Aufgabe, das Europageschäft wieder auf Vordermann zu bringen, in dem sie wegen der eingebrochenen Verkäufe alleine in diesem Jahr einen Verlust von 1,5 Milliarden Dollar erwarten. Beschlossene Sache ist bereits, drei Werke in Belgien und Großbritannien zu schließen. 5.700 Jobs gehen dadurch verloren. "Wir werden das Geschäft in Europa sanieren, es ist ein großartiges Geschäft für uns", sagte Mulally.

Kronprinz Fields hat bewiesen, dass er etwas von Autos versteht: Dank seines wie geschmiert laufenden Amerikageschäfts konnte Ford im vergangenen Quartal trotz aller Probleme einen rekordverdächtigen Gewinn einfahren.

Großes Stühlerücken

Im Vorgriff auf den erwarteten Führungswechsel schnitt der Verwaltungsrat auch die Zuständigkeiten weiterer Spitzenmanager neu zu. Ebenfalls ab 1. Dezember dieses Jahres wird Joe Hinrichs als Executive Vice President für das Amerika-Geschäft verantwortlich zeichnen. Hinrichs war bisher für Asien zuständig. Europa-Chef Stephen Odell ist nun auch für Afrika und den Mittleren Osten zuständig. Jim Farley übernimmt die Aufgabe als Executive Vice President Marketing, Sales und Services sowie die Markenverantwortung für Lincoln. David Schach, bisher verantwortlich für den chinesischen Markt, übernimmt nun die Rolle für Asien. In China übernimmt der bisherige Finanzchef John Lawler. (dpa/rp)

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